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Machowelt Formel 1: Niemand will von einer Frau überholt werden
AFP

Können Frauen Formel-1-Autos fahren? Klar, es spricht nichts dagegen. Und trotzdem hat es seit 26 Jahren keine Pilotin mehr geschafft. Auf Spurensuche in einer unvergleichlichen Machowelt.

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SethSteiner 07.06.2018, 12:16
1. Sexismus stirbt nicht so schnell aus

Grid Girls sind tatsächlich egal, ob Männer oder Frauen da ein bisschen Werbung machen und dabei ihre Körper zeigen, das spielt keine Rolle. Was eine Rolle spielt sind Behauptungen wie Rennfahren könnten Frauen nicht, Frauen wären unterlegen, Mädchen wollen alle mit Puppen spielen. Erwiesenermaßen haben Frauen keine Probleme mit Rennwagen und können mithalten, genauso wie Mädchen auch Technik interessant finden. Und was die Unterlegenheit angeht, da fahren jedes Jahr Dutzende Rennfahrer auf Pisten die es nie oder zumindest so gut wie nie nach ganz vorn schaffen, was weniger mit Physis zutun hat als mit der Technik, früher genauso wie heute. Es ist ziemlich traurig, wie sexistisch der Motorsport ist und ein Grund mehr ihn nicht mit EInschaltquoten oder gar Tickets zu belohnen. Männer (und auch Frauen) die so auf das weibliche Geschlecht herabblicken, verdienen keine Aufmerksamkeit.

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Olaf Köhler 07.06.2018, 12:16
2. Macho-Welt?

Aha! Machos fahren also mit komischen Autos im Kreis. Toll!
Und diese herausfordernde Leistung soll Frauen verwehrt bleiben, warum? Logisch, dass auch Frauen ganz schnell immer im Kreis fahren können - wieso denn nicht?
Körperlich dürften trainierte Frauen da locker mithalten können.
Oder ist es wirklich so, dass die Formel-1-Welt geistig irgendwo in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhundert stecken geblieben ist?
Aber vermutlich wird es noch sehr lange dauern, bis Frauen ganz selbstverständlich als Fahrerinnen dabei sind und noch länger, bis dann die "Wertungen" wegfallen, wenn Frauen gewinnen: "Obwohl sie eine Frau ist, wurde sie zum dritten Mal Weltmeisterin..."

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Leser161 07.06.2018, 12:19
3. Ich glaube Experten

Ich glaube Experten. Eine Expertin für Frauen im Motorsport müsste nach allem Michele Mouton sein. Wenn jetzt also Aussagen von Experten als mangelnde Unterstützung weggewischt werden, dann ist für mich das Ende der sachlichen Diskussion erreicht und der Bereich des Glaubens erreicht.

Und Glauben ist Privatsache. Möge jeder glauben was er will, solange er seinen Glauben nicht per heiligem Krieg Anderen aufzwingen will.

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In-Golf 07.06.2018, 12:24
4. Es gab doch mal eine Formel 1 Fahrerin

Obwohl die 20 kg weniger wog als ihre Kollegen, fuhr sie nur hinten mit. Dadurch konnte der Bolide massiver gebaut werden, um die 640 kg-Grenze zu erreichen.

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fonkyfingers 07.06.2018, 12:32
5. Dann eben nicht ...

Typen wie Verstappen auf der einen oder Grosjean auf der anderen Seite wären ruckzuck aus dem Geschäft, wenn sie gegen eine Frau verlören, vielleicht noch in Abu Dhabi. Mit etwas Reflexion sieht man, dass weibliche Beteiligung soziale Kompetenz und Intelligenz zu etwas zufügen würden, das im Wesentlichen davon lebt, dass beides möglichst wenig vorhanden ist. Irgendwann bald wird die F1 veröden und die Pforten dicht machen, vielleicht gibt es dann andere Konzepte, die nicht ausschließlich das Geld in den Vordergrund stellen - wenn es hauptsächlich um die Sache geht, sehe ich für Frauen bessere Chancen.

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zeichenkette 07.06.2018, 12:32
6. Immer dieses "die Frauen" und "die Männer"...

Da müssen ja nicht ALLE Frauen Rennen fahren. Wer JEDER Frau abspricht, etwas zu können, nur weil "die Frauen" als solche es ja nicht können/wollen, der schert mal wieder alle über einen Kamm. Das (alle Frauen sind gleich) ist dann wirklich Sexismus.

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Astrocreep2000 07.06.2018, 12:32
7. Frauen fliegen in den Weltraum ...

und – noch viel anspruchsvoller – sie fliegen F-16, F-15, F-18, F-22, Eurofighter usw.

...a ber sollen physisch nicht in der Lage sein, ein F1-Auto schnell genug zu bewegen?

Mehr muss man dazu meiner Meinung nach nicht sagen.

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dasGyros 07.06.2018, 12:40
8. Schade

Eigentlich schöner Artikel zu einem interessanten Thema.
Schade, dass die Haltung des Autors allzu klar heraussticht.

"[...]der Drang nach Automobilen ist bei Mädchen nicht so vorhanden.

Sätze, die eher nach 1978 als nach 2018 klingen.

Für die deutsche Kart-Meisterschaft 2018 haben sich über 180 Piloten angemeldet. Fahrerinnen machen nicht mal fünf Prozent des Feldes aus."

In den drei Sätzen wird für mich deutlich, dass die Meinung von Herrn Hülkenberg moralisch diskreditiert werden soll. Schließlich scheint sich seine Beobachtung mit der Anmelderate im Kart-Bereich zu decken.
Woran das liegt sei dahingestellt, von der Hand zu weisen sind seine Aussagen jedenfalls nicht. Allen Beteiligten in der F1 einfach platt Chauvinismus zu unterstellen greift jedenfalls deutlich zu kurz.

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colinchapman 07.06.2018, 12:44
9. vielleicht sollte man

in der Formel 1 arbeitendes Personal einfach nur nach den Leistungen und nicht nach dem Geschlecht beurteilen. Tatiana Calderon fuhr fünf Jahre in der Formel 3 bzw GP3, in der Zeit erreichte sie die Saisonränge 26, 15, 27, 21 und 18. Das ist nicht gut genug für die Formel 1. Jeder männliche Rennfahrer mit dieser Leistungsbilanz dürfte nie in einen Formel 1 einsteigen. Zu den Teamchefinnen: Monisha Kaltenborn übernahm das Sauber-Team, als es auf Platz sieben der Konstrukteurwertung lag, sie wurde entmachtet, als das Team auf dem elften und letzten Platz angekommen war. Claire Williams übernahm das Team von ihrem Vater, als es auf Platz acht der Konstrukteurswertung lag. Inzwischen ist ihr Team auf dem zehnten und letzten Platz angekommen. Man sollte niemanden in der Branche wegen des Geschlechts diskriminieren. Aber man sollte niemanden in dieser Branche wegen des Geschlechts mit Samthandschuhen anfassen.

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