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Medaillen-Zielvorgaben: Leichtathletik-Präsident wirft DOSB gravierende Fehlentscheid
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Der Deutsche Olympische Sportbund wird den Ärger um die unrealistischen Zielvorgaben nicht los. Nun kritisierte Leichtathletik-Sportdirektor Thomas Kurschilgen den DOSB. Die Medaillenprognose sei nicht nachvollziehbar, so Kurschilgen, der zudem von "gravierenden Fehlentscheidungen" sprach.

spargel_tarzan 12.08.2012, 20:06
1. die herrschaften wissen einfach nicht..

Zitat von sysop
Der Deutsche Olympische Sportbund wird den Ärger um die unrealistischen Zielvorgaben nicht los. Nun kritisierte Leichtathletik-Sportdirektor Thomas Kurschilgen den DOSB. Die Medaillenprognose sei nicht nachvollziehbar, so Kurschilgen, der zudem von "gravierenden Fehlentscheidungen" sprach.
wohin die sportliche reise weltweit geht. verständlich wenn man in der provinz hockt.
sie sollten sich mal ein beispiel an den engländern nehmen, die haben nicht nur ihre sportler ordentlich gefördert, da waren auch die kampfrichter gleich mit auf der gehaltsabrechnung. konnte man heute im finale beim schwergewichtsboxen und am ergebnis sehen. der italiener führt vor der letzten runde, der kampf wird unendschieden gewertet und dem engländer wird der sieg zugesprochen. wer genau gelesen hatte, konnte es schon in der programmschrift lesen.
so ist man bei olympia erfolgreich und nicht auf die stümperhafte weise nach DOSB-manier, zielvorgabe hin oder her.
eine alte weisheit sagt es doch: wer gut schmiert, der gut fährt.
und die engländer sind echt gut bei olympia gefahren...

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burghard42 12.08.2012, 23:02
2. Ich verstehe die Aufregung nicht

Zitat von sysop
Der Deutsche Olympische Sportbund wird den Ärger um die unrealistischen Zielvorgaben nicht los. Nun kritisierte Leichtathletik-Sportdirektor Thomas Kurschilgen den DOSB. Die Medaillenprognose sei nicht nachvollziehbar, so Kurschilgen, der zudem von "gravierenden Fehlentscheidungen" sprach.
Wenn die Zielvorgabe ca 6/3/2 Monate vor den Spielen gemacht/erstellt worden wäre,könnte ich die Aufregung verstehen.
Wobei die Unterteilung eben auch nach Gold... usw. schon etwas
fragwürdig ist,da ja die Tagesform entscheidet.
Insofern wäre dann richtigerweise:
"es bestünden Medaillenchancen in folgenden Sportarten......."
ohne sich auch auf "Gold" festzulegen
Als Beispiel Schwimmen :
da sieht das Ergebnis ja nicht unbedingt günstig aus für den
Verband.....das hätte man sicher ca 3 Monate vor den Spielen erkennen können,beginnend bei Steffen.....

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der_rookie 13.08.2012, 09:05
3. Hm

Zitat von burghard42
Wenn die Zielvorgabe ca 6/3/2 Monate vor den Spielen gemacht/erstellt worden wäre,könnte ich die Aufregung verstehen. Wobei die Unterteilung eben auch nach Gold... usw. schon etwas fragwürdig ist,da ja die Tagesform entscheidet. Insofern wäre dann ........
Die Aufregung besteht darin, dass die "Zielvorgabe" auch vor 4 Jahren absolut unrealistisch war. Es gab nie eine Deutsche Mannschaft die solche Zahlen erreicht hat. Und das trotz DDR Trainingsmethoden und vor dem sportlichen Aufstieg von Ländern wie China, Jamaika und Co.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage "wieso": Wieso macht der DOSB unrealistische Zielvorgaben.
Interpretation 1: Er hat halt keine Ahnung - kein gutes Zeichen für die Sportkompetenz der Führung
Interpretation 2: Er versteht das Konzept einer Zielvorgabe nicht - kein gutes Zeichen für die Managementkompetenz der Führung
Interpretation 3: Er erhält eine finanzielle Förderung des Bundes die abhängig von der Zahl der erwarteten Medaillen ist (Und diese ist per Zielvorgabe zu dokumentieren) - dann ist diese Zielvorgabe nichts anders als das bewusste erschleichen von Fördergeldern. Wäre Interpretation 3 haltbar, dann könnte man das auch einmal gegenüber dem juristischen Begriff "Betrug" bewerten: Jemand (DOSB) täuschte bewusst falsche Tatsachen (Medaillenerwartungen) vor, erhielte dadurch einen Vorteil (Fördergelder) und schädigte jemanden (Steuerzahler).

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