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Mega-Transfers im Profifußball: Gebt den Kleinen eine Chance!
AP

Der 222-Millionen-Transfer des Brasilianers Neymar zeigt einmal mehr: Geld schießt Tore. Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr rückgängig machen - aber vielleicht etwas fairer gestalten. Vier Vorschläge.

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Ignorant00 09.08.2017, 13:41
30.

Zitat von solltemanwissen
Und was interessiert das? Entscheidend ist, was er für Einnahmen generiert.
Auf keinen Fall auch nur annähernd die seiner Kosten! Wenn wir die 0,5 Mrd€ zugrunde legen, die als Kosten im Artikel zugrunde gelegt werden, wie sollen die sich denn rentieren? Irgendeine Idee? Und bitte keinen Blödsinn ala Trikotverkäufe.

Katar versenkt schon seit Jahren massiv Geld in PSG. Ist denen aber wohl egal.

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Ignorant00 09.08.2017, 13:51
31. Irgendwelche Aussnahmen findet man immer

Zitat von fluxus08
tatsächlich stimmen sollte, gäbe es keine Erfolgsgeschichten wie die vom englischen Fußballmeister Leicester City oder dem Aufsteiger Huddersfield Town. Ein weiterer Beleg dafür, dass diese These allein nicht stimmen kann ist die, dass in den letzten Jahren immer englische Clubs am meisten für Transfers ausgegeben haben - und warum hat es von denen niemand in den letzten fünf Jahren ins CL-Endpsiel geschafft?
Wenn in Spanien in 13 Jahren, in Deutschland in 10 Jahren nur einmal nicht einer der beiden reichsten Clubs Meister wird (sondern der jeweils drittreichste) dann können sie natürlich mit den Ausnahmen argumentieren, die einmal im Jahrzehnt vorkommen. Die Regel sieht anders aus!

Wenn man über die letzten 20 Jahre der Buli die Tabelle anhand der Etats eingeordnet hätte, wäre man auf jeden Fall nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt gewesen. Klar gab es (wie zB letzte Saison) immer Ausreißer und Überraschungen. Aber mal darüber nachgedacht, warum das "Überraschung" heißt?

Warum die englische Liga - trotz ihres außergewöhnlichen Reichtums - eher schwach abschneidet wird ja vielfältig diskutiert. Die naheliegende ist m.E. die deutlich höhere Belastung in der Premier League durch mehr Vereine und zusätzliche Pokalwettbewerbe teils sogar mit Hin- und Rückspiel. Und hier rächt sich vielleicht auch die Ausgewogenheit der englischen Liga: Während Bayern, Real, Barca auch mal einen Samstag Spieler schont, ist das in der PL kaum möglich.

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neowave 09.08.2017, 13:53
32. Selbstaufgabe

Zitat von MuckiP
Der Transferwahnsinn ist auch eine Chance für die kleinen, Ausbildungsvereine. Endlich könnten sich deren jahrzehntelange Investitionen in die Jugendarbeit richtig ausbezahlen. Dortmund hat z.B. 20 Mio an Freiburg für Philipp hingeblättert. Ne Menge Kohle, die man wieder sinnvoll in die Jugendarbeit investieren kann und mit neuen Talenten kann man wiederum neue, irrsinnige Transfersummen erzielen. Die Entwicklung ist m.E. nicht schön, aber irrsinnige Transfersummen , denn es wird auf absehbare Zeit keine Neuregelung geben, welche diesem Einhalt gebietet. Und zum Thema Salary Cap - nach dem Vorbild USA: klingt gut, aber da fließt die Kohle halt über andere Kanäle bzw. Annehmlichkeiten.
Sie beschreiben die Situation mit Ausdrücken wie: "Transferwahnsinn" "irrsinnige Transfersummen" "Wahnsinn". Da ist ihre Haltung: [...}keine Neuregelung geben [...] geradezu exemplarisch vorbildlich für jeden Fatalisten. Allerdings, in Ihrer Einschätzung, was die Reformwilligkeit z.B. einer durch und durch korupten FIFA angelangt gebe ich Ihnen insoweit recht, als dass es sicher nicht einfach würde, diese Veranstaltung zu einer seriösen zu machen. Aber es ginge, wenn "man" es wollte...

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Tavlaret 09.08.2017, 13:58
33. Je merh Kohle, desto besser ... ;-)

Zitat von Him
25. Über was die UEFA mal nachdenken sollte.... ............... Die Frage ist nur, ob die UEFA überhaupt ein Interesse an o.g. hätte, würde es doch die Geldmenge, die im Fussball im Umlauf ist, eher verringern....
Genau, die UEFA wird über gar nichts nachdenken. In das gesamte Fußballgeschäft wird immer mehr Geld hineingeschossen und die Beteiligten reiben sich die Hände, denn so voller werden ihre eigenen Taschen.
Man darf auch nicht erwarten, dass irgendwoher Kritik von sog. 'Experten'/ 'Experten-Runden', die regelmäßig durch die Medien geistern, kommt, den die hängen genauso am Tropf Fußball und haben Dollarzeichen in den Augen.
Gut, irgendwann wird die Blase platzen ... so wie das allerdings aussieht dauert das noch Jahre und wir werden Absurdität hoch 3 erleben. Die Milliarde als Ablösesumme ist gar nicht weit.

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geschwafelablehner 09.08.2017, 14:03
34. 3. funktioniert nicht

'Bei Ablösesummen von über 5,9 Millionen Euro muss der aufnehmende Verein den gleichen Betrag an den chinesischen Fußball-Verband entrichten, der dieses Geld in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses steckt.'

Bei Neymar gibt es keinen aufnehmenden Verein, da ja Neymar selbst die Ablösesumme 'bezahlt', und der aufnehmende Verein damit gar keine Ablösesumme bezahlt.
Alternative wäre vielleicht, wenn der das Geld einnehmende Verein die Hälfte der Summe an den Verband zahlen müßte; allerdings gibt es dann bestimmt Nebenabsprachen (statt Geld gibt es ein Ablösespiel) oder schwarze Kassen.

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nomac 09.08.2017, 14:05
35.

Ich habe mein ganzes Leben lang Fussball gespielt und brenne für den Sport. Eigentlich. Aber der Profifussball ist kaputt. Richtig kaputt.
Im Übrigen ist die UEFA oder auch die FIFA mit Sicherheit nicht Teil der Lösung, sonder fester Bestandteil des Problems. Wenn die EU nicht (sehr, sehr verspätet) die Folgen des Bosman-Urteil korrigiert geht es vor die Wand. Dann werden die Exkesse des Profifussball uns tatsächlich in eine Gesellschaft verwandeln, in der UEFA. FIFA etc. eigenes Recht wie bei der Kirche bilden. Das ist in etwa so sexy wie ein Schienbeinbruch.

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hans_uwe2@yahoo.de 09.08.2017, 14:14
36.

Zitat von Ignorant00
Warum die englische Liga - trotz ihres außergewöhnlichen Reichtums - eher schwach abschneidet wird ja vielfältig diskutiert. Die naheliegende ist m.E. die deutlich höhere Belastung in der Premier League durch mehr Vereine und zusätzliche Pokalwettbewerbe teils sogar mit Hin- und Rückspiel. Und hier rächt sich vielleicht auch die Ausgewogenheit der englischen Liga: Während Bayern, Real, Barca auch mal einen Samstag Spieler schont, ist das in der PL kaum möglich.
Die Belastungen in der engl. Liga mit 20 Teams und zwei Pokalwettbewerben gab es auch schon in den 90igern, oder?
Ich denke, dass hat handfeste sportliche Gründe, welche aus der massiven Investition von Club-Eignern resultieren.
Seit ca. 15 Jahren werden zweistellige Millionenbeträge für mittelmäßige Spieler rausgehauen - in England wird viel zu viel Geld in Beine statt in Köpfe investiert. Und auf letzteres kommt es an, wenn man die letzten 2% bis 3% rausholen möchte, um internationale Titel zugewinnen.

Wie hier auch schon jemand geschrieben hat, gibt es in Spanien etliche Millionentruppen, jedoch nicht unerheblich auch mit Spielern aus der "eigenen" Jugend. In Spanien wird deutlich länger mehr Geld in Jugendausbildung und Taktik investiert wie in England, ähnlich wie auch in Deutschland (notwendigerweise).

MfG Hans-Uwe

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solltemanwissen 09.08.2017, 14:57
37.

Zitat von MuckiP
Ach so - und ich dachte tatsächlich es geht um den Fußball-SPORT.
Aus welchem Jahrhundert sind Sie denn?

Die Vereine, die Liga und die Verbände verstehen sich doch längst als Unterhaltungsbetrieb. Und die Spieler sind die Protagonisten. Der sportliche Wettbewerb ist doch lediglich das Korsett in dem das aufgehängt ist

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apopluto 09.08.2017, 18:56
38.

Das der Professor aus St. Gallen mit keinem Wort die Ursache dieser Exzesse mit einbezieht, scheint mir aber keine wissenschaftliche Vorgehensweise zu sein. Dann hätte er nämlich die Einführung des werbefinanzierten Fernsehens, diese gewaltige Umverteilungs- und Manipulationsmaschine, mit einbeziehen müssen. So ist es nicht mehr als ein Beitrag einer Schülerzeitung.

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jalee 09.08.2017, 19:23
39. TV Gelder

sollten vielleicht anders herum verteilt werden. Ein draft, wie in den USA ist mit der Vereinsstruktur schwer möglich. Aber vielleicht könnte man etwas mehr Wettbewerb schaffen, wenn nicht Bayern, Leipzig und Dortmund den größten Teil der TV Gelder bekommen, sondern von den Aufsteigern aufwärts. Ob es die Lücke schließen würde, ist fraglich, aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung

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