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Neuer Bericht: Polizei trägt Mitschuld an Hillsborough-Tragödie
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96 Liverpooler Fans starben 1989 bei der Katastrophe im Hillsborough-Stadion. Doch mindestens 41 Opfer hätten überleben können, wenn die Einsatzkräfte schneller gehandelt hätten. Dies zeigen neue Unterlagen. Die Polizei wollte zudem ihre Fehler verschleiern.

klischeefan 12.09.2012, 20:36
1.

Zitat von sysop
Zu den Ursachen des schwersten Unglücks der britischen Fußball-Geschichte wird seit langem neben polizeilichen Fehlern auch die damals übliche Stadion-Architektur mit hohen Gitterzäunen gezählt.
Sehr interessant, vorallem für jene die behaupten Sitzplätze wären "sicherer" als Stehplätze.
Es waren also nachweislich nicht die Stehplätze an sich die dieses Unglück verursacht haben sondern polizeiliche Fehler und hohe Gitterzäune.
Vielleicht sollte man also vor dem Hintergrund der grotesken und hysterischen "Sicherheits"debatte der letzten Monate lieber einmal fragen ob es wirklich nötig ist dass die Polizei in volle Blöcke mit Pfefferspray und Schlagstock einmarschiert und ob es wirklich die Sicherheit erhöht wenn in deutschen Stadien immer mehr und immer höhere Zäune eingebaut werden.
Die Sicherheit dieser Opfer haben die Zäune bestimmt nicht erhöht.

Wo bleiben jetzt diese ganzen Dampfplauderer die in den letzten Monaten zu jeden Fanthema Ihren Senf dazugeben mussten?
Wo bleiben die ganzen Leute die hier auf SPON das Forum mit Ihrer Ahnungslosigkeit bereichert haben?

Das Argument dass Stehplätze ein Sicherheitsrisiko sind ist damit widerlegt, das einzige Sicherheitsrisiko sind Zäune und eine Polizei die auf Eskalation aus ist.

Hoffentlich wird diesen Fakten die gleiche mediale Aufmerksamkeit zuteil wie anderen Themen der letzten Monate!

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anteater 12.09.2012, 22:01
2. Schlecht übersetzt

Zitat von sysop
96 Liverpooler Fans starben 1989 bei der Katastrophe im Hillsborough-Stadion. Doch mindestens 41 Opfer hätten überleben können, wenn die Einsatzkräfte schneller gehandelt hätten. Dies zeigen neue Unterlagen. Die Polizei wollte zudem ihre Fehler verschleiern.
In den englischsprachigen Berichten, welche ich hierzu las, war von zweieinhalb Jahren nicht 18 Monaten die Rede. Zudem stellte der Bericht nicht nur das hier erwähnte Versagen und die folgende Vertuschung fest, sondern beispielsweise auch die Mitschuld des Verbandes, der ein zu kleines Stadion ohne Sicherheitszertifikat für das Spiel auswählte. Ein Jahr zuvor gab es in eben diesem Stadion bereits Probleme, die ebenso hätten enden können, wie es dann 1989 geschah.

Wer mit der extrem lückenhaften und fast schon reißerischen Berichterstattung von SPON zu diesem Thema unzufrieden ist (ich wollte nur sehen, ob deutsche Medien darüber berichten), der möge z.B. hier die Stellungnahme Camerons nachlesen:

David Cameron's full statement on the Hillsborough panel's report | Football | guardian.co.uk

und/oder hier Zusammenfassung oder Volltext des heute veröffentlichten, unabhängigen Berichts:

The panel's report in full - Liverpool FC

RIP 96

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Solschenizyn 12.09.2012, 23:22
3. 18-20 Monate

Nein, 18-20 Monate sind die Zahlen, die genannt werden. Trevor Hicks ist allerdings immer noch von der Hillsborough Family Support Group und nicht von der HJC. Da es sonst aber eh keiner merkt, scheint es den Leuten hier egal zu sein.

Ansonsten werden hier tatsächlich einige wichtige Punkte nicht genannt, die man z.B. in meinem Blog Ziegenhodensuppe nachlesen kann. Den Link lasse ich mal weg, weil der nicht erwünscht scheint.

Ansonsten ist es wirklich traurig, wie wenig die deutsche Presse heute über dieses Thema berichtet. Ja, ja, ESM ist wichtiger, verstehe ich, aber sonst? Hat nicht jeder ab 40 Jahren noch eine gute Erinnerung an die Ereignisse von damals? Gibt es hier nicht Millionen Fußball Fans? Ist es nicht unglaublich, was den Familien der Opfer angetan wurde?

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laolu 13.09.2012, 00:42
4. Hillsborough 1989?

Zeitnahe Aufarbeitung, da müssen sich die Experten aber wirklich angestrengt haben...

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anteater 13.09.2012, 09:41
5. Schlimmer noch

Zitat von Solschenizyn
Nein, 18-20 Monate sind die Zahlen, die genannt werden. Trevor Hicks ist allerdings immer noch von der Hillsborough Family Support Group und nicht von der HJC. Da es sonst aber eh keiner merkt, scheint es den Leuten hier egal zu sein. Ansonsten werden hier tatsächlich einige ......
Dass die "Rettung" unserer Gemeinschaftswährung für viele Menschen ein wichtiges Thema ist, kann man ihnen nicht verdenken. Schlimm hingegen finde ich persönlich, dass die Veröffentlichung eines wahrscheinlich nicht sehr interessanten Buches einer Frau, die zufällig mit einem ehemaligen Bundespräsidenten liiert ist, und die dazugehörige Produktplatzierung sogar bei einem eher seriösen Medium wie SPON als deutlich wichtiger erachtet wird.

Zu den 18 Monaten, ja, diese Zahl wird genannt. Ich bezog mich auf "Liverpool Football Club would like to thank the Hillsborough Independent Panel for its rigorous work over the past two-and-a-half years and for publishing a comprehensive report based on the in-depth research and analysis into hundreds of thousands of documents." [Quelle: http://www.liverpoolfc.com/news/latest-news/lfc-statement-on-report].

Ihrer Anmerkung, wie wenig hierzulande darüber berichtet wird, kann ich mich nur anschließen. Damals wurde man hier leider im Zusammenhang mit Hillsborough ungeachtet des eigenen Alters (ich weiß wie jung ich war) und ungeachtet der tatsächlichen Vorkommnisse und wider besseres Wissen pauschal als Hooligan kategorisiert, sogar beschimpft und verhöhnt.

Interessanter Blogname übrigens :-)

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gegenpressing 13.09.2012, 12:17
6.

Zitat von sysop
96 Liverpooler Fans starben 1989 bei der Katastrophe im Hillsborough-Stadion. Doch mindestens 41 Opfer hätten überleben können, wenn die Einsatzkräfte schneller gehandelt hätten. Dies zeigen neue Unterlagen. Die Polizei wollte zudem ihre Fehler verschleiern.
Krass ist doch auch, wie hier die wahre Schuld an dem Desaster von der Polizei vertuscht wurde. Es wurden gezielt Unwahrheiten verbreitet und das ist ein Skandal!
Da kann sich jeder mal überlegen, wie glaubwürdig die ganzen Polizeiberichte von den ach so gewalttätigen Fussballfans an jedem zweiten Wochenende sind, die einfach so von der Presse abgeschrieben werden...

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silversurfer1962 13.09.2012, 14:15
7. Liebe Spiegel-Sportredaktion...

...ist es unbedingt nötig, als Foto-Aufmacher die Gesichter von Fans (teilweise Kindern) in höchster Panik und Todesangst nochmal zu zeigen?
Das ist Effekthascherei! Und zutiefst pietätlos (machen aber hierzulande, Stern, SZ, Welt genauso!).

Nehmt euch ein Beispiel an euren britischen Kollegen der großen Tageszeitungen! Kein einziges dieser Bilder --
ebenso wenig, übrigens, wie beim Revolverblatt "The Sun".

Dabei gibt es genug Fotomaterial, das nachdenklich macht, und das zeigt, wie die Situation damals in Sheffield war, wie hier beispielsweise bei der "Daily Mail":

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2201898/Finally-Hillsborough-families-know-truth-The-police-lied-41-96-victims-saved-Now-justice.html

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morlakar 14.09.2012, 08:31
8.

Zitat von klischeefan
[...]Das Argument dass Stehplätze ein Sicherheitsrisiko sind ist damit widerlegt, das einzige Sicherheitsrisiko sind Zäune und eine Polizei die auf Eskalation aus ist. [...]
Entschuldigen sie bitte, aber sie interpretieren da etwas viel hinein, meinen sie nicht? Beim nächsten Verkehrsunfall der innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit passiert behaupten sie auch das damit eindeutig widerlegt ist das überhöhte Geschwindigkeit keine höhere Gefahr darstellt als eine angepasste Geschwindigkeit?
Es wird ihnen deutlich schwerer fallen Sitzplätze überzubelegen als das mit Stehplätzen machbar ist. Und die Überfüllung war ein Grund für diese Katastrophe.

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