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Polizei-Einsätze in der Fußball-Bundesliga: Unfehlbar in Uniform
DPA

Der umstrittene Polizeieinsatz im Schalker Fanblock lenkt die Debatte um Gewalt im Fußball auf die Beamten - auf fragwürdige Solidarisierungseffekte und ein unüberlegtes Verhalten in Stress-Situationen. Eine öffentlich kommunizierte Fehlerkultur fehlt der Polizei völlig.

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john_doe77 31.08.2013, 13:14
1. .

Zitat von sysop
Der umstrittene Polizeieinsatz im Schalker Fanblock lenkt die Debatte um Gewalt im Fußball auf die Beamten - auf fragwürdige Solidarisierungseffekte und ein unüberlegtes Verhalten in Stress-Situationen. Eine öffentlich kommunizierte Fehlerkultur fehlt der Polizei völlig.
Sehr guter Kommentar.

Gerade die Rechtfertigung der Polizei "Es hätte Tote und Verletzte geben können" ist lächerlich wenn anschließend eine vollbesetzte Fankurve gestürmt wird und durch massiven Einsatz von Pffeferspray auch leicht ein Panik im Block hätte entstehen können.

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specialsymbol 31.08.2013, 13:21
2. Beschämend

Kommt so etwas bei Fußballspielen vor gibt es empörte Kommentare in den Medien und von Experten den Ruf nach Aufklärung. Passiert so etwas bei genehmigten Demonstrationen wird es unter den Tisch gekehrt. Das sagt einiges über unsere Demokratie aus. Wie heißt es so schön: panem et circenses..

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Malshandir 31.08.2013, 13:23
3. Verurteilungd er Polizisten notwendig

In der Situation ist es dringend erforderlich, die Verantwortlichen (Polizisten) vor Ort in einem Schnellverfahren zu Haftstrafen abzuurteilen.
Das Besondere ist, hier wurde aus dem griechischen Block zum Mord aufgerufen.
Es handelte sich um eine erlaubte Fahne. Ein Einsatz gegen den griechischen Block waere daher angemessen.
Hier haben die Polizisten unter massivster Gewaltanwendung gegen Unschuldige Eigentum durch Einsatz von Waffen entwendet. So etwas nennt man schweren Raub. Hinzukommt noch ein Bandenmaessiges Zusammenrotten.
Ich denke, es ist an der Zeit hier durch die Justiz hart gegen die Polizei durchzugreifen.
Wenn ich in s Stadion gehe fuehle ich mich viel mehr bedroht von der Polizei als von irgendeinem auch gegnerischem Fan.

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twinketoe 31.08.2013, 13:23
4. Jede verletzte Person ist eine zuviel!

Beim Schalkespiel hat die Polizei ziemlich überreagiert. Es war nichts davon zu sehen, dass die Fans des Gegners auf diese Fahne reagiert hätten. Die Fahne hatte keine rechtswidrigen Inhalte. Wieder einmal ist die Polizei gegen Menschen völlig ungezielt mit Pfefferspray vorgegangen. Dort waren auch Familien im Block die auf Grund der Enge nirgends hin ausweichen konnten. Muss es erst zu schwersten Verletzungen oder gar Todesfällen kommen bevor mit Pfefferspray sorgsamer umgegangen wird? Das Zeug ist nicht so harmlos wie der Lebensmittelname vermuten lässt.

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mischnik 31.08.2013, 13:23
5. Mißverständnis

Polizisten sind nicht für die Durchsetzung von Recht und Gesetz zuständig. Das machen Anwälte und Richter. Die Polizei ist für Ruhe und Ordnung zuständig. Der Rechtsstaat kommt erst danach. Das merkt man bei den Gerichtsverhandlungen. Da schaut sich der Richter um: Ist Ruhe und Ordnung hergestellt, also keine Presse oder Demonstranten da? Dann werden die Polizisten frei gesprochen, weil sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Ihre mangelnde Kenntnis des Rechtsstaates kann man nicht bestrafen, da sie keine Juristen sind. Wobei 97 Prozent der Klagen gegen Polizisten nicht einmal den Gerichtssaal erreichen und von der Staatsanwaltschaft nieder geschlagen werden. Oder wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt es ausdrückte: Gut das mich keiner nach der Verfassung gefragt hat.

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beefclub 31.08.2013, 13:26
6. Der Staat darf alles!

Ob prügelnde Polizisten im Stadion, die Totalüberwachung des Internets durch BND und NSA oder die anlaßlose Telefonüberwachung durch den Verfassungsschutz - der Allmacht des Staates sind keine Grenzen mehr gesetzt. Doch wirklich zu interessieren, scheint dieser Leviathan im genauso saturierten wie gleichgültigen Merkel-Land eigentlich niemand mehr.

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dorfeller 31.08.2013, 13:36
7. Finde wirklich sehr gut das dieses Problem angesprochen wird

ohne jetzt sagen zu wollen das alle Polizisten an den Pranger gestellt werden sollen. Aber über Strategien sollte man ernsthaft nachdenken. So viel Gewalt wird durch Polizisten geweckt und heraus gefordert. Und fast noch nie wurde jemand zu Rechenschaft gezogen da ist es für fussballfans nicht nach zu vollziehen warum sie für jeden auch so kleinen Mist öffentlich angeprangert werden.

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ditor 31.08.2013, 13:42
8. Polizei hat Fehlerkultur

Die Polizei analysiert durchaus ihr Vorgehen, ändert dies auch - das konnte man schon bei diversen Demos etc. erkennen - und lehrt neue Erkenntnisse. Dies maximal öffentlich zu tun ist überflüssig. In der Fanszene scheint das erheblich weniger Fehlerkultur vorzuherrschen. Wer geistig damit überfordert ist den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten und nicht erkennen mag dass diese idR, und bei größeren Fussballspielen insbesonders, mehr Überblick über die Gesamtsituation haben, sollte von Großveranstaltungen ausgeschlossen werden.

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AlexanderMeier 31.08.2013, 13:57
9. Merkwürdiges Verständnis

Erstens ist mal klarzustellen: wir leben nicht in einer Polizeidiktatur a la Chile, und deshalb ist bei polizeilichen Maßnahmen zunächst von deren Rechtmäßigkeit auszugehen und den Anordnungen der Beamten Folge zu leisten. Oder soll jetzt jeder einen Aufstand machen und körperlichen Widerstand leisten, der ein vermeintlich ungerechtfertigtes Knöllchen bekommt oder der bei einem Unfall entgegen seiner eigenen Meinung als Verursacher ins Protokoll aufgenommen wird? Dann erstmal mit Stangen auf die Beamten einschlagen? Klar, in der großen `Fan´- Gruppe im Stadion reißt man erstmal richtig das Maul auf, was wollen die doofen Bullen? Besteht vielleicht der Wunsch nach einer polizeifreien Anarchie in Deutschland? Die Erhöhung der Polizeikontingente bei Gewalt im Stadion hat nichts gebracht? Und jetzt? Gar keine Polizei ins Stadion, dann gibts auch keine Gewalt mehr? Ich lach mich tot. Wer ist der Schreiber Gerd Dembowski und was will er mit seinen Aussagen hier bezwecken?

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