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Schach: Warum gibt es keine Top-Spieler aus Deutschland?
imago/ Sebastian Wells

Das Kandidatenturnier versammelt die weltweite Schach-Elite in Berlin-Kreuzberg. Doch unter den möglichen Herausforderern von Magnus Carlsen ist kein einziger Deutscher. Dafür gibt es mehrere Gründe.

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Newspeak 14.03.2018, 23:50
20. ...

Das Schlimme am Deutschen ist, dass er nichts ohne Vereinsmeierei machen kann. Gut im Schach wird man durch Freude am Spiel und evtl. einen Mentor, der einen fördert, aber nicht durch irgendwelche Verbände, unnötige Regeln, ständigen Wettbewerb und anderen Unsinn.

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bhgp 14.03.2018, 00:30
21.

Zitat von M.W. aus A.
... einfach zu langweilig. Spiele wie Cricket, American Football oder Baseball sind bei uns nicht so verbreitet wie Fußball, Handball. Wir kennen die Regeln einfach nicht. Sportarten wie Curling, Darts oder Billiard sind so einfach, daß es hier keiner großen Erklärunge bedarf. Die würde ich mir im Fernsehen oder sogar live ansehen. Schach nicht. Da ist es doch nachzuvollziehen, daß hier nicht genug Sponsoren gibt.
Ich verstehe Ihre Schlussfolgerungen nicht so ganz. Würden Sie die Regeln von Schach besser verstehen, würden Sie es denn dann im TV anschauen?

Ich kann Ihnen zumindest versichern, das man mit wachsender Spielstärke durchaus mitfiebern kann. Mittlerweile werden solche Events wie das Kandidatenturnier oder die WM live kommentiert, man kann auch als Schachlaie nebenbei eine Engine mitlaufen lassen und sich köstlich amüsieren, wenn Carlsen und Konsorten auch mal einen schwächeren Zug spielen. Es werden also durchaus Anstrengungen unternommen, dass Spiel auch Laien nahe zu bringen.

Für mich gibt es leider zwei Probleme im Schach:

Der Zeitaufwand für Training und Wettkampf ist beträchtlich. Das passt leider nicht zum aktuellen Zeitgeist. Dazu kommt dann natürlich die fehlende finanzielle Absicherung.

Schach ist in Deutschland kein Breitensport. Viele kennen gerade mal die wichtigsten Grundregeln und damit bleibt Ihnen leider die Schönheit des Spiels weitestgehend verborgen. In den Schulen gibt es viel verschenktes Potenzial: In vielen Studien wurde die positiven Effekte von Schach auf Konzentrationsfähigkeit und logisches Denken nachgewiesen. Insofern ist es sehr schade, dass so wenig schachbegeisterte Lehrer an Deutschlands (Grund-)Schulen unterrichten. Oft werden die Schach-AG's von pensionierten Schachfreunden betreut, aber flächendeckend ist da wahrlich nicht.

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rational_bleiben 14.03.2018, 01:28
22.

Zitat von TS_Alien
Es gibt wesentlich spannendere und abwechslungsreichere Bereiche als Schach, wenn man seinen Geist fordern möchte. Bereiche, in denen Computer niemals besser sein werden als Menschen.
Ah, interessant. Im menschlichen Gehirn finden also übernatürliche Prozesse statt, die künstlich grundsätzlich nicht abzubilden und nicht simulierbar sind?

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Nadelbaum 14.03.2018, 01:31
23.

Zitat von Ch. Demian
Sie scheinen wirklich massiv gekränkt sein? Zu einem Nischenthema, auf einen Artikel, den vermutlich außer ein paar Schachinteressierten niemand liest und dazu noch völlig am Thema vorbei, erproben Sie ihre kleinen Zickereien und Misogynien. Und vom Schach verstehen Sie auch nix, sonst wüsten Sie dass der König mitnichten so bedeutsam ist. Verstünden Sie etwas vom Schach, wüssten Sie dass die einzige weibliche Figur des Spiels im Grunde die wichtigste ist. Es wird Ihnen nicht gefallen, aber im Schach ist es wie in der Politik, lauter Burschen, die herumschawenzeln, aber letztlich kommt es auf die eine Dame an ;-) und den Freibauern natürlich. Lassen Sie mich raten, Sie fanden heute keinen Artikel von Frau Stokowski, also mußte ein anderer Feind her um Ihre kleinen anti-feministischen Ketzereien zu verbreien? Ich würde mal den Tip riskieren, dass Sie hier unter Schachinteressierten so viel erfolg hatten, wie andere Beseelte, die selbst in ein Geburtstagsständchen ihre Botschaft einschmuggeln (entweder muß Merkel weg, oder die AfD her oder die Frauen gedisst, oder die Zuwanderer beschimpft... A propos! Ein Tip für weitere Hetze: die Hälfte der Beteiligten beim Schach ist schwarz!)
Er hatte wahrscheinlich kurz vorher, so wie ich auch, den Artikel und die Kommentare zur "Sparkassenrebellin" gelesen; und war davon noch ganz eingenommen.

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commandertom 14.03.2018, 06:17
24. Zugegebenermaßen...

...ist es manchmal sehr schwierig, eine Ironie auch als solche zu erkennen. Vielleicht hätte ich so ein zwinkerndes ;-) hinzufügen müssen, sorry.

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Ronja2 14.03.2018, 16:13
25. Deutsche Wertungszahlen

"Zur Einordnung: Selbst der 13-jährige Vincent Keymer, dem Garri Kasparow einmal den Sprung in die Weltspitze zutraut, hatte die 2000 DWZ mit zehn Jahren noch nicht erreicht.""

Das ist tatsächlich falsch. Vincent Keymer hatte bereits an seinem 10. Geburtstag eine DWZ von sogar über 2100.

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bishop_walker 17.03.2018, 09:20
26. Nicht interessant genug?

Vielleicht liegt es auch daran, dass Schach als Sport nicht interessant genug, bzw. für manche auch nur langweilig ist. Tennis beispielsweise war bis Boris Becker in Deutschland ein "Nischensport". Meines Erachtens nach muss auch kein Land in jeder Sportart immer die Nr. 1 sein, bzw. ganz oben mitspielen.

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commandertom 27.03.2018, 22:15
27. Zugegebenermaßen...

Zitat von Ch. Demian
Sie scheinen wirklich massiv gekränkt sein? Zu einem Nischenthema, auf einen Artikel, den vermutlich außer ein paar Schachinteressierten niemand liest und dazu noch völlig am Thema vorbei, erproben Sie ihre kleinen Zickereien und Misogynien. Und vom Schach verstehen Sie auch nix, sonst wüsten Sie dass der König mitnichten so bedeutsam ist. Verstünden Sie etwas vom Schach, wüssten Sie dass die einzige weibliche Figur des Spiels im Grunde die wichtigste ist. Es wird Ihnen nicht gefallen, aber im Schach ist es wie in der Politik, lauter Burschen, die herumschawenzeln, aber letztlich kommt es auf die eine Dame an ;-) und den Freibauern natürlich. Lassen Sie mich raten, Sie fanden heute keinen Artikel von Frau Stokowski, also mußte ein anderer Feind her um Ihre kleinen anti-feministischen Ketzereien zu verbreien? Ich würde mal den Tip riskieren, dass Sie hier unter Schachinteressierten so viel erfolg hatten, wie andere Beseelte, die selbst in ein Geburtstagsständchen ihre Botschaft einschmuggeln (entweder muß Merkel weg, oder die AfD her oder die Frauen gedisst, oder die Zuwanderer beschimpft... A propos! Ein Tip für weitere Hetze: die Hälfte der Beteiligten beim Schach ist schwarz!)
..hätte ich gerade in der „Schach-Nische“ etwas mehr an intelligenter Abgeklärtheit und weniger dumpfes Empfinden vermutet, deshalb hatte ich den zugegebenermaßen gescheiterten Versuch eines eher ironisch gemeinten Kommentares gerade hier positioniert.....aber vielleicht erklärt gerade dies die Frage, warum in D so wenig Schachelite existiert.

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