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US Open: Serena Williams verliert Finale nach Punkt- und Spielabzug
JASON SZENES/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Was für ein Drama in New York: Serena Williams hat sich im Finale der US Open mit dem Schiedsrichter angelegt. Davon profitierte die Japanerin Naomi Osaka, die ihren ersten Grand-Slam gewann.

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bremen.28199 09.09.2018, 01:46
10.

Egal, eine tolle Siegerin mit Naomi Osaka,einfach toll und sympathisch was diese junge Frau geboten hat

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peterpretscher 09.09.2018, 01:52
11. Nach 20 Jahren Tennisspielen sollte Serena Williams, die......

......Tennisregeln kennen.
Der Schiedsrichter hatte Recht und Sie hätte, so oder so, das
Spiel gegen Osaka verloren!

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bp2 09.09.2018, 02:04
12. der korrekte Ablauf der Geschehnisse...

Der Ablauf der Verwarnungen war folgendermaßen:
1) Der Trainer von Williams hat nicht nur die Daumen nach oben gereckt sondern beide offenen, zueinenader zeigenden Handflächen hin und her bewegt. Die amerikanischen Kommentatoren haben dies als Aufforderung an Williams verstanden verstärkt ans Netz vorzurücken. Im Interview nach dem Spiel hat der Coach auch zugegeben gecoacht zu haben, wobei er aber auch gesagt hat, dass alles Coaches coachen und er noch nie verwarnt wurde. Und es fraglich ist, ob Serena dies überhaupt mitgekriegt hat. Trotzdem: Unerlaubtes Coaching, Verwarnung korrekt - auch wenn es fraglich ist, ob man das bestrafen sollte.

2) Die zweite Verwarnung erfolgte nach dem Rebreak von Osaka. Williams zerstörte ihren Schläger auf dem Court. Unstrittige, korrekte Verwarnung und damit Punktabzug.

3) Die dritte Verwarnung erfolgte, wie beschrieben, nachdem Williams den Schiri als "Dieb" bezeichnete. Inwieweit man für sowas eine Verwarnung bekommt, kann ich nicht nachvollziehen, da ich da nicht regelfest bin. Aber nachvollziehen kann ich diese Entscheidung. Und Williams ist selbst schuld, dass sie sich in die Gefahr begibt, ein Spiel abgezogen zu bekommen.

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jbochow 09.09.2018, 03:24
13. Wirklich?

Ach so, Serena Williams ist nur ausgerastet, weil sie Mutter geworden ist. Die konnte quasi gar nichts dafür, ist Opfer ihrer eigenen körperlichen Situation geworden? Das ist ja mal ne steile These.

Und dann auch noch zu behaupten, dass es bei Serena Williams nicht vorkommt, dass sie den Schläger (sehr fachmännisch) zerlegt. Das hat auch nichts mit der gelebten Realität zu tun. Einfach mal bei youtube schauen.

Serena Williams ist 2009 im Halbfinale bereits einmal komplett disqualifiziert worden, weil sie eine Linienrichterin bedroht hat (Schiedsrichterin war damals eine Frau). Und 2011, als sie im Finale gegen Stosur am Verlieren war, hat sie sich auch mit der Schiedsrichterin angelegt.

Diese Frau ist ne große Kämpferin, die gibt immer alles um zu Gewinnen. Und manchmal gehen halt die Pferde mit ihr durch. You live by the sword you die by the sword.

Ist letztendes auch nicht wichtig, die Osaka hat gewonnen, weil sie an diesem Tag einfach besser war.

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wem 09.09.2018, 03:33
14. Gratulation an Osaka - Williams sollte sich schämen und entschuldigen

Naomi Osaka hat fantastisches Tennis geboten, war im 1. Satz deutlich überlegen, im 2. ebenfalls die bessere Spielerin.
Es war eindeutiges Coaching von Moratoglu und die Verwarnung damit gerechfertigt. Die Interpretation des Autors "Nach einem gewonnenen Ballwechsel reckte ihr Trainer Patrick Mouratoglou den Daumen nach oben. Vermutlich, um Williams zu motivieren." ist nicht nachvollziehbar. Es handelte sich um klare taktische Anweisungen und damit Coaching (zu sehen bei YouTube unter der ID rvX9Xca50oQ - www.youtube.com/watch?v=rvX9Xca50oQ). Verständlich, daß sich Moratoglu über die Verwarnung nicht beschwerte.
Die zweite Verwarnung für das Zerschlagen ihres Schlägers ist ebenfalls unstrittig und führte nach den Regularien verdient zu einem Punktabzug (0:15).
Das Beleidigen und Bedrohen des hocherfahrenen Stuhlschiedsrichters Ramos hätte auch zum sofortigen Spielabbruch und Wertung für Osaka führen können. Insofern war der Punkteverlust zum 3:5 bei Break vor und Aufschlag Osaka im zweiten Satz gnädig.
Williams sollte sich bei Osaka dafür entschuldigen, daß sie den verdienten Gewinn ihres ersten Grand-Slam Titels leider nicht genießen konnte. Sie sah sich sogar zu einer Entschuldigung für ihren Sieg über Williams bei dem sie ausbuhenden Publikum genötigt. Ebenso sollte Williams sich bei Ramos entschuldigen, der wohl aus Sicherheitsgründen aus dem Arthur Ashe Stadion eilen mußte und dem die sonst übliche Schiedsrichterehrung durch ihr unwürdiges Verhalten verwehrt blieb.
Weiter so Naomi, mit 20 Jahren werden wir noch viel von Dir hören. Willliams sollte mit ihren 36 Jahren die Konsequenzen ziehen.

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jomai 09.09.2018, 04:23
15. Aha

Ein Daumen nach oben ist also unerlaubtes coaching. Dann muss jeder Applaus aus dem Publikum aber bitte auch als unerlaubtes Coaching gewertet werden. Denn wie will der Schiedsrichter denn wissen ob da nicht ein Betreuer der Spielerin / Spielers sitzt.

Mann kann ein Schiedsrichter sein und man kann ein Pedant sein, beides zusammen funktioniert aber ueblicherweise nicht.

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conillet 09.09.2018, 05:15
16. Gute Verliererin?

In der anschließenden Pressekonferenz stellte Williams ihre minutenlange Schimpftirade gegenüber dem Schiedsrichter als Kampf für Frauenrechte dar. Dass sie selbst irgendetwas falsch gemacht haben könnte, kam ihr offenbar nicht in den Sinn. Ihr Trainer gab den Regelverstoß des "Coaching" per Geste übrigens freimütig zu, und das war auch kein "Daumen hoch" sondern eine ziemlich eindeutige Aufforderung, mehr ans Netz zu gehen (was die Spielerin dann auch prompt tat). Es stimmt zwar, dass Williams bei der Siegerehrung das Publikum bat, die Buhrufe einzustellen (immerhin!), aber da war es schon zu spät: Der armen Naomi Osaka, die das Spiel ihres Lebens gemacht hatte, hatte sie mit ihrem Drama Queen-Auftritt zuvor schon die Freude am wohlverdienten Sieg nachhaltig verdorben.

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sting111 09.09.2018, 07:13
17. In erster Linie

hat sich SW bei den Supervisor darueber beschwert, dass Verwarnung und Strafen ausgesprochen wurden, weil sie womoeglich eine Frau ist. Maenner wuerden nicht so behandelt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=uiBrForlj-k

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WillyWusel 09.09.2018, 07:35
18. kleine Ergänzung

1. Serena hat die erste Verwarnung bekommen, weil ihr Trainer Patrick Moratoglu eine eindeutige Geste von außen gemacht hat: Er hat ihr, als sie bereits klar zurück lag, signalisiert, sie solle häufiger ans Netz gehen. Als er nicht sicher war, ob sie diese Geste gesehen hatte, hat er sie dreimal wiederholt. Das ist klares Coaching und muss den Regeln nach mit einer Verwarnung bestraft werden.
2. Später hat Serena ihren Schläger auf dem Platz ihren Schläger zertrümmert. Auch da gibt es keinerlei Spielraum für den Schiedsrichter: Das ist eine klare Verwarnung.
3. Während eines Seitenwechsels hat Serena, die da emotional schon total überdreht war, sich auf eine heftige lautstarke Diskussion mit dem Schiedsrichter eingelassen. Was sie ihm da an den Kopf geworfen hat, kann man vermutlich nachvollziehen, wenn man das möchte, da sie extrem laut war. Ich schätze mal, sie hat auch diese dritte Verwarnung verdient. Zumal sie den Schiri offenbar als Lügner und Dieb bezeichnet haben soll.

So, die Regeln im Tennis sind klar:
1. Verwarnung: keine direkten Folgen
2. Verwarnung: Punktabzug
3. Verwarnung: Abzug eines kompletten Spiels.

Serena war zu dem Zeitpunkt schon deutlich auf der Verliererstraße. Osaka war die bessere Spielerin. Aber mit diesen Ausfällen hat Serena sich selbst das Leben noch deutlich schwerer gemacht. Und sie hat in gewisser Weise der klar besseren Naomi Osaka das Endspiel ihres Lebens versaut, auch, wenn sie sich bei der Siegerehrung wieder sehr anständig verhalten hat.

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Frida_Gold 09.09.2018, 07:38
19.

Ach naja, lieber eine Sportlerin mit überkochenden Emotionen als eine Langweilerin. Immerhin ist sie doch auch noch eine gute Verliererin und gönnt der Konkurrentin den Sieg.
Muss man nicht so breittreten, finde ich.

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