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Alkoholfreie Essensbegleitung: "Tannenlimo schmeckt gut mit Pilzen"

Wer essen geht und keine Lust auf Wein hat, dem bleibt oft nur Wasser. Das fand die Önologin Nicole Klauß zu langweilig. Sie begann zu experimentieren, welche Getränkearomen zu welchem Essen passen.

crabcrab 11.04.2017, 08:46
1. Alternativen ja, Übertreibung ist aber albern...

Ein bischen mehr Kreativität in den Restaurants wäre tatsächlich toll. Wobei es in der Regel ja doch ein paar mehr unalkoholoische Getränke als Cola, Fanta, Sprite gibt. Grundsätzlich verstehe ich aber nicht, warum stilles Wasser nicht zu jedem Essen passen soll – insbesondere, wenn man während des Essens selbst nicht allzu viel trinkt, sondern eher davor und danach. Und das mit den 15 Sorten Wasser ist albern: die meisten Leute können bei Blindverkostungen nachgewiesernermaßen selbst Markenbiere kaum unterscheiden. Und das ist auch völlig ok so, Essen als Studie feinster Geschmacksunterschiede ist eher ein Hobby denn eine Notwendigkeit!

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Der_schmale_Grat 11.04.2017, 12:26
2. Spannender Beitrag!

Obgleich ich gerne Wein und auch mal Bier trinke, finde ich die akribische Herangehensweise bemerkenswert und meinen Horizont erweiternd.

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wdiwdi 11.04.2017, 13:36
3. Der Stoff Limone

Den gibt es nicht. Gemeint ist offensichtlich LimoneN.

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rennflosse 11.04.2017, 13:45
4. Wo ist das Problem

Ich verstehe, dass jemand Geld verdienen möchte, indem er / sie ein Buch schreibt. Dabei können auch Lösungen beschrieben werden für Probleme, die bisher niemand hatte.

Fakt ist, dass sich in jeder Speisekarte eines Restaurants alkoholfreie kalte und heiße Getränke finden und das zumeist noch in großer Auswahl. Längst gibt es nicht nur Apfel- sondern diverse andere Fruchtschorlen, biologische Limonaden, Gewässer verschiedener Modemarken in still, medium oder prickelnd, Säfte aller Art, usw.

Ansonsten kann jeder bestellen, was er will. Als Autofahrer bin ich auf alkoholfreie Getränke abonniert und bestelle meist einen Spezi. Mein bekanntester Bekannte nimmt entweder Tee (Darjeeling) oder Mineralwasser. Meine Frau tendiert zum Ginger Ale, oder Tomatensaft.

Ein Getränk mit Tannenaroma würde mich interessieren, wie das schmeckt. Ich kann es mir momentan nicht vorstellen, in meiner Fantasie steigt mir der Duft von Fichtennadelbädern in die Nase.

Wenn ich mal nicht fahren muss: Wein geht ja, aber Bier zerstört jedes gute Essen. Ist aber meine Privatmeinung, darf jeder anders sehen.

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Celegorm 11.04.2017, 14:43
5.

Zitat von crabcrab
Ein bischen mehr Kreativität in den Restaurants wäre tatsächlich toll. Wobei es in der Regel ja doch ein paar mehr unalkoholoische Getränke als Cola, Fanta, Sprite gibt.
Würde ich auch meinen. Oder anders gesagt: Die biederen, einfallslosen Essensabfertigungs-Gaststätte haben ja auch bei den alkoholischen Getränken keine gut geschweige denn passende Auswahl (und beim Essen im übrigen ja auch nicht). Auf diesem Niveau der langweiligen Allerweltsgastronomie ist insofern eh Hopfen und Malz verloren.

Geht man hingegen in etwas kreativere und bessere Restaurants, dann gibts meist auch bei den alkoholfreien Getränken eine durchaus breitere und manchmal interessante Auswahl. Selbst wenn diese gegenüber dem Wein die zweite Geige spielen, aber das tun Bier, Cider, etc. ja meist genau so. Es gibt ja beispielsweise auch in der Spitzengastronomie noch überraschend wenig Lokale, die eine angemessene Bierauswahl haben und diese gar mit Fachkenntnis nutzen.

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hr.lich-daemlich 11.04.2017, 14:45
6. Wasser ist doch super

Also ich trinke inzwischen gerne Wasser. Ich wohne in Berlin, deshalb nehme ich es auch gerne aus der Leitung, denn wir hatten eigentlich nie in der Geschichte der Menschheit Zugriff auf so sauberes Wasser (trifft leider nicht überall zu). Das Supermarktwasser ist mir etwas vergangen, als ich mitbekommen habe, dass da auch wieder viele Produktverunreinigungen auftreten, die aber mal wieder nicht in der breiten Öffentlichkeit kommuniziert werden. Die bakterienverseuchte Aldi Milch, die in der letzten Zeit auftauchte hatte auch ein Verfallsdatum, bei den man davon ausgehen konnte, dass die private Bestände schon aufgebraucht sind, da "frische" Milch aus dem Supermarkt schon drei bis vier Monate weiter in der Haltbarkeit waren. Deswegen lieber etwas reineres Trinken ohne Zusätze (zumindest in der Masse, Kaffee, Limo und anderes Zeug trinke ich auch). Die Tannenbrause hab ich auch schon probiert. Sie ist eigen, aber nicht unlecker.

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Miere 11.04.2017, 23:36
7. In dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass ich mal Gurkenlimonade trinken wollen sollte,

traue ich mir zu, selber herauszufinden, zu welchem Essen die passt. Gurkenlimonade zu Gerichten, zu denen man auch Gurkensalat essen würde - juhu, endlich gibt es ein Buch, damit man sowas nachschlagen kann!

Ich verstehe das Problem nicht. Ein normales Restaurant hat doch mehr Getränkeauswahl als Wasser, Cola und Schorle. Außer an der Pommesbude gibt's doch fast überall Malzbier, mehrere Fruchtsäfte und Limonaden, und auch Tee. Mein Lieblings-Inder macht ein phantastisches Mango-Lassih.

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inverts 12.04.2017, 09:01
8. Hoch erfreut!

Freue mich das Buch zu bekommen. Experimentiere selber damit, z.B. Loquat, Ribes aureum Syrup, Holunder mit Zitronenverbena, Grapefruit-Ingwer. Bei Tee sieht's in Restaurants echt duster aus. Auch in Sternentempeln bekommt man nur irgendwas im Beutel, wird dann noch mit kochendem Wasser zerstört. Single garden Darjeelings, Jahrgangs oolongs oder sogar puh-ers, oder vielleicht ein gelber Tee? Fehlanzeige überall. Kontrollierte Wassertemperatur? Dream on.

Bei Alinea in Chicago gabs mal eine alkoholfreie Getränke-Paarung. Ein guter Anfang, hätte aber durchaus weiter entwickelt werden können.

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sotomajor 12.04.2017, 12:17
9. Angebote

Das ist eine gute Überlegung, mir fällt da "Wein ligth" ein oder so ähnlich. Einen grossen Wein mit weniger Alkohol würde ich gerne zum guten Essen geniessen. Es müssen ja nicht unbedingt immer über 10 % Alk sein, das jeder nach zwei Gläsern bedüdelt ist. Aber nur einen Fruchtsaft oder Leitungswasser kann ich mir nicht vorstellen. Da bleibt dann die Esskultur auf der Strecke. Ich war auch sehr überrascht, wie gut ein alkoholfreies Bier mittlerweile schmeckt, hat man seine Anfänge noch in Erinnerung. Der falsche Weg aber wäre wie üblich auf den Fitnesstrip zu gehen zur Körperminimierung, davon gibt es derzeit nun wirlich schon genug.

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