Forum: Stil
Arbeiten im Gotteshaus: Hau rein, Kapelle!
Gregory Nijs, Klaarchitectuur/ Foto: Valerie Clarysse

Ora et labora, bete und arbeite - in diesem belgischen Architekturbüro ist's möglich. Ursprünglich war das Gebäude ein Gotteshaus. Einen Altar und ein Kreuz gibt es immer noch, mit neuen Funktionen.

Alien1503 09.11.2017, 22:09
1.

Die Kombination von Altem mit Neuem ist immer ein gewagtes Spiel. Sie muss gut ausgeführt werden. Gerade solche Dinge, wie der Dachdurchbruch, geben dem Ganzen die ganz besondere Note, die mir gefällt.

Ein auch sehr gelungenes Beispiel ist der Wiederaufbau des Klosters Volkenroda in Thüringen unter Verwendung des Christus - Pavillons der Expo Hannover.

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Papazaca 10.11.2017, 11:44
2. Bei der Nutzung von Kirchen habe ich komische Gefühle

Der Innenausbau sieht ja ganz gut. Der Dachdurchbruch,hmm
Die Nutzung des Kreuzes fand ich schon komisch. Rational ist eine eine Kirche natürlich nur ein Gebäude. Emotional stimmt das natürlich nicht. Ich denke dann aber auch an den Niedergang der Kirche. Und obwohl ich Atheist bin ist das auch ein Verlust, so wie der Niedergang von Gewerkschaften, Großfamilien, Vereinen und sonstigen althergebrachten Strukturen.

Ich habe keine Probleme mit afrikanischem Voodoo und Juju. In einer Kirche mit anderer Nutzung würde ich mich nicht wohlfühlen. Erinnert mich nachhaltig an die Misere der Kirche.

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Q16 11.11.2017, 23:19
3. Kein Titel

Zitat von Papazaca
Der Innenausbau sieht ja ganz gut. Der Dachdurchbruch,hmm Die Nutzung des Kreuzes fand ich schon komisch. Rational ist eine eine Kirche natürlich nur ein Gebäude. Emotional stimmt das natürlich nicht. Ich denke dann aber auch an den Niedergang der Kirche. Und obwohl ich Atheist bin ist das auch ein Verlust, so wie der Niedergang von Gewerkschaften, Großfamilien, Vereinen und sonstigen althergebrachten Strukturen. Ich habe keine Probleme mit afrikanischem Voodoo und Juju. In einer Kirche mit anderer Nutzung würde ich mich nicht wohlfühlen. Erinnert mich nachhaltig an die Misere der Kirche.
Sehe ich ähnlich. Ich bin zwar kein religiöser Mensch, aber ich respektiere alte Kirchen. Unzählige Menschen haben jahrzehnte- oder gar jahrhundertelang an diesen Orten gemeinsam oder allein ihre Andachten abgehalten und ihre Nöte offenbart.
Das ist etwas anderes als ein alter Bahnhof etc.
Den Ersatz von Altar und Kreuz durch eine ähnlich gestaltete Küchenzeile empfinde ich als absolut geschmacklos.

Wenn man die alten stabilen Mauern noch nutzen kann und will, dann soll man das eben tun. Aber dann soll bitte auch alles, was an die religiöse Vergangenheit erinnert, entfernt werden. Und nicht durch profane "boah-bin-ich-hipp"-Elemente in's Lächerliche gezogen werden.

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