Forum: Stil
Architekturbiennale in Venedig: Auf den Standpunkt kommt es an
AFP

Das Thema der 16. Architekturbiennale ist "Freiraum". In den Städten wird er knapp, auf dem Land liegt er brach. Deutschland thematisiert seine Teilung - und zeigt: alles eine Frage der Perspektive.

Papazaca 02.06.2018, 08:27
1. Eher verkopfte Konzepte! Und das breite Publikum?

Auf den den ersten Blick werden viele Vorurteile bestätigt, die eine breite Öffentlichkeit von Architektur hat: Zu verkopft und unverständlich, eher für Architekten. Statt handfeste Konzepte für dringende Probleme zu präsentieren wie zum Beispiel gutes und preiswertes Bauen in der dritten Welt, neue Konzepte für Müllaufbereitung und Kläranlagen oder wie das Straßensystem sich bei selbstfahrenden Autos verändern könnte, werden "Elfenbeinturmprobleme"thematisiert.

Richard Serra war bei dem Mauerthema zur deutschen Teilung offensichtlich Ideengeber, geklaute Ideen sind aber nie überzeugend. Und wenn wir von Mauern sprechen, sind die geplante Mauer zu Mexiko oder die israelische Mauer sicher relevanter. Ausgerechnet der Vatikan hat mit seinen 10 Kirchen interessante und nachvollziehbare Architektur präsentiert.

Fazit: Die momentane Architektur macht entweder viel Geld durch Stararchitektur und Dekorateure, für den Mittelstand werden eher mittelmäßige Konzepte realisiert ((siehe Deutschland), aber die großen Probleme werden entweder zu verkopft angegangen oder gleich ganz übersehen. Eine Ausstellung eher für Architekten mit zu viel Zeit.

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