Forum: Stil
Ausstellung "Women on View": Frauen als Einzelteile
Jean-Daniel Lorieux/ Galerie 36

Versprochen, nach dieser Ausstellung wundert sich niemand mehr über das Frauenbild unserer Gesellschaft. Fünf Räume voller Werbefotografie, berühmte Fotografen - und Frauenverachtung. Unfreiwillig.

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bitte.was 07.02.2019, 15:40
1.

Ist die Autorin schon einmal in der Herrenabteilung von Hollister gewesen? Wenn nicht empfehle ich ihr einen Ausflug dorthin. Das einzige was Artikel wie diese zeigen ist die Tatsache, dass viele Frauen anscheinend dermaßen unzufrieden mit sich selbst sind, dass sie ihren Gesamten Frust auf die Modeindustrie projizieren. Ja, die Branche hat Probleme. Aber die Emotionen die von feministischer Seite aufgebracht wird um dagegen anzugehen spricht Bände...

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ellereller 07.02.2019, 15:50
2. Wenn

mit der im Text beschriebenen Werbefotografie "für eine Parfummarke von 1986, auf der die Frau sich nackt vor dem Betrachter in den Sand wirft als sei er Gott", diejenige Aufnahme gemeint ist, die auch den Artikel illustriert - und dafür sprechen unter anderem die Identität des Fotografen und des Jahres -, dann hat die Autorin entweder eine sehr sehr konservative Vorstellung von der Grenze zwischen Nacktheit und Bekleidet-Sein, oder aber ein interessanter, wahrscheinlich psychologisch zu erklärender Faktor hat zu einer Fehlwahrnehmung oder -erinnerung geführt.

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klaremeinung 07.02.2019, 16:08
3. Witzigerweise 3 Maus-Scrolls weiter unten...

...der Spiegel Artikel "Gala in New York - Küren Sie den schönsten Promi-Look", wo man sich durchklicken soll, um die zur Schau gestellten Oberflächlichkeiten des roten Teppichs zu bewerten.

DAS finde ich wenn schon daneben.
Gilt aber genauso für die Damen, die sich dort prominent platzieren, um wenigstens ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen.

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mafreschi 07.02.2019, 16:08
4. Jupp, ich stimme zu!

Ästhetik ja, immer gerne, da gucke ich hin, ob Mann oder Frau. Aber in dieser Ansammlung von Werbefotos wie in dieser Ausstellung (habe sie gesehen!!) ist das ein Spiegelbild, wie die Frauen für Werbezwecke "eingesetzt" werden. Warum nicht mit Taten oder Errungenschaften von Frauen werben?

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Steve Holmes 07.02.2019, 16:16
5. Geschmacksfrage

Anne Haeming mag von diesen Bildern anwidert sein. Anderen Gefallen sie. So hat jeder ein Recht auf seinen eigenen Geschmack.

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Steve Holmes 07.02.2019, 16:20
6.

Zitat von mafreschi
Ästhetik ja, immer gerne, da gucke ich hin, ob Mann oder Frau. Aber in dieser Ansammlung von Werbefotos wie in dieser Ausstellung (habe sie gesehen!!) ist das ein Spiegelbild, wie die Frauen für Werbezwecke "eingesetzt" werden. Warum nicht mit Taten oder Errungenschaften von Frauen werben?
Diese Frauen werden ja sehr gerne für Werbezwecke eingesetzt und dafür sehr gut bezahlt. Modell ist für viele Frauen ein Traumberuf den nur wenige erreichen und von den anderen dafür beneidet werden.

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Macka Bär 07.02.2019, 16:27
7. Glückliche Männer

Da können sich die Männer dagegen aber richtig glücklich schätzen, wenn sie in der in der Werbung meist als fleischfressende Neandertaler, dumpfe Handwerker, grenzdebile Väter oder primitive Autonarren dargestellt werden...

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Papazaca 07.02.2019, 16:30
8. Frauen, Ästhetik und die Werbung

Klar werden Frauen oft in der Werbung benutzt, um zu verkaufen. Aber das Objekt ist das Parfum, die Frau ist die optische Beigabe. Die Werbung nutzt aber auch Männer, Babies und attraktive Tiere. Eben alle, was verkauft. Diese Verdinglichung ist also allumfassend und beschränkt sich nicht nur auf Frauen.

Übrigens sind es deswegen "Traumfrauen" und "Traummänner", weil "normale Menschen" heute oft übergewichtig sind. Wir sehen also oft eine Idealisierung der Welt.

Menschen waren aber schon immer in der Kunst idealisierte Objekte. Der David von Michelangelo ist ein Mann, keine Frau. Auch ein Objekt, weil Michelangelo scheinbar schwul war?

Die Objektbezogenheit ist eher Ausdruck des Kapitalismus, in Gambia werden "Golden Boys" oder "Beach Boys" und werden von" älteren weißen Frauen" bezahlt. Richtig, diesen Begriff gibt es auch.

Ich kann die Frauen verstehen. Sie haben oft recht. Aber mit einer einseitigen Kritik macht man sich oft lächerlich. Selbstbewußte Frauen könnten mit dem Thema souveräner umgehen. Plötzliche Aufschreie des Entsetzen wirkt in einer Gesellschaft von Porno und Puffs eher komisch und forciert.

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bionicbee2000 07.02.2019, 16:35
9. Aha

Zitat von mafreschi
Ästhetik ja, immer gerne, da gucke ich hin, ob Mann oder Frau. Aber in dieser Ansammlung von Werbefotos wie in dieser Ausstellung (habe sie gesehen!!) ist das ein Spiegelbild, wie die Frauen für Werbezwecke "eingesetzt" werden. Warum nicht mit Taten oder Errungenschaften von Frauen werben?
Und wie soll das gehen? Das neue Auto fährt übrigens auch Frau Soundso, Nobelpreisträgerin in wasauchimmer. Das Parfüm nimmt auch Malerin 123 her.
Ja ne is klar.

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