Forum: Stil
Concept Stores: Das Schaufenster als Bühne
Pedro Sadio

Regale werden zu Galerien, Ware zu Kunst: Concept Stores sind in, doch nicht immer stimmt das Programm für die Kunden. Isabel Metzger hat Ladenbetreiber besucht, die wenig verkaufen und genau deshalb erfolgreich sind.

cagutmann 04.12.2017, 16:36
1. Colette macht zu weil Colette aufhört

Der Laden war jahrzehntelang unfassbar erfolgreich. Dort gab es definitiv keine Ladenhüter. Das Konzept beschränkte sich auch, ähnlich wie bei Urban Outfitters, darauf, ganz viele verschiedene Dinge zusammen zu verkaufen. Geschenke, Fashion, Streetwear neben Luxus-Abendkleidern und Reiseführern. Aber die Gründerin ist zu alt und schließt und zwar freiwillig.

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dasfred 05.12.2017, 18:19
2. Wenn kaufen allein nicht mehr befriedigt

Meine erste Assoziation war nicht ganz Jugendfrei. Sie ging so in Richtung Etablissement für gehobene Ansprüche. Mein zweiter Blick richtete sich auf einen anderen Aspekt. Man geht nicht mehr shoppen um etwas neues in Besitz zu bringen, man kauft eine Kleinigkeit und honoriert damit eine Vorstellung. Man genießt den Aufwand der betrieben wird, den Kunden auf eine neue sinnliche Art zu umgarnen. Faszinierend wie es gelingt, immer wieder neue Arten des Broterwerbs zu entwickeln. Der Kaufmann, gleichzeitig Künstler, Lebensberater und Wohltäter. Und das Konzept findet sogar einen fruchtbaren Boden. Oder wie meine Großmutter es ausgedrückt hätte: Wat dat nich allns gift up de Welt.

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