Forum: Stil
Der weibliche Blick: Wenn Frauen Frauen fotografieren
Leah Schrager

Gibt es so etwas wie weibliche Fotografie? Wie inszenieren sich Mädchen in den sozialen Medien? Ein Bildband zeigt Frauen mit dem besonderen Blick.

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Rosmarinus 11.08.2017, 12:45
1. Bin mir nicht sicher.

Es wäre doch mal interessant, Bilder von männlichen und weiblichen Photografen ohne Autorenanbegaben zu veröffentlichen und dann mal zu sehen, ob man da tatsächlich Unzerschiede sieht. Ich denke eher, die werden herbeiinterpretiert.

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TLB 11.08.2017, 12:53
2.

Bei jeder Art Kunst frage ich mich, was ist die Idee, was steckt dahinter, regt das Bild (das Werk allgemein) etwas in mir an. Bei Fotografie neigt man natürlich schnell dazu, diese Kunstform gering zu schätzen, schließlich kann ja jede(r) mit einem Samrtphone tausende Bilder knipsen. Also ist die Frage, was ist denn hier das Besondere, noch wichtiger. Mich überzeugt dieser so genannte weibliche Blick nicht. Eine Frau zwischen zwei Toastscheiben erzeugt keine Resonanz in mir. Bei Bild fünf wird mir zwar durch die Erwähnung des gewissen Etwas im Text mitgeteilt, dass da noch was wäre außer einer Frau mit Katze. Aber was? Und natürlich muss man (Bild 12) keine Parfümwerbung machen, aber was ist eine durch eine Strelitzie gesteckte Zunge mehr als eine durch eine Strelitzie gesteckte Zunge? Wo ist denn hier der weibliche Blick?

Bild sieben könnte ich wegen seiner farblichen Gestaltung einen gewissen plakativen Reiz abgewinnen, aber das Buch insgesamt findet mit Sicherheit nicht den Weg in meine Sammlung

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Mertrager 11.08.2017, 12:59
3. Will keiner hören

Zitat von Rosmarinus
Es wäre doch mal interessant, Bilder von männlichen und weiblichen Photografen ohne Autorenanbegaben zu veröffentlichen und dann mal zu sehen, ob man da tatsächlich Unzerschiede sieht. Ich denke eher, die werden herbeiinterpretiert.
Nach meinen Erfahrungen ist es so, wie hier angedeutet. Die Unterschiede verschwimmen. Aber in unserer Zeit arbeiten die meisten Publikationen diesen nicht greifbaren Unterschied immer wieder heraus. - Und Zweifel sind unerwünscht. Sie sind so überflüssig wie Studien, die da etwas belegen könnten.

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felisconcolor 11.08.2017, 13:32
4. Ich

bin mir jetzt nicht sicher was ich von den Bildern halten soll. Ein Frauenkopf zwischen zwei Toastscheiben etc etc. . Seinen wir ehrlich hätte ein Mann diese ganzen Fotos gemacht würde er heute in der Luft zerrissen. Bei eine Frau wird es zur Befreiung aus der maskulinen Sichtweise. Was ist an weiblichen Brüsten anders wenn sie von einer Frau fotografiert wurden. Zumal sich an den Bildkompositionen sich nun wirklich gar nichts geändert hat. Ich bin ein Mann und möchte das verstehen.... Entschuldigung, ich Dummerchen, ich bin ja ein Mann und kann per se nicht verstehen. Erkennt jemand das Paradoxon?

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karlheinzhepperle 11.08.2017, 13:38
5. Durchweg schlecht!

Da ist wirklich kein einziges gutes Bild dabei, Glückwunsch zu der Leistung. Da kann „Frau“ auch einen noch so pseudo intellektuellen Text drunter schreiben, das macht eine schlechte Arbeit auch nicht besser. Die fotografierten Frauen können einem leidtun, bei solch depressiven Bildern ist es kein Wunder wenn im Text steht dass jede Frau ein Teil ihres Körpers hasst. Dabei hätte man sie durchaus besser und lebensfreundlicher darstellen können. Dabei sind Frauen Experten darin sich in sozialen Medien darzustellen und können sehr gute Bilder von sich machen.

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oil-peak-fan 11.08.2017, 13:52
6. Kunst?

Vielleicht. Auf mich wirken inszenierte Motive regelmäßig langweilig bis uninteressant. Inwieweit man einen Unterschied zwischen weiblichen oder männlichem Blick erkennen kann, hat sich mir noch nicht erschlossen. Letztlich ist nahezu alles schon mal dagewesen (Bild 1 etwa erinnert mich an das Cover von Ummagumma, Pink Floyd). Im Unterschied zu gestern sind Fotos heute schnell, einfach und beliebig zu bearbeiten und damit manipulierbar. Und es gibt mindestens so viele Fotografen wie Smartphones. Insofern dienen Fotos heute überwiegend der Selbstdarstellung, Selbstinszenierung und dem Exhibitionismus. Dieses Genre nun noch mit Gender-Ideologie zu befrachten, ist albern.

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bamesjond0070 11.08.2017, 14:07
7. "Tenor: Hauptsache die Jungs finden es geil."

Wie immer läuft es darauf hinaus, das diese Art zu leben selbst gewählt ist. Zwar muss benannt werden, dass die Gesellschaft Mitschuld daran trägt, aber dann von einem dominierenden "männlichen Blick" zu sprechen ist ein Vorwurf, egal ob es einer sein soll oder nicht, schließlich hat mittlerweile jede Frau (in der westlichen Welt) die Möglichkeit zu fotografieren wie sie will. Das ist allein ihre Entscheidung.

So weit, so offensichtlich. Der zweite Punkt ist, dass ich nicht verstehe wie ein Bildband US-Teenagern oder generell Teenagern helfen soll, wer wird sich den denn bitte kaufen? Außerdem nervt es langsam, dass jeder Bildband, der nur Frauen behandelt (was natürlich 100% ok ist) den Feminismus vorschiebt, um doch noch einmal in der Presse erwähnt zu werden.

Feminismus so zu instrumentalisieren nimmt seinen Vertretern die Glaubwürdigkeit, nicht alles, was feministisch sein will/sich hauptsächlich mit Frauen beschäftigt trägt auch zur Gleichberechtigung bei. Hier bleibt der Nachgeschmack von Promo.

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fri3ndlyghost 11.08.2017, 14:09
8. Bitte um Erklärung

Ich fände es sehr hilfreich würde man die Bilder bzw. deren künstlerische Bedeutung detaillierter erklären. Als Beispiel: "Die in New York lebende Künstlerin Marianna Rothen lehnt ihre Bildsprache an der von Regisseuren des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts an."

Was ist daran außergewöhnlich bzw. macht Frau Rothen damit künstlerisch so interessant? Gerne freue ich mich auch über Literaturhinweise, welche verständlich Fotokunst erklären.

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bienchen-maja 11.08.2017, 14:17
9. Geglückte Gleichberechtigung!

Der Autorin fehlt, wie den meisten ihrer männlichen Kollegen auch, schlichtweg die künstlerische Begabung um ernsthaft etwas zu (in diesem Falle) den Fotos zu sagen.

Daher wird es dann pseudo-intellektuell, was den Kulturwissenschaft eben so inne ist.

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