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Jakobsmuscheln in klarer Tomatensuppe: Süß-sauer und superdelikat
Peter Wagner/ Foodbild

Der kalte Dauerwinter hat kulinarisch auch seine guten Seiten. Jakobsmuscheln aus den Nordmeeren schmecken im Moment so gut, dass sie sogar als Haupt-Einlage einer edlen, klaren Tomatensuppe taugen.

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maynard9791 24.02.2018, 08:50
1. Schönes Gericht

Nichts auszusetzen.

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EchtWahr? 24.02.2018, 10:40
2. Stimmt

Für Jacobsmuscheln ist jetzt genau die richtige Zeit. Aber wo nehme ich die Tomaten her? Lecker aus dem Treibhaus?

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autocrator 24.02.2018, 11:42
3. too much

zu viel von allem.
die arme jakobsmuschel. und die babyartischocke geht auch gnadenlos unter.
zu aufwändig in der zubereitung, die auch nicht "auf vorrat" ein zwei tage vorher passieren kann. denn die suppe ist nicht voll sättigend, sprich, da braucht's ein menue drumrum, und als kücheneinzelkämpfer kann ich mich nicht stundenlang an der suppe alleine aufhalten.
und v.a.: zu teuer. 30,-€ allein für die 2 Muschelstücke, dazu wermut, sherry, rinderbrühe, queller, artischocke, erdnußöl, gewürze ... macht sicher auch nochmal 10,- €, also 40,- € reine materialkosten pro teller! bei nem restauranthebesatz von 2,7 müsste eine kneipe das ding für 108,-€ auf die karte setzen!
– dafür, dass vom zarten aroma der Jakobsmuschel und artischocke nichts übrigbleibt weil alles in einer geschmacksexplosion an würzstoffen untergeht ...
sorry, so peinlich-unterkomplex (dröger fisch mit salzkartoffeln und verbranntem kohl) das rezept letzter woche war, so überkomplex-unrealistisch ist es heute. Aber wenigstens sieht das foto gut aus, immerhin was.

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schlaueralsschlau 24.02.2018, 12:09
4.

Preislich ein Rezept, welches nicht zur aktuellen politischen Debatte passt. Die Zutaten sind auch nicht alle sofort erhältlich. Bei dem Foto konnte ich mich nicht entscheiden ob ich Frauenbrüste oder ein Smileys sehe. Was mache ich eigentlich ist dem Rest des Alkohols? Trinke ich den vor oder nach dem Wein? Mit oder ohne meersalz?

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maynard9791 24.02.2018, 12:27
5. Kalkulation

Ein kg schieres Jakobsmuschelfleisch ist im Einzelhandel für ca 40 Euro zu haben. Dafür bekommt man ca 25 Muscheln, je nach Grösse. Macht also 1,60 pro Stück. Queller habe ich gestern für 18 Euro per kg gesehen, mehr als 20g benötigt man kaum. Für 500ml Tomatenfond braucht man ca 2kg Tomaten, aromatische kosten aktuell um die 6-7 Euro per kg.

Alles in allem sicher eine hochpreisige Vorspeise aber nicht utopisch teuer. Ein sättigendes Hauptgericht soll das hier ebenso wenig sein, wie ein mit regional-saisonalen Zutaten gekochtes.

Darüber hinaus können Jakobsmuscheln und Artischocken meiner Meinung nach geschmacklich durchaus in gewürztem Tomatensud bestehen.

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schlaueralsschlau 24.02.2018, 14:26
6.

Noilly prat bei Edeka für 11,99€, billiger Sherry für 10€, Wagners- Spezialsalz: 7,65€ (60g), muscovado (eingeflogen aus Mauritius) zu 1,20€ a 100g und der obligatorische Wein für 14,50€ die Flasche. Dazu kommt dann noch das Porto weil nicht alles im Supermarkt erhältlich ist oder Geld für Sprit und vergeudete Zeit.

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Papazaca 24.02.2018, 14:46
7. Interessante Serie - für mich aber zu teuer + zu aufwendig

Zitat von schlaueralsschlau
Noilly prat bei Edeka für 11,99€, billiger Sherry für 10€, Wagners- Spezialsalz: 7,65€ (60g), muscovado (eingeflogen aus Mauritius) zu 1,20€ a 100g und der obligatorische Wein für 14,50€ die Flasche. Dazu kommt dann noch das Porto weil nicht alles im Supermarkt erhältlich ist oder Geld für Sprit und vergeudete Zeit.
Das heißt jetzt aber nicht, das es nicht interessant für andere ist. Ich denke, ich koche irgend welche Küchenklassiker aus einem GU Buch und versuche, mein biederes Repertoire so zu erweitern. Diese Serie hier ist zu "complicado" + zu aufwendig, ich bin raus. Allen einen guten Appetit.

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MilderWilderBaer 24.02.2018, 20:05
8. Over the top (as usual)

Eine klare Tomatenessenz ist normalerweise alleine Hingucker (das ist Tomatensuppe?) und Geschmacksträger genug. Nebenbei kann man hier auch sehr, sehr gut Dosentomaten nehmen, da brauche ich keine leckeren Tomaten vom Markt zu opfern, wenn es mir nur um den Geschmack des ausgekochten Gemüses geht.
Nebenbei, Parmesanklößchen sind eine gute Einlage, aus eigener Erfahrung.
Prinzipieller Eindruck, immer wiederkehrend hier:
Man stellt sich immer wieder die Frage, wen Herr Wagner bei Spiegel persönlich kennt, um hier immer so etwas unbalanciertes zu präsentieren. Und nebenbei der Eindruck, er schreibt die Kolumne nur für sich, darüber, wie toll er ist.
Die Fotos der Gerichte sind immer erträglich bis gruselig. Die Rezepte entweder nicht pfiffig oder unnötig kompliziert. Meine eigene Phase nach geläutertem Salz, handgeschöpft von linksdrehenden Mönchen, habe ich hinter mir. Danach macht das Kochen viel mehr Spaß, das zu nehmen, was da ist.
Clever wären mal Rezepte (um auch mal konstruktiv zu sein), wie man außergewöhnliche Zutaten durch handelsübliche ersetzt. DAS wäre mal spannend. Oder/Und sich tatsächlich auf saisonale und regionale Zutaten beschränken.
Zitat (von wem auch immer, nur gehört/gelesen):
"Perfektion ist nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, Perfektion ist, wenn man nichts mehr weglassen kann."

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Papazaca 25.02.2018, 07:44
9. Eine konzeptionelle Idee für die nächste Serie

Erstmal: Ich freue mich über diese Serie. Hobbykoch kocht Außergewöhnliches. Kritik gab es wegen der vielen teuren Zutaten und den manchmal sehr speziellen Rezepten.

Wäre es nicht interessant, in einer nächsten Serie deutsche Klassiker zu thematisieren. Einmal traditionell gekocht und einmal neu gedacht?

Das Interesse wäre sicher größer, die Kosten für die Zutaten überschaubar. Und es gäbe etwas für beide; Für die Hobbyköche traditionelle Gerichte, die ihn nicht überfordern. Und für die ambitionierten Köche kreative Weiterentwicklungen.

Zugegeben, diese Idee ist jetzt nicht der Gipfel der Kreativität, aber sie ist praktikabel und berücksichtigt viele Leser. Und um die geht es ja. Außerdem erweitert sie das Repertoire vieler Leser durch Gerichte, die sie auch später immer wieder kochen können. Bin gespannt.

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