Forum: Stil
Kooperationshype in der Mode: Kreuzungsschema

Mit ungewöhnlichen Kooperationen versuchen traditionelle Luxusfirmen, neue Käuferschichten zu erschließen. Der Flirt zwischen alten und neuen Marken funktioniert, weil junge Menschen Luxus anders definieren.

dasfred 19.12.2018, 05:19
1. Auf Instagram erkennt man die Verarbeitung nicht

Heute muss groß das Logo erkennbar sein, um hip und rich zu wirken. Kein Teeny interessiert sich dafür, ob eine Handtasche von Hermes in Wochen handgenäht wird oder aus einer Fabrik kommt, solange die Optik stimmt und der Preis den Luxus suggeriert. Die Sportmarken brauchen die Aufwertung durch Designer und Luxusmarken, weil der reine Sportler, der auf Qualität achtet, den Markt nicht ausfüllen kann und das Luxussegment muss sich an die neuen Lifestyle Kriterien anpassen. Hier ergeben sich wirklich neue Synergien. Heute haben nur wenige eine Eigentumswohnung, dafür aber den Gegenwert im Laufe des Lebens im Kleiderschrank.

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Tom77 19.12.2018, 08:56
2. Billigschrott mit Markennamen

Heutztage ist die Qualität nebensächlich, solange jeder schon aus 10 Meter Entfernung groß den Markennamen auf dem Kleidungsstück erkennen kann. Es wurde ja sogar schon Tests gemacht, wo billigste Produkte als Markenartikel angepriesen wurden und dann wurden die Leute gefragt, wie teuer das Produkt wohl ist. Statt 20 Euro waren es dann plötzlich mehrere Hundert und die Leute hätten es dafür gekauft - weil sie der Meinung waren, es sei ein Markenprodukt. Nichts ist heute mehr markenaufgeladen wie Mode und nirgendwo sonst gehen Preis und Qualität so weit auseinander (allenfalls in der Kunstwelt). Eine gut gemachte Hose ist doch heute nicht mehr von einer Hose eines Topdesigners in Punkto Qualität zu unterscheiden. Und wer braucht heute sowieso noch Qualität bei Klamotten? Die Mode hält maximal ein Jahr, und dann wird sowieso ausgemustert. Mode ist zu einem Wegwerfprodukt geworden. Umso wichtiger ist es da, dass die jungen Leute immer die neuen hippen Klamotten tragen und auch jeder sieht, dass sie es tun.

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derboesewolfzdf 19.12.2018, 10:36
3. und wieder ein Grund mehr....

....meine hochwertigen, aber unbekannten Klamotten weiter zu tragen.... um nur nicht zu den Mode-Einweg-Konsumenten zu zählen. Ich habe Jacken, die ich seit 20 Jahren trage (immer noch wie neu aussehen) und immer wieder darum beneidet werde.
Darüber zu diskutieren, welchen Sinn es macht, ein übergroßes Logo werbewirksam zu Markte zu tragen und dafür auch noch viel Geld zu bezahlen, anstatt welches zu bekommen.... ist wohl zu naiv gedacht.....

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synflood 19.12.2018, 11:04
4. Wegwerfgesellschaft

Da freue ich mich doch, dass ich mit meinen 21 Jahren nicht dazu gehöre. Ich finde diese Wegwerfmode wirklich schlimm. Wieso soll ich mir für 60 Euro einen billig produzierten Marken Pullover kaufen der nach 20x mal waschen kaputt ist wenn ich für 70 Euro bspw. ein Schurwolle Pullover bekomme den ich >5 Jahre tragen kann und auch noch Freude an der Qualität habe? Ich glaube ich habe 5 Jeans, alle älter als 2 Jahre. Eine muss jetzt vielleicht mal wieder ausgewechselt werden. Daher zahle Ich auch gern mal mehr Geld für Kleidung, aber mit dem Anspruch der langjährigen Freude und Haltbarkeit. Lieber 300 Euro in holzgenagelte handgefertigte Schuhe investieren die hoffentlich mein Leben lang halten als 200 Euro für die "nicesten limited Edition adidias Sneaker".

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r.mehring 02.01.2019, 10:46
5. Der große Unterschied

besteht darin, dass einige Leute Geld dafür bekommen das sie Markenlogos tragen und die Masse muss Geld dafür zahlen. Ich selbst hatte mir vor 20 Jahren den Scherz erlaubt ein bekanntes Logo mit einem Krokodil (kleiner Sch..... aber großes Maul) auszuschneiden und irgendwie auf alles mögliche drauf zu kleben sogar auf ein BIC-Feuerzeug, um das ich dann sehr beneidet wurde. Des Kaisers neue Kleider sieht man heute überall.

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