Forum: Stil
Moderne Raumkonzepte: Offen für alles
TMN/ Häker Küchen/ VDM

Braucht man große Kinderzimmer oder lieber einen großen Esstisch? Ist ein geräumiges Bad nicht besser als ungenützter Platz im Schlafzimmer? Wohnexperten raten, bei der Bauplanung Grundrisse neu zu denken.

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hegri 05.02.2018, 12:03
1. Modular und flexibel

Das hat aus meiner Sicht Priorität. Ein Haus für die dreiköpfige Familie, welches sich sich je nach Familienzuwachs erweitern lässt, ohne dass jemand dafür eine Maurerkelle in die Hand nehmen muss. Verschiebbare oder entnehmbare Wände zur Veränderung der Räume je nach Bedarf. Entsprechende Ideen gibt es schon lange aber in der Breite findet keine Umsetzung statt.

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realist4 05.02.2018, 12:09
2. Ach die Damen und Herren Experten

Niemand hält sich täglich stundenlang im dampfigen Bad auf und hätte meist auch gar nicht die Zeit dazu. Offene Küche schön und gut, aber mit gewaltigen Nachteilen. Geruch im ganzen Wohnraum und immer sofort alles hübsch sauber und aufgeräumt lassen falls mal unangemeldet jemand vorbeikommt. Ganz zu Schweigen wie die Küche mal aussehen kann wenn man mal was Größeres kocht für mehrere Gäste. Lieber Tür zu und fertig. Meine Tochter hat diesen Quatsch mit dem Einraumkonzept wohl schon tausend mal verflucht. Uneingeschränkt kann ich ein großes Wohn- Esszimmer empfehlen, da kann sich jeder seine Lieblingsecke aussuchen.

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werner-xyz 05.02.2018, 12:14
3. kann man machen, muss man nciht

Klar, wenn man nur Lieferdienste nutzt oder das Fertiggericht aus der Mikrowelle ist so eine Wohnküche echt toll. Aber wenn man auch mal ein Rumpsteak mit Zwiebeln oder andere Sachen brät, ist das ganz toll, wenn das komplette Haus nach Essen riecht, am Besten schön offen bis ins Schlafzimmer. Und da hilft auch keine Dunstabzugshaube.
Und über die Heizkosten reden wir jetzt mal nicht, Wärme steigt nämlich nach oben, das vergessen viele.
Wir haben viele Bekannte, die riesige Wohnzimmer oder sogar integriert mit Küche gebaut haben. Stöhnen alle wenn mal die Kinder aus dem Haus sind und Sie älter werden über die Arbeit. Wenn man nicht gerade regelmäßig neu baut, sollte man weiter denken wie nur 10 Jahre in die Zukunft.

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Leser161 05.02.2018, 13:54
4. Ernstgemeinte Frage

Also wenn ich koche habe ich manchmal Probleme mit dem Rauchmelder und auch wenn ich nicht versuche auf dem E-Herd ein ähnliches Aroma wie auf dem Grill zu erreichen, habe ich nach einiger Zeit einen klebrigen Belag auf den Oberflächen. Auch muss ich darauf achten, die Tür geschlossen zu halten, will ich nicht das meine Jacke an der Garderobe Essgeruch annimmt. Und das obwohl ich eine Dunstabzugshaube habe, die die Luft nicht nur filtert, sondern nach draussen pumpt.

Nun gibt es natürlich Gerichte die weniger Kollateralschäden verursachen, aber trotzdem wie handhaben das die Verwender einer Wohnküche?

No offense, aber wer eine offene Küche hat, hat die meines Erachtens zur Deko oder für Wochenendkochevents und nicht zum täglichen Kochen. Flexibiltät hin oder her.

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Zita 05.02.2018, 14:02
5. Tolle Experten...

... die alle über einen Kamm scheren. "Man braucht ..." Aha, wer ist denn "man"? Ich nicht, ich mag keine riesigen Badezimmer, fände eine "Schlafecke" grauenhaft (widerspricht auch den Schlafhygieneregeln für guten Schlaf) und mag auch diese komplett offenen Wohnungen nicht. Die offenen Küchen haben die Foristen ja bereits kommentiert. Ich mag es sehr, von einem Zimmer in ein anderes gehen zu können, anstatt dass sich alles in einem einzigen Riesenraum abspielt. Und ich mag es, auch mal eine Tür zumachen zu können (vielleicht sind die Bäder in diesen offenen Wohnungen ja deshalb so beliebt, weil man nirgendwo sonst die Tür hinter sich zu machen kann?). Ach und nur Bad und Unterhaltung? Gearbeitet wird zu Hause nie? Auch keine Hausaufgaben gemacht? Oder die Steuererklärung erledigt? Ich brauche einen Schreibtisch, aber sicherlich kein Kneippbecken ...

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lachina 05.02.2018, 14:03
6. Der wichtigste Raum

in meinem Haus war ein Wirtschaftsraum, in dem Sachen wie Wäscheständer, Bügelbretter, Mülleimer zur Mülltrennung, Staubsauger untergebracht werden konnten, es gab ein Spülbecken und Platz für Vorräte. Das offene Wohnen sieht schön aus - als Konzept , aber nicht zum wirklichen Wohnen. Zumal man dann ja auch den einen Riesenraum beheizen muss, was ganz schön ins Geld geht. Und - Schlafecke? Sex gibt es dann nicht mehr, zumindest wenn Kinder im Haus sind , daddeln eh alle nur noch.
Wobei One-room- Wohnen nicht wirklich neu ist: man kann sich weltweit historische Langhäuser ansehen.

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supermom 05.02.2018, 14:16
7. Wer nutzt das wirklich?

In unserem Freundeskreis gibt es mehrere dieser "Bad-Wellness-Oasen"
(Einbaukosten zwischen 50000 und 70000 €!)
Nach den ersten Wochen lässt die Begeisterung schnell nach-wer mag seine ganze Freizeit im Bad verbringen?
Am lustigsten ist die Kollegin, die jetzt immer auf der Arbeit duscht, damit sie das Luxusbad nicht putzen muss...
Oder all die offenen großen Küchen, mit der Kochinsel damit man mit Familie, Freunden, Kollegen gemeinsam kochen kann. Ich kenne niemanden, der das so nutzt.

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mmt79 05.02.2018, 14:41
8. Wohnküche

Also ich hätte lieber eine klassische Wohnküche, wie meine Oma sie noch hatte: sprich eine grooooße Küche, mit großem Tisch, wo alle zusammen sein können. Und GETRENNT davon ein Wohnzimmer, wo man dann auch mal seine Ruhe haben kann oder den Besuch hinverfrachtet ....
Damals hat das auch prima funktioniert, man konnte sich unterhalten, gemeinsam kochen, Hausaufgaben machen, spielen, basteln und so weiter. Wäre mein persönlicher Traum. schade, dass heutzutage in den meisten Neubauwohnungen immer komplett offene Konzepte bevorzugt werden.
Und in meiner 70er Jahre Wohnung habe ich die klassische Schlauchküche, in der immer einer im Weg ist, wenn man nicht alleine kocht.

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Sibylle1969 05.02.2018, 14:58
9.

Selbst die besten Dunstabzugshauben können keine Wunder bewirken und den Geruch von Fisch, Knoblauch, Bratfett etc. absaugen. Daher offene Küche nein danke, denn ich koche richtig in meiner Küche. Ein großes Bad ist ja schön, aber wenn ich von der Wanne rausgucken kann, dann können andere auch reingucken, dann braucht es doch wieder Jalousien und nix ist mit Rausgucken. Bodentiefe Fenster im Bad sind Quatsch. Das Home Office am Küchentisch kriegt man beim Finanzamt auch nicht durch. Die Aufteilung in Räume hat also immer noch ihren Sinn. Ein begehbarer Kleiderschrank ist für Hausstauballergiker auch nicht sinnvoll.

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