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Modest Fashion: Schön verhüllt
Maskit

Modest Fashion ist ein Milliardenbusiness: Mode für Frauen, die aus religiösen Gründen weniger Haut zeigen wollen. So sieht's aus.

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willi.eimler 01.06.2017, 15:20
1. Mode die als erstes Gefühl Bedrückung auslößt.

Ich bin kein Freund von Mode, die alles zeigt, manchmal ist weniger nicht besser, aber bei dieser Mode überkommt mich nicht das Gefühl etwas Schönes und Bewundernswertes zu erblicken. Wirklich bedrückend. Mode die ganz klar macht, dass der Träger nicht frei ist. Sieht eher aus wie eine Show für Schutzanzüge.

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lachina 01.06.2017, 15:35
2.

Ich frage mich, ob diese Mode dem Sinn der muslimischen Kleidervorschriften nicht widerspricht: zu uniformieren, unkenntlich zu machen und keinesfalls zu verführen . Die gezeigte Mode ist bloß nicht offenherzig, aber sie individualisiert und ist subtil verführerisch. Wenn ich aber ohnehin schon zu den liberaleren Muslimas gehöre, werde ich auch bei normalen labels fündig.
Ich schreibe jetzt Muslimas; bei den strenggläubigen Jüdinnen weiß ich es nicht, aber ich glaube, es wird nicht verlangt, dass sie schwarz tragen oder ihr Gesicht verhüllen.

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Heitgitsche 01.06.2017, 16:09
3. Freiwillig und ästhetisch?

Gilt dieser modische "Chic" auch für kleine Schulmädchen? Die Kopftuchträgerinnen werden immer jünger. Warum schweigen ehemalige Feministinnen dazu? Baseball caps sind zurecht im Unterricht verboten. Warum sind diese eingezwängten Mädchenköpfe erlaubt?

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rantzau 01.06.2017, 16:19
4. Hijab

also religiös argumentierte islamische Kliedung und Mode schliessen sich aus. islamische Kleidung (wenn es denn Hijab sein muss) soll nämlich Bescheidenheit und Unauffälligkeit siganlisieren. Also Damen, die sch in hautenge Jeans quetschen, ein Wallekopftuch darüber drapieren, tätowierte Augenbrauen haben unter Glutaugene sind nicht besonders muslimisch drauf. Eher wollen sie Abgrenzung signalisieren.

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schillerphone 01.06.2017, 16:20
5. Das ist keine Mode für Muslimas

Das ist keine Mode für Muslimas. Viel zu eng und körperbetont.

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C. V. Neuves 01.06.2017, 16:24
6.

"Modest" - geht's noch?

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kumi-ori 01.06.2017, 16:32
7. Das ist krass!

"Die meisten Anhänger der Modest Fashion suchen trotz aller Anständigkeit nach einer ansprechenden und modischen Ästhetik"

Will Frau Fried damit sagen, dass Menschen, die sich nicht "bescheiden" verhüllen möchten, weniger anständig wären? Ich hoffe, dass das nur ein kolossaler Patzer bei der Übersetzung war. Andernfalls wäre es ein beispielloser religiöser Übergriff, der nicht nur in Deutschland jeder Gleichstellungsgesetzgebung zuwiderliefe.

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cobaea 01.06.2017, 18:17
8.

Zitat von lachina
Ich frage mich, ob diese Mode dem Sinn der muslimischen Kleidervorschriften nicht widerspricht: zu uniformieren, unkenntlich zu machen und keinesfalls zu verführen . Die gezeigte Mode ist bloß nicht offenherzig, aber sie individualisiert und ist subtil verführerisch. Wenn ich aber ohnehin schon zu den liberaleren Muslimas gehöre, werde ich auch bei normalen labels fündig. Ich schreibe jetzt Muslimas; bei den strenggläubigen Jüdinnen weiß ich es nicht, aber ich glaube, es wird nicht verlangt, dass sie schwarz tragen oder ihr Gesicht verhüllen.
Das Gesicht zu verhüllen ist keine Koranforderung - so wenig wie schwarze Kleidung, nur die Haare und der Körper der Frauen müssen "züchtig" verhüllt werden. Diese Forderung gilt auch für orthodoxe Jüdinnen und für viele konservative Christinnen, die z.B. zu evangelikalen Glaubensgemeinschaften gehören. Dass es islamische Länder gibt, die verhüllte Gesichter verlangen, hat mehr mit regionalen Gesellschaftsbräuchen zu tun als mit dem Islam. Für die betroffenen Frauen ist das zwar sekundär, aber man sollte auf diesen Unterschied achten, denn dann wird deutlich, dass in den betroffenen Regionen das Problem nicht mit der Bekämpfung religiöser Fanatiker gelöst ist. Saudiarabien z.B. - bekannt für Wahabismus - verlangt keinen Niqab und schon gar keine Burka - Kopftuch und verhüllende Kleidung sind Vorschrift. Trotzdem trägt ein Teil der Frauen den Niqab. In Afghanistan wiederum ist die Burka traditionellerweise nicht schwarz, sondern meistens hellblau. In der Türkei wiederum tragen auch konservative Muslimas bunte bzw. farbige Kleidung. An den Forderungen der Taliban und des IS wird aber jede Mode scheitern. Aber es bleiben genügend strenggläubige Frauen in allen drei monotheistischen Religionen, die als Kundinnen für solche Mode in Frage kommen. Abgesehen davon, finde ich einige der gezeigten Kleidungsstücke durchaus attraktiv - und ich gehöre nicht zum angepeilten Kundinnenkreis.

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elkemeis 01.06.2017, 23:45
9. Geschmacksache

Wenn ich diese um Kopf und Hals festgezurrten Stoffteile sehe, bekomme ich Luftnot und Erstickungsanfälle. Ansonsten ist von Pferdedecke über Nonne bis Schwarze Witwe alles dabei. Unter der Braut- oder Abendmode sind ein paar ganz hübsche Teile. Grundsätzlich bedenklich finde ich, wenn die "Anständigkeit" einer Frau von bestimmten Klamotten abhängen soll, wenn also Charakter und Wert eines (weiblichen) Menschen nach dem Grad der Verhüllung beurteilt wird..

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