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Rezept für Shakshuka: Das 24/7-Frühstück
Peter Wagner/ Foodbild

Vorhang zu Teil zwei unserer kleinen Schau der "Foodtrends 2018". Diese Woche mit einem pikanten Frühstücks-Allrounder aus Tomaten und Eiern, der schnell zubereitet ist, stärkt, aber nicht platt macht.

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syracusa 09.03.2018, 22:35
1. Ähnlichkeit mit türkischem Menemen

Dieses Gericht hat eine starke Ähnlichkeit mit dem türkischen Frühstück Menemen. Rezept z.B. hier: https://kochdichtürkisch.de/2016/11/04/rezeptvideo-menemen-gemuese-mit-ei-kochdichtuerkisch-hane/. Da aber werden die Tomaten nicht eingekocht, sondern bleiben relativ frisch. Man gibt Olivenöl, Zwiebeln, danach gewürfelte Tomaten und Knoblauch in eine Pfanne, gibt direkt die Eier dazu, und lässt das Spiegelei bei starker Flamme stocken. Da nicht umgerührt wird, sind die Tomaten an der Unterseits schon fast schwarz, bleiben oben aber fast roh. Für mich ist das das beste Frühstücksgericht überhaupt. Gewürzt wird mit Salz. Pfeffer und reichlich Blattpetersilie.

Ich erinnere mich noch mit Freude an das Menemen im istanbuler Puddingshop, dem Treffpunkt aller alternativen Reisenden auf dem Trip nach Goa. Da gab's spezielle Portionspfannen, in denen das Menemen für jeden Gast extra zubereitet wurde. Gegessen wurde direkt aus der Pfanne.

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thousandguitars 09.03.2018, 22:36
2. Wow!

Endlich mal ein Gericht, dessen Zutaten allesamt ohne "Schickimicki-Versender" verfügbar sind.
Bitte weiter mit solch realitätsnahen Rezepten.
Einen zweiten Lafer braucht es hier wirklich nicht.

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dasfred 10.03.2018, 04:56
3. Ich kann mich zurückhalten

Ich habe erst vor kurzem, ich glaube auf Arte, von diesem Gericht gehört und auch die Zubereitung verlief ähnlich, wie hier im Rezept beschrieben. Ich persönlich verlasse mich gerne auf meinen Bauch und sein Gefühl und er hat mir versichert, das wollen wir nicht. Tomatenpamps mit Spiegelei muss man mögen. Die Gewürze sind zwar sowieso individuell einsetzbar, aber bevor ich dieses Gericht selbst koche, fallen mir diverse Andere ein. Überhaupt finde ich den Begriff Foodtrend fürchterlich. Sich ähnlich kleiden wie das Umfeld, um nicht negativ aufzufallen, kann ich nachvollziehen aber Modefraß geht mir zu weit.

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hajueberlin 10.03.2018, 06:35
4. Das Eiklar

bekommt man auch gegart, wenn man einen Deckel auf die Pfanne setzt.

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Streberin 10.03.2018, 07:10
5. Danke für das Rezept

Es wurde allerdings für einen elitären Kreis aufgeschrieben, der (so mein inneres Bild) mit seinem SUV vor dem Delikatessenladen seines Vertrauens vorfährt, um schwarzes Hawaii-Salz (von dessen Existenz Otto Normalverbraucherin bisher nichts ahnte) nach Fachsimpelei mit dem Ladenbesitzer zu erstehen. 18,90 € pro 140 g. Der Autor ist patriarchalisch-belehrend noch dazu („Mit dem Stiel eines Holzkochlöffels“: vielleicht ginge ja auch etwas anderes? „Zum Frühstück natürlich kein Alkohol“: „Zum Frühstück Granatapfelsaft“ hätte als Hinweis durchaus gereicht, oder vielleicht sogar den auch auf den Golanhöhen durchaus gängigen Orangensaft). Unfreiwillig komisch ist der Frühstücksautor auch noch: für Weißweinliebhaber*innen ohne Ambitionen zur Connaisseuse bzw. zum Connaisseur ist es immer wieder lustig, Merkwürdigkeiten wie „im Finale treten Akzente von Frühlingsblüten auf“ (hier auf der Homepage der verkaufenden Firma – Schleichwerbung? „ein vielfältiges Aromenspektrum, das viel Zitrus, Äpfel, Birnen und exotische Früchte in die Nase bringt und mit seinem vollmundigen, weichen Mundgefühl…“) und ähnlich Bemühtes zu lesen.
Wirklich, danke für das Rezept. Aber bevor ich dieses Frühstück locker zubereite, muss ich erst einmal Peter Wagner vergessen.

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noch_ein_forenposter 10.03.2018, 11:01
6. Endlich mal nicht abgehoben

Endlich mal ein praktikables Rezept von Peter Wagner, das ich nachkochen werde. Ich muss dann doch heute nochmal einkaufen gehen.

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wasistgrün 10.03.2018, 11:24
7. Passt das Foto zum Rezept?

Zwiebelwürfel oder Zwiebelringe? Hab ich´s überlesen oder
schaue ich nicht richtig hin? Die Frage ist von kulinarischer Bedeutung, die Antwort noch mehr!

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mag-the-one 10.03.2018, 11:39
8. @das fred

Zitat von dasfred
".... aber Modefraß geht mir zu weit."
Foodtrend so übersetzt geht mir ja schon runter wie Öl -- sehe ich genauso. Im Übrigen finde ich die "Anrichtung" optisch sehr unappetitlich. Da lobe ich mir eher die französische Variante "Oeufs sur le plat"; enthält ähnliche Zutaten, sieht aber wesentlich besser aus (und gibt's schon lange ;-) )

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udo.sowade 10.03.2018, 12:09
9. Nix Neues

das mache ich schon 40 Jahre lang und esse es mindestens drei mal im Monat.

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