Forum: Stil
Schönheiten aus Stahl: Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist
Henk Bruyns/ Koga

Alte Rennräder sind begehrt. Schicke Stahlklassiker gibt es mitunter schon für um die 200 Euro. Doch was sind solide Einstiegsmodelle und woran erkennt ein Laie, ob sein Wunschfahrrad unfallfrei ist?

Seite 1 von 4
Otis 16.08.2018, 17:43
1. Motobecane Mirage II

Es war damals Liebe auf den ersten Blick.
Und ist es heute noch.
Das mit dem Massenmarkt ist mir wurscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tobi_86 16.08.2018, 18:08
2. Rennrad nicht so geil in der Stadt

Also ich kann den Trend nicht so richtig nachvollziehen. Ein Rennrad ist in der Stadt schon arg unpraktisch. Man sitzt sehr ungemütlich und die Bremsen sind ziemlich schlecht. So richtig sicher fühle ich mich darauf nicht im Stadtverkehr. Ich habe ein Cyclocrosser (quasi wie ein Rennrad) und ein Trekkingrad. Wenn ich in die Stadt fahre, nehme ich eigentlich immer das Trekkingrad. Das ist wesentlich entspannter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 17.08.2018, 07:46
3. Ein wichtiger Punkt vergessen!

Falls Teile und Komponenten erneuert werden müssen, kann das zeitaufwendig werden und richtig ins Geld gehen (zum Beispiel bei Campagnolo). Das gilt natürlich auch für den Fall, wenn das Rad ein Stilmix aus authentischen und neueren Teilen ist und man ein Rad will, das wirklich auch im Detail stimmig ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 17.08.2018, 07:53
4. Stimmt....

Zitat von Tobi_86
Also ich kann den Trend nicht so richtig nachvollziehen. Ein Rennrad ist in der Stadt schon arg unpraktisch. Man sitzt sehr ungemütlich und die Bremsen sind ziemlich schlecht. So richtig sicher fühle ich mich darauf nicht im Stadtverkehr. Ich habe ein Cyclocrosser (quasi wie ein Rennrad) und ein Trekkingrad. Wenn ich in die Stadt fahre, nehme ich eigentlich immer das Trekkingrad. Das ist wesentlich entspannter.
....Rennräder sind ja auch nicht für die Stadt gebaut sondern wie der Name schon sagt....um rennen zu fahren bzw. zu trainieren....deshalb auch die Sitzposition und der lange Weg zu den Bremsen wenn man Oberlenker fährt....ich persönlich nehme das Rennrad nur für länger Überlandfahrten und zum Training ....für die Stadt ist ein sogenannten Fitnessrad (Rennrad mit geradem Lenker) trotz nicht so guter Aerodynamik sehr viel besserer und sicherer.
Worauf sich der Artikel aber eigentlich bezieht, sind ja alte Stahlrahmenbikes....hier habe ich gerade mein altes Puch neu aufgebaut....mit Sram Automatix (2 Gang).....für kurze Ausfahrten als Cafe-Racer ganz nett....aber natürlich (wie auch bei den Fixies oder One-Gear die meist Stahlrahmen haben) keine Chance im Rennen mit "echten" Rennrädern (das sind Film-Mythen).
Die Fixie-Reiter die ich in der Stadt so stylisch sehen kann, sind auch meist gemächlich unterwegs...man möchte unter der schicken Boss Jacke ja nicht anfangen zu schwitzen und bei Regen bleibt das Rad zu Hause....steht oder hängt ja meist im Wohnzimmer. Eben ein Style Produkt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 17.08.2018, 08:18
5. Die Spitze des Eisberges

Hier wird nur auf den Rahmen eingegangen. Man sollte sich auch Folgendes bedenken:

Bei einem älteren Rad wird es vorkommen das Komponenten ausfallen. Kette durch, Lager platt etc. Der Austausch kann dann schwierig werden, weil diese festkorrodiert sein können (Dies kann auch beim Verstellen ein Problem werden). Oder man muss ein passendes Ersatzteil erst länger suchen oder das Ersatzteil wird teuer (Keine 120mm Hinterradnaben in Standardradläden). Hierauf sollte man sich mental vorbereiten.

Ansonsten viel Spass.

PS: An einem Punkt kann ich Entwarnung geben. Da Helme nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, kann man da tragen was man will. Autofahren mit Helm ist auch sicherer, trotzdem macht es keiner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stc 17.08.2018, 08:19
6.

Zitat von Tobi_86
Also ich kann den Trend nicht so richtig nachvollziehen. Ein Rennrad ist in der Stadt schon arg unpraktisch. Man sitzt sehr ungemütlich und die Bremsen sind ziemlich schlecht. So richtig sicher fühle ich mich darauf nicht im Stadtverkehr. Ich habe ein Cyclocrosser (quasi wie ein Rennrad) und ein Trekkingrad. Wenn ich in die Stadt fahre, nehme ich eigentlich immer das Trekkingrad. Das ist wesentlich entspannter.
Dem kann ich nur beipflichten. Als passionierter Rennradler will es mir nicht in den Kopf, was man mit einem Rennrad im Alltag will! Am besten noch als Single-Speed mit einem Gang. Was für ein Blödsinn! Die Haltung ist katastrophal, kein Gepäckträger, keine Schutzbleche, kein Licht, kein nichts. Jetzt werden die ultrahippen Hipster wieder behaupten, das wäre das wahre puristische Radfahren. Nein! Ist es nicht! Ein klobiges Stahlross aus den 30er Jahren als Gangschaltungen aufkamen, am besten noch mit Stempelbremse, das käme dem puristischen Gedanken schon näher. Aber nicht die Sportgeräte heutiger Zeit um ihre entscheidenden Bauteile erleichtert. Wer an einem Formel 1-Auto die Spoiler abschraubt und damit jeden Tag zur Arbeit fahren will, erkennt vielleicht die Lächerlichkeit des Ganzen. - Ich fahre übrigens mit dem Hollandrad zur Arbeit. Äußerst entspannt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaiosid 17.08.2018, 09:09
7. Hipstergedöns

Rennräder, alte Stahlrahmen etc. sind sehr hübsch die Dinger und als Single Speed super, da da nichst so schnell kaputt geht. Allerdings, die Leute, also echt... ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derkohn 17.08.2018, 09:23
8. Hipsterkram

Sieht halt cheffig aus, wenn man neben so einem Ding seinen Vollbart krault und böse kuckt. Abgesehen davon, das so ein Teil nicht für den "normalen" Straßenverkehr zugelassen ist, macht es einfach keinen Spaß: Friktionsschaltung am Rahmen, lausige Bremsen, kein Schutzblech, Sitzposition mit normaler Hose, Gürtel usw. unangenehm und dann noch das Wartungsproblem: Ersatzteile sind oft speziell und kaum noch zu bekommen. Und schließlich: Viele der alten Rennräder haben noch geklebte Schlauchreifen. Da hat man bei einer Panne mal richtig Spaß. Wenn schon retro, dann ein Hollandrad für die Stadt. Damit ist man tatsächlich auch schneller unterwegs als mit einem Rennradoldie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marcus at home 17.08.2018, 09:44
9. Meine Lösung - Praxistauglich!

Man nehme:
Alten Stahlrahmen - und baue den neu auf, gerne auch mit NOS-Teilen. Aber was stabiles, bitteschön: Leichte Trekking-Laufräder mit Cyclocross-reifen drauf, 3x9 (oder 2x10) Schaltung, Kurbelsatz gerne was schickes (Campagnolo), Rennrad-Vorbau kombiniert mit Trekking-Lenker und kurzen Hörnchen, standfeste Bremsen.
Fährt überall, fährt schnell, sieht gut (und durchaus stylisch) aus und ist nicht zu schwer. Mein Daily Driver auf der Straße, in der Stadt, durch Feld und Wald.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4