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Spenden: Das Herz des Kapitalismus
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Immer mehr Firmengründer geben das Versprechen ab, vom späteren Verkauf ihres Unternehmens einen Teil abzugeben. Oder sie zweigen gleich etwas vom Gewinn für gute Zwecke ab.

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berlin-steffen 09.01.2019, 15:39
1. Da bin ich aber gespannt,

was das ganze anrichten wird. Ich kann mir nicht vorstellen, das profitgerichtetes Investments nachhaltig und gut für die Gesellschaft sein kann. Und den übergroßen Philanthropen wie Bill Gates, Zuckerberg oder den Warren Buffets kann ich nichts abgewinnen. Die haben alle ihre steuergünstigen Stiftungen, womit sie Geld sparen, unser Geld. Und worin investieren diese Stiftungen? Die von Gates nur in amerikanischen Firmen (zum Beispiel auch Monsanto oder Pharmafirmen), die mit ihrem Geschäftsgebaren (knallhartes Business) uns das Geld aus den Taschen ziehen. Hey Leute, das ist unser Geld, das sie so großzügig ausgeben (wollen). Wir sind so arm, weil die so reich sind.

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quark2@mailinator.com 09.01.2019, 17:28
2.

s mag meine Einbildung sein, aber ich habe den Eindruck, daß jeder Euro, der von privat gespendet wird, automatisch dazu führt, daß der Staat diesen Euro nicht mehr selbst zu geben braucht, woraufhin er also darauf verzichten kann, ihn in seinen sozialen Haushalt einzuplanen. D.h. am Ende gewinnen die Bedürftigen durch die Spende gar nicht wirklich etwas, denn der Staat wird den Ist-Zustand betrachten und nur wenn nötig mehr geben, d.h. mehr Steuern einziehen, oder weniger U-Boote kaufen. Das Dumme daran ist, daß nun die Begüterten bestimmen, wer etwas bekommt. Das wäre aber Aufgabe des Staates. Er soll gefälligst von vornherein soviel Steuern und Abgaben erheben, daß er alles Nötige bezahlen kann. Spenden sollten also gar nicht nötig sein. Es ist aus meiner Sicht mitunter geradezu "pervers", wenn riesige Unternehmen sich erst das Steuerzahlen "sparen" und dann öffentlichkeitswirksam paar Brosamen vom Tisch fallen lassen.

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ossimann 09.01.2019, 20:14
3. Besser eine Welt ....

..... wo es erst gar keine Spenden bedarf . Bleibt die heikle Frage ob die Spende nicht als besondere Ausgabe steuerlich geltend gemacht wird . Dann hat der Spender sein "Heiligenschein" als Samariter und der Steuerzahler zahlt indirekt die gute Tat

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Newspeak 09.01.2019, 20:59
4. ....

Ein paar ketzerische Thesen (keine Angst, es sind keine 95):

1) Praktisch niemand wird im Kapitalismus durch eigene Hände Arbeit superreich. Es ist Erbschaft, Lottogewinn, Ausbeutung von Mitarbeitern, Umwelt, oder Kunden, organisierte Kriminalität von Mafia, über Waffen, bis Steuerbetrug (wenn man schon was hat), oder selten die gute Idee (immerhin), die andere superreiche Investoren anzieht.

2) Schweigend seine Steuern zu bezahlen, den vollen Satz, im Land der Geburt oder dort, wo man den Gewinn macht, wäre Mäzenatentum genug.

3) Mäzenatentum ist Machtgeilheit, Eitelkeit, und der Glaube, nur man selbst allein könne wissen, was gut für die Welt ist, also Narzissmus in Reinform.

4) Je weniger Mäzene es gibt, desto gerechter die Gesellschaft.

5) Zur Beurteilung gehört die Summe unterm Strich. Wieviel Böses wurde getan, um das Geld zu erhalten, das man dann spenden will, um Gutes zu tun?

6) Mäzenatentum ist Ablasshandel für das eigene Gewissen, denn man weiss, dass niemand soviel Geld verdient.

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blurps11 10.01.2019, 08:45
5.

Zitat von Newspeak
3) Mäzenatentum ist Machtgeilheit, Eitelkeit, und der Glaube, nur man selbst allein könne wissen, was gut für die Welt ist, also Narzissmus in Reinform.
Sieht man wunderbar an der Gates-Stiftung, die u.a. die World Health Organization praktisch übernommen hat oder im amerikanischen Bildungssystem fleißig herumexperimentiert. Natürlich mit minimaler bis gar keiner öffentlichen Kontrolle und ohne jemals Verantwortung für mögliche negative Folgen übernehmen zu müssen.

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pizzerino 10.01.2019, 09:54
6.

1. Auch wenn das Zitat von Pestalozzi nicht neu ist: "Wohltätigkeit ist das Ersäuffen der Gerechtigkeit in der Mistgrube der Gnade."
2. Milliardäre die angesichts von Misständen und Not heute Publicity absahnen mit der bloßen unverbindlichen Absichtserklärung irgendwann irgendwas zu spenden sind nicht kommentierbar. Deren Claqueure erst recht nicht.

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imlattig 10.01.2019, 10:23
7. die sollten...

steuern zahlen und nicht vrrmeiden. das waere gegenueber der restgesellschaft das fairste. spenden und stiftungen sind nur steuersparmodelle oder erbschaftssteuervermeidung. punkt.

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m-cutolo 10.01.2019, 13:28
8. mmh

Naja ich seh das eher kritisch. Gerade in Deutschland, mit den niedriglöhnen und präkeren Verträgen. Die auch mit dafür verantwortlich sind, das die afd derart erstarkte. Wäre es eine bessere lõsung Löhne so hoch auszuzahlen, daß man damit eine gute durchschnittliche Rente finanzieren kann. (mind. 13?/std) das würde hier schon viel gutes bewirken. Den Menschen die keine finanzielle Sorgen haben. Helfen auch gerne. Naja mal schauen, ich sehe das eher skeptisch...

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K:F 10.01.2019, 16:30
9. Opfer

Erst spucken dann spenden. Nicht weil er aus einer grundsätzlichen Haltung heraus spendet, sondern umstäneehalber, krankheitsbedingt.

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