Forum: Stil
Wochenendhaus bei Seattle: Das Fenster zum Wald
Jeremy Bittermann

Wohnen inmitten von Bäumen, direkt am Wasser, in megareicher Gesellschaft, aber doch einsam und verträumt: Wir stellen Ihnen ein grandios bescheidenes Ferienhäuschen vor.

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karend 04.04.2018, 16:53
1. .

Obwohl das Haus für mich etwas zu viel Glas (allerdings wird zum Fensterputzen sicherlich jemand kommen) hat, gefällt es mir – vor allem die Lage. Allerdings verstehe ich unter "wohnlich" doch etwas anderes als der Texter der Bildunterschriften. Aber gut so, so hat jeder seinen Stil und seine Einrichtung.

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fletcherfahrer 04.04.2018, 17:44
2. Glas, Stahl, Beton.

So stelle ich mir einen aufgemotzten Bunkereingang vor.

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upalatus 04.04.2018, 18:45
3.

Innen: ausser den obligaten mickrigen Orchideenstengel nichts an Blume oder dergleichen. Aussen: eine schöne Terrasse, aber nichts grün-buntes drauf. Kein Topf, kein Trieb, nüschte. Naja, es soll wohl nichts die kontemplative Cleanheit stören (aber was macht dann ein Hund da....sicher der neugierige vom Nachbarn....).

Der Betonsockel mit dem Überhang erschließt sich meiner Phantasie nicht. Oder doch. Sieht wie die Laderampe vom Aldi aus. Vielleicht mag da wer noch Erde aufschütten.

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acitapple 04.04.2018, 19:11
4.

Traumhafter Ort, auf den ersten Blick auch ein ansprechendes Haus. Aber das soll wohnlich sein ? Ich finde es sehr kalt, steril und äußerst ungemütlich. Es muss ja kein Zwölfender überm Kamin hängen, aber ein wenig gemütlicher könnte es schon sein.

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pek 04.04.2018, 20:24
5. Gruselig

Diese steifen, kalten, geraden Archtitekturmonster entschlüpfen den Archtekten-Hirnen. Wohnlich geht anders.

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DerNachfrager 04.04.2018, 21:00
6. "Grandios bescheiden" ... ich darf mal kichern !

In den meisten Ländern ist es längst verboten, Seeufer mit solch hässlichen Bunkern zu verschandeln. In Finnland muss sogar die traditionelle Sauna inzwischen 30 Meter Abstand zum Ufer halten. Vom Grundstückspreis mal ganz zu schweigen.

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Papazaca 04.04.2018, 21:28
7. Die Kommentare sind natürlich besser als

das Haus. Deshalb stellen sich folgende Fragen: Hätten unsere SPON-Kommentatoren lieber die Zelte beibehalten? Schade, das nie klar wird, was Ihnen gefällt. Es wird nur klar, was ihnen nicht gefällt. Nicht einfach für einen modernen Architekten.

Das Haus erinnert mich an Häuser von Mies van der Rohe und dem Glashaus von Philipp Johnson. Aber es fehlt für mich die klare Linie, mir gefallen Häuser besser, die man mit einem Blick erfassen kann, die eher skulptural sind.

Die Größe gefällt mir, für das Reinigen des Glases würde ich auch noch eine Lösung finden, der Lounge Chair von Eames wird förmlich zelebriert, wie eine Werbung von Vitra. Früher von mir abschätzig als Thron aller Couchpotatos bezeichnet habe ich inzwischen einen gekauft. Ja, er ist einfach saubequem.

Ja, ein ganz schönes Haus, aber die Architektur hat sich weiterentwickelt. Wirklich gut sind aber immer die Kommentare hier im SPON. Sicher alles freundliche Leute, ich meine so privat, trotz Sarkasmus und manchmal heftiger Ablehnung. Aber das ist ok. Nur eines ist sicher: Sie kommen auch alle in den Architektur-Himmel (wenn es einen gibt), aber nur als Besucher. Nach Toresschluss müssen sie wieder gehen. Die Architekten im Himmel verzeihen Kommentatoren eben auch nicht alles ...

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discuss 05.04.2018, 01:31
8. Volltreffer, aber unpraktische Details

Wenn ein Haus völlig frei geplant werden kann, sollte es natürlich in erster Linie den Wünschen der Bauherren entsprechen. Das scheint mir hier gelungen. Die Bauherren haben vorher an gleicher Stelle regelmäßig gezeltet. Ich kann mir vorstellen, dass sie, obwohl nun in fester Behausung residierend, weiterhin das Gefühl der nahezu unmittelbaren Naturverbundenheit erleben möchten. Der zum Terrarium ausgestaltete Wohnraum ist in dieser Hinsicht also sehr konsequent, was ebenso für den fließenden Übergang Küche-Terrasse und die, dank riesiger Schiebetür, zur Außendusche umwandelbare Innendusche gilt. So weit, so gut.
Dass der Küchenblock nahtlos in ein Element der Außenwand übergeht, ist vielleicht noch mit insgesamt eher rückständigen US-Amerikanischen Bauweisen zu erklären, die bauphysikalisch irgendwo in den 70ern hängen geblieben sind und von Dingen wie thermischer Entkopplung von außen- und innenliegenden Bauteilen noch nichts gehört haben. Aber, liebe Leute, die Dusche macht mich ob ihrer grenzenlosen Unnutzbarkeit sprachlos. Da haben die Hektarweise Glas verbaut und für eine simple Duschabtrennung hat's nicht mehr gereicht? Das Schönheit vergänglich ist, wird sich im Bad besonders schnell zeigen, wenn das sich im ganzen Raum verteilende Spritzwasser der Dusche erst seine Wirkung entfaltet. So viel Putzen, dass sich das nicht bemerkbar macht, kann man nicht. Aber gut: vielleicht wollen die beiden ja auch gar nicht duschen. Konnten sie ja früher mit Zelt auch nicht.

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crazy_swayze 05.04.2018, 08:35
9.

Zitat von upalatus
Innen: ausser den obligaten mickrigen Orchideenstengel nichts an Blume oder dergleichen. Aussen: eine schöne Terrasse, aber nichts grün-buntes drauf. Kein Topf, kein Trieb, nüschte. Naja, es soll wohl nichts die kontemplative Cleanheit stören (aber was macht dann ein Hund da....sicher der neugierige vom Nachbarn....). Der Betonsockel mit dem Überhang erschließt sich meiner Phantasie nicht. Oder doch. Sieht wie die Laderampe vom Aldi aus. Vielleicht mag da wer noch Erde aufschütten.
Architekturfotographie will gar nicht das Haus zustellen mit Gedöns, der Blick soll ganz auf dem Haus selbst liegen.
Jedes Mal wenn SPON Häuser präsentiert, wird das Interieur bemängelt.

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