Forum: Wirtschaft
110 Städte im Vergleich: Wo sich der Immobilienkauf noch lohnt
imago/ Westend61

Häuser und Wohnungen werden in Deutschland immer teurer. Doch jenseits der Toplagen in Berlin oder München können Käufer laut einer Studie noch Schnäppchen machen. Rentieren sich Immobilien in Ihrer Stadt?

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fc2q397 28.09.2017, 11:47
1. Es ist eigentlich nicht zu teuer....

Im Vergleich zu anderen wohlhabenden Ländern ist Deutschland auch bei den Wohnkosten noch relativ günstig dabei. Gerade auch im ländlichen Raum, wo der Leerstand im Bestand sogar weiterhin leicht zunimmt.

Das Problem ist doch die Entwicklung bei Löhnen und Gehältern, die seit ca. 15 Jahren praktisch eingefroren sind und nicht einmal entsprechend der allgemeinen Inflation angepasst wurden. Der Niedriglohnsektor wird immer größer und zeitlich befristete Verträge werden zur Regel. Und warum sollten sich die Immobilienpreise, in Zeiten von Negativzinsen und hoher Nachfrage bei ausländischen Investoren auch unterhalb der allgemeinen Inflation bewegen ?

Die Politik hat in den letzten Jahren auch gar nichts produktives unternommen, um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken. Im Gegenteil, durch weitere Umweltauflagen wurde die Preistreiberei sogar noch begünstigt.
Jetzt bleiben die Großstädte bald nur noch den oberen 10 % vorbehalten, alle Anderen werden derzeit fast systematisch ganz aus den Städten gedrängt.

Dann kann man bald auch wieder Stadtmauern errichten und die Zugbrücken hochziehen.

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suplesse 28.09.2017, 11:58
2. Nix geht mehr!

Habe vor gut 25Jahren angefangen Inmobilien zu kaufen. In guten Lagen einer Top gelisteten Großstadt. Das war glaube ich die richtige Entscheidung. Langsam aber sicher fängt es an kleine Erträge zu erzielen. Es war die richtige Entscheidung. Aber wie gesagt vor 10 bis 20 Jahren war sie richtig. Nur jetzt ist es sehr viel schwieriger geworden etwas zu kaufen, was sich wirklich langsfristig rechnet. Mein Risiko vor 25 Jahren war ein Zinzsatz von über 15 %. Das war garnicht lustig. Habe die ersten 5 Jahre extrem draufgelegt. Es sollten sich diejenigen in acht nehmen, die sich jetzt für einen Immobilie hoch verschulden müssen. Ich würd's nicht machen. Gute Wohnungen sind komplett überzogen hoch im Preis.

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ctwalt 28.09.2017, 12:08
3. Lohnen ???

Lohnen würde ja bedeuten, dass der Erwerb von Eigentum immer die bessere Variante gegenüber einer Miete darstellt. In Kiel werden zur Zeit für abgehalfterte 70er Jahre Bungalows mit 120 qm Wohnfläche € 350.000,- aufgerufen, bei 5 Zimmer Wohnungen im EG mit 150qm gern mal € 650.000,-. Das ist alles völlig utopisch und wenn ich mir die Zersiedelung im Norden Kiel ansehe, bei der ein selbst planbarer 150qm Neubau ca. 250.000-350.000,- kostet, führt das doch zu einer totalen Abwertung der Bestandsimmobilien. Die Neubaugebiete bekommen inzwischen eigene Kitas.

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spon-facebook-1261351808 28.09.2017, 12:11
4. Nicht das Hauptproblem!

Gefühlt gibt es jeden Tag einen neuen Artikel explodierenden Mietpreisen. Das ist meines Erachtens aber nicht das Hauptproblem! Die Löhne und Gehälter sind im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. Man schaue nur nach Frankreich, wo gerade die unteren Qualifikationsgruppen wesentlich mehr verdienen...

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SINAN_75 28.09.2017, 12:12
5. "Falsches" Foto Bonn

Eine Bitte: Können Sie beim 6.-platzierten Bonn nicht ein anderes Foto einstellen, anstatt immer wieder das 80er-Jahre-Regierungsviertel in Bad Godesberg? Hier auch noch bei schlechtem Wetter und mit braunem Rhein. Ich war neulich wieder dort und erkenne es auf Ihrem Foto nicht wieder. Bei den anderen Städten zeigen Sie ja auch den Altstadtkern und nicht irgendein Gewerbegebiet außerhalb der Stadt.

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thelabskaus 28.09.2017, 12:22
6. Wie hoch ist die zugrunde gelegte "empfohlene Mindestrendite"?

@admin: Mehrfach wird in den Grafiken auf den "Abstand Eigenkapitalrendite zu empfohlener Mindestrendite (in Prozentpunkten)" verwiesen. Der zugrunde gelegte Wert für die "empfohlene Mindestrendite" fehlt aber, wenn ich ihn nicht übersehen habe. Das wäre für den Kaufinteressenten zur Abwägung gegen andere Investments aber sehr hilfreich.

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helmut.alt 28.09.2017, 12:22
7. Wer heute privat bauen will,

der muss sich bewusst sein, dass für mehr als 40% der Kosten kein Gegenwert da ist (19% Mehrwertsteuer, Provision der Baufirma, Grunderwerbsteuer, Notarkosten). Der enorme Anstieg der Immobilienpreise erklärt sich mit der Flucht in Sachwerte (wenig Vertrauen in die Stabilität der Währung), billige Darlehenszinsen (etwa 1%) und den Zuzug von über einer Million Migranten innerhalb kürzester Zeit.

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Erfolgistsexy 28.09.2017, 12:25
8. Attraktive Wohnlage.....

.... heisst es ja auch deshalb weil man neben dem wohnen weitere Vorzüge geniesst wie eben eine entsprechende Infrastruktur, Kulturprogramm, Nahverkehr. Das wird eben alles mitbezahlt und daher steigen in den Ballungsgebieten die Preise. Verglichen mit attraktiven Städten im Ausland liegen die Preise in deutschen Topstädten aber nicht exorbitant hoch. Problem sind eher die "kleinen Geldbeutel" vieler Personen, die es trotzdem in die schicken Lagen zieht. Auch früher war es den einfachen Arbeitern nicht möglich in zentraler Innenstadtlage feudal und grosszügig zu wohnen. Heute halten viele Menschen es eben für Standard dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat und melden "Anspruch" an. Die vielen "befristeten Arbeitsverträge", die immer wieder angeführt werden hängen damit zusammen, dass der Kündigungsschutz eben ist wie er ist - in Deutschland. In anderen wohlhabenden Ländern - Beispiel: Schweiz - ist das anders. Da gibt es diesen Kündigungsschutz nicht und trotzdem ist die Arbeitslosenquote gering, die Gehälter top und Zeitarbeiter werden ebenfalls sehr gut bezahlt, weil man die Flexibilität schätzt und es dort nicht das Geschmäckle hat, dass einer nix besseres bekommen hätte.

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matthias.fahrner 28.09.2017, 12:59
9. Und die Blase wächst weiter in Gefährliche...

Genauso war die Verdichtung des Hypothekenkrise in den USA: DA die aufgeblähter Veräußerungswirtschaft in den eigenen Augen nicht mehr genug Erlöse genereierte, wurden immer mehr B- und C- usw. eingestufte Abschlüsse vermittelt. Nachher wollte es niemand gewesen sein dun der Steuerzahler rettete, was immer noch maßgeblich für die heutigen Nachwirkungen ist. Also: Viel Spaß mit solchen offensichtlichen Werbepublikationen, gesponsort?, von Spiegel.

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