Forum: Wirtschaft
Abgasskandal: Deutscher VW-Manager in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt
REUTERS/Courtesy of Broward County Sheriffs Office

In den USA ist das Urteil gegen den deutschen VW-Manager Oliver Schmidt gefallen: Wegen Vertuschung der Abgasmanipulationen erhielt er eine hohe Haft- und Geldstrafe, trotz Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft.

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Schen 07.12.2017, 08:32
1. geht doch...

interessant, in den USA steckt man Leute die enormen Betrug betreiben in den Knast, in Deutschland zahlt der Steuerzahler solchen Leuten noch eine Umweltprämie damit die Betrüger ihre Decksschleudern auch noch besser verkaufen können. daraus darf nun jeder selbst seiner Schlüsse ziehen....

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Daueronline 07.12.2017, 08:36
2. Ein hartes Urteil

Nun ja, die Amerikaner haben andere Gesetze und setzen diese in diesem Fall dann eben durch. Was ist eigentlich in Deutschland? Hier, im Ursprungsland des Betruges, werden die Täter von der Politik gedeckt und dürfen sich sogar noch selbst Art und Höhe der Entschädigung aussuchen! Wieder ein weiterer Fall von Rechtsbruch unter der Regierung Merkel. Nicht dass ich unbedingt für mehrjährige Haftstrafen Einzelner bin, aber eine juristische Aufarbeitung und angemessene Entschädigung würde noch dazu bei den Millionengewinnen von Management und Konzern dem Begriff "Rechtsstaat" wieder ein wenig mehr Glaubwürdigkeit verschaffen.

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BeatDaddy 07.12.2017, 08:41
3. ...und zusätzlich

hätte er noch 1 Million an einen Umwelt-Fond abdrücken müssen! Ich habe mit solchen Betrügern keinerlei Mitleid. Als normaler Bürger wird man schon bestraft, wenn man den TÜV mehr als einen Monat überzieht...und solche "hochdekorierten" Menschen stopfen sich die Tasche voll und betrügen jetzige, aber auch zukünftige Generationen mit Ihrer Gier und Falschheit. Ab in den Bau mit dem und am besten - weil am billigsten für uns - in den USA.

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michi_meissner 07.12.2017, 08:45
4. In den usa gibt es passende strafen...

Schlimm, wie unsere eigene strafjustiz versagt hat und übel, was für einen korruptionsgleichen sumpf dobrindt in seiner behörde geschaffen hat, so dass bis heute keinerlei strafen fällig wurden. Jedes mal, wenn ich mit dem rad hinter einem diesel an der ampel stehe, ballt sixh die faust in der tasche. Ein lichtblick immerhin, dass der gesamte vw vorstand nicht mal zum skifahren nach österreich oder in die schweiz kann, weil er verhaftet und ausgeliefert werden könnte. Würde ich einen von der bande dort erkennen, ich würde ihn sofort melden.

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sid6581 07.12.2017, 09:01
5. Als Leidtragender ...

... kann ich nur hoffen, dass wenigstens die Gerichte mitbekommen, wie in anderen Ländern mit diesem Skandal verfahren wird. Vielleicht werden deutsche Kunden dann wenigstens auf diesem Wege entschädigt. Wer da den Kopf schüttelt - es wurden schon mehrere Verfahren zu Gunsten von VW-Käufern entschieden, nur noch nicht die großen Quasi-Sammelklagen.

Eine weitere Hoffnung bleibt einem ja auch nicht, Dobrindt dürfte zusammen mit Glyphosat-Schmidt die schlimmste Manifestation politischer Korruption sein.

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Joe Amberg 07.12.2017, 09:09
6. Die Kleinen hängt man...

Echt cool, dass der Rechtsstaat Deutschland beim Thema Autobauerkriminalität vollständig versagt. Was einem doch massiv an der angeblichen Unabhängigkeit der Justiz zweifeln lässt. Was ist eigentlich noch genau der Unterschied von DE zu Nigeria etc.?

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runningstar 07.12.2017, 09:19
7. Das Urteil ist ein Witz

Wenn man sieht, wie wenig beim Lehmannbrother Skandal passiert ist, der dafür gesorgt hat, dass es eine weltweise Krise gibt, ist das Urteil wirklich lachhaft und zeigt, dass die us-justiz offensichtlich parteiisch ist.

Kaum ein Banker, der im Knast sitzt und da wurde nun mal so richtig gelogen und betrogen und es hatte direkte Auswirkungen auf der ganzen Welt mit reihenweise Entlassungen. Viele, viele Familien haben ihre Häuser verloren, also massive Einwirkungen für Millionen von Menschen weltweit.
Aber das interessiert ja nicht. Waren ja in der Hauptsache US-Banken. Da darf man nicht so hart sein.

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weltenbummler2015 07.12.2017, 09:24
8.

Oliver Schmidt ist sicher nur ein relativ "kleines Rädchen" im Management des VW-Konzerns, der nicht die Anwendung der Schummelsoftware entschieden hat. Es stellt sich daher die Frage der Verhältnismäßigkeit, einen Auslandsvertreter eines Konzerns wie einen Schwerstverbrecher zu bestrafen. Muss man die Entscheidung nicht eher handelspolitisch einschätzen?
Im Übrigen haben die gebräuchlichen Fahrzeuge amerikanischer Herstellung immer noch die höchsten Abgaswerte!

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Jan-Christian_Lewitz 07.12.2017, 09:27
9. Politischer Prozess gegen Deutsche Technik

Der ganze - sogenannte Diesel Skandal - scheint vor allem Teil der Kampagne "America First", die bei Fragen von Krieg und Frieden auf dem Schlachtfeld und in der Wirtschaft seit jeher gerne in Amerika gestellt wird, zu sein. Ein Land, welches sich nicht dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag unterwirft maßt sich an über alles und jeden zu richten - nur nicht über sich selbst.
Das kann und darf so nicht weiter gehen.

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