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Absatz von Klimageräten: Supersommer für die Kältebranche
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Neben klimatisierten Büros und Autos will eine wachsende Zahl von Deutschen auch zu Hause nicht mehr auf gekühlte Luft verzichten. Wegen des ungewöhnlich heißen Sommer erwartet die Branche nun Verkaufsrekorde.

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Sibylle1969 10.08.2018, 09:38
1.

Ich habe in D in klimatisierten Büros gearbeitet, hier lag die Temperatur im Hochsommer meist bei rund 25 Grad, was sehr angenehm war. Die Frauen konnten ihre dünnen Sommerkleider tragen, für die Männer in Hemd und langer Hose war es nicht zu warm. Unterschied zwischen drinnen und draußen ca. 5 Grad. In den USA in Houston habe ich mal im Juli das krasse Gegenteil erlebt: draußen 38 Grad schwüle Hitze, drinnen runtergekühlt auf 17-18 Grad, so dass man ohne lange Hose und Pullover oder Jacke friert (zum Vergleich: im Winter heizen die Amerikaner gerne mal auf Temperaturen von 23-25 Grad, die es ermöglichen, im kurzen Kleid im Büro zu arbeiten). Unterschied zwischen drinnen und draußen rund 20 Grad. In Houston habe ich mich jedes Mal erkältet.

Mir haben je ein Ventilator im Schlaf- und Arbeitszimmer gut über die Hitzewelle geholfen. Es war zwar zuletzt fast 30 Grad im Schlafzimmer, aber dank Ventilator war das aushaltbar.

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Bueckstueck 10.08.2018, 09:40
2. Erdkühlung

So wie man im Winter mit Erdwärme seinen Ölbedarf reduzieren kann, so kann man im Sommer seine (Fussboden-) Heizung mit vom Erdboden gekühltem Wasser beschicken. Geht natürlich nur wenn man ein Grundstück besitzt und uns das Klima noch keinen ganzjahres Sommer beschert...

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Pfaffenwinkel 10.08.2018, 09:40
3. Aldi, Liedl & Co.

sitzen schon in den Startlöchern: Sie werden die Konsumenten vor dem nächsten Hitze-Sommer mit preiswerten Klimageräten zuschütten.

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fahrgast07 10.08.2018, 09:42
4. Denkfehler Klimaanlage

Ein gefährlicher Trend. Klimaanlagem heizen nämlich nach draußen, damit werden die Städte noch heißer! Gut zu erleben in Japan: Innen alles brutal runterklimatisiert, außen ist es (wie Studien ergaben) bis zu 5 Gtad heißer als natürlich. Gesund ist das überhaupt nicht. Ein gut geplantes Haus ist auch bei Hitze angenehm: Verschattung, Speichermasse, Nachtrückkühlung, Dämmung - alles machbar. Aber wir bauen lieber eine gedankenlose Hütte hin und schrauben eine Baumarkt-Klimaanlage rein - so richten wir unseren Planeten zugrunde.

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fahrgast07 10.08.2018, 09:46
5. Scharlatan-Klimaanlagen

Interessant sind die Scharlatan-Klimaanlagen, die auch auf Spon beworben werden. Die sind nämlich simple Luftbefeuchter und geben nur die Illusion von Kühlung (eine echte Klimaanlage trocknet sohar die Luft). Kurzum, so wirksam wie Homöopathie. Aber wir mündigen Bürger kaufen jeden Schmarrn, hauptsache der Müll wird nie knapp.

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cindy2009 10.08.2018, 10:02
6. Sicher?

Zitat von fahrgast07
Ein gefährlicher Trend. Klimaanlagem heizen nämlich nach draußen, damit werden die Städte noch heißer! Gut zu erleben in Japan: Innen alles brutal runterklimatisiert, außen ist es (wie Studien ergaben) bis zu 5 Gtad heißer als natürlich. Gesund ist das überhaupt nicht. Ein gut geplantes Haus ist auch bei Hitze angenehm: Verschattung, Speichermasse, Nachtrückkühlung, Dämmung - alles machbar. Aber wir bauen lieber eine gedankenlose Hütte hin und schrauben eine Baumarkt-Klimaanlage rein - so richten wir unseren Planeten zugrunde.
Könnten Sie das belegen? Mein Wissenstand ist, dass in Japan Strom gespart werden soll.

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pterodactylus 10.08.2018, 10:11
7. Ich hab mich jetzt auch zum Kauf einer Klimaanlage entschieden,

Auslöser war allerdings nicht das persönliche Hitzeempfinden sondern ein inzwischen wiederholter Hitzeschaden an meinem PC-Festplatten. Bei Benutzung des PCs erwärmt sich der ganze Büroraum deutlich - und ich habe schon lauter möglichst stromsparende Geräte. Im Bereich des Rechners ist ein Temperaturunterschied von mehreren Grad feststellbar und selbst mit großem Ventilator auf höchster Stufe (der dann dadurch auch noch heizt) wird es kaum besser - über den Lärm sag ich schon gar nichts mehr. Insofern jetzt der Schritt die Temperatur in dem Raum künstlich zu reduzieren.

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mwroer 10.08.2018, 10:13
8.

Zitat von Pfaffenwinkel
sitzen schon in den Startlöchern: Sie werden die Konsumenten vor dem nächsten Hitze-Sommer mit preiswerten Klimageräten zuschütten.
Wer auch immer diese Dinger kauft - er verschwendet sein Geld, egal bei welchem Händler. Wir waren, glaube ich, die einzigen in unserem Bekanntenkreis die nichts derartiges gekauft haben. Im Durchschnitt lag die Temperatur bei uns um 1,5 Grad höher.

Umbau der Fußbodenheizung auch zur Kühlung, Brunnen ist im Garten eh vorhanden, ist die einzige Sache die ich im Moment in Erwägung ziehe. Ist nicht teurer als alle Fenster mit Beschattung außen zu versehen und bringt wesentlich mehr.

Alternativen die diesen Sommer von uns mehr oder weniger erfolgreich getestet wurden: Schwerer Baumwollstoff vorm Fenster mit dem Gartenschlauch durchnässt und Plastikeinwegflaschen aus der Tiefkühltruhe (Plastik abziehen) vorm Ventilator und das Wasser wird Abends zum gießen der Blumen benutzt.

Hat den gleichen Effekt wie eins dieser Billigklimageräte für 200 Euro.

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mwroer 10.08.2018, 10:20
9.

Zitat von fahrgast07
Ein gefährlicher Trend. Klimaanlagem heizen nämlich nach draußen, damit werden die Städte noch heißer! Gut zu erleben in Japan: Innen alles brutal runterklimatisiert, außen ist es (wie Studien ergaben) bis zu 5 Gtad heißer als natürlich. Gesund ist das überhaupt nicht. Ein gut geplantes Haus ist auch bei Hitze angenehm: Verschattung, Speichermasse, Nachtrückkühlung, Dämmung - alles machbar. Aber wir bauen lieber eine gedankenlose Hütte hin und schrauben eine Baumarkt-Klimaanlage rein - so richten wir unseren Planeten zugrunde.
Na ja, Sie dürfen schon an die Millionen von Menschen denken die in Mietwohnungen sitzen und keinen Einfluss auf die Bauweise haben oder die es sich nicht leisten können mal eben ihr Einfamilienhaus halb neu zu bauen.

Selbst wenn Sie, wie bei uns in den Niederlanden nicht unüblich, ein Reihenhaus zur Miete bewohnen ist nicht mal gesagt das der Einbau einer Klimaanlage genehmigt wird.

Also Ihre Kritik in allen Ehren, und sie stimmt auch durchaus oft genug, es gibt zig Millionen Menschen die schlicht und ergreifend keine andere Wahl haben als sich mit diesen ineffzienten Systemen zu behelfen.

Die Hitzewellen in den großen Städten, gerade auch in Japan, haben aber weniger damit zu tun als mit der kompletten Fehlplanung der Städte selber. Da wird zugepflastert was nur geht und so hoch gebaut wie es nur geht. Das Ergebnis: Nachts wird die Hitze aus dem Beton nach außen abgegeben und kein Wind kann sie ungehindert abführen.

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