Forum: Wirtschaft
Altersvorsorge: Frauen erhalten in Deutschland nur halb so viel Rente wie Männer

Bei den Renten klafft eine große Lücke: Frauen erhalten im Schnitt 53 Prozent weniger Geld als Männer. Die Kluft wird zwar stetig kleiner - eine vollkommene Angleichung wird aber noch Jahrzehnte dauern.

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Berg 15.07.2017, 10:11
1.

Und was ist denn das für ein "Schnitt"? Es ist doch allen bekannt, dass in der Bundesrepublik jahrzehntelang die Frauen im Haushalt vergöttert wurden, also ohne Arbeitsverhältnis, ohne Rentenbeiträge, vom Mann willkürlich versichert. Da war man eben mit der Gleichberechtigung weit zurück und ist nun auch im Alter auf diesen Mann angewiesen.

Doch Frau-West war nicht Frau-Ost. Man verspottete die Frauen in der DDR, die natürlich "staatlich verordnet arbeiten gehen mussten". Heute erhalten sie ihre eigene Rente, die höher ist als die im Westen. Und damit verhindern die Ost-Rentnerinnen, dass dieser "Schnitt" noch krasser ausfällt.

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yaakov 15.07.2017, 10:13
2. Die Rente ist ein Spiegel des Arbeitslebens!

Menschen mit geringem Einkommen, Teilzeitbeschäftigung, längeren Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie ... erhalten weniger Rente, völlig unabhängig davon, ob sie Männer oder Frauen sind.
Und wir haben einen Leitbildwandel. Männer arbeiteten für das Familieneinkommen, im Einverständnis mit ihren Frauen. Wenn nun individuell abgerechnet werden soll, dann müssen sich die Menschen mit ihren Absprachen darauf einstellen.
Also: Wer als Frau einen eigenständigen ausreichenden Rentenanspruch erwerben möchte, der muss seine Erwerbsbiografie daran ausrichten. Das wäre dann zuvörderst eine Aufgabe der Frauen.

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yaakov 15.07.2017, 10:14
3. Die Rente ist ein Spiegel des Arbeitslebens!

Menschen mit geringem Einkommen, Teilzeitbeschäftigung, längeren Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie ... erhalten weniger Rente, völlig unabhängig davon, ob sie Männer oder Frauen sind.
Und wir haben einen Leitbildwandel. Männer arbeiteten für das Familieneinkommen, im Einverständnis mit ihren Frauen. Wenn nun individuell abgerechnet werden soll, dann müssen sich die Menschen mit ihren Absprachen darauf einstellen.
Also: Wer als Frau einen eigenständigen ausreichenden Rentenanspruch erwerben möchte, der muss seine Erwerbsbiografie daran ausrichten. Das wäre dann zuvörderst eine Aufgabe der Frauen.

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olli0816 15.07.2017, 10:15
4. Was ist daran so neu?

Und die nächste Frage wäre: Was ist daran so ungerecht? Die Rentenversicherung zahlt Renten gemäß den Einzahlungen aus, die jeder geleistet hat. Daneben gibts noch ein paar Vergünstigungen wie die Zuschreibung von Rentenpunkten ohne Einzahlung für z.B. Kinder. Schaut man sich die Gesellschaft der letzten 50 Jahre an, waren noch ganz andere Lebensmodelle vorherrschend als heute. Es gab viele Hausfrauen und selbst heute gibt es diese in nicht unerheblicher Zahl. Daneben viele Frauen mit Minijobs, um die Kasse aufzubessern. Diese Frauen zahlen nunmal nichts oder wenig ein und daraus resultieren die niedrigen Auszahlungsbeträge. Theoretisch könnte die Familie für den nichtverdienenden Teil in die gesetzliche freiwillig einzahlen. Würd ich persönlich nicht machen und dafür anders anlegen, aber möglich wäre es. Macht aber kaum einer. Also eine Binse und nichts ungerechtes. Achja, danke für den neuen Begriff: Gender pension gap. Ihr Genderforscher seid manchmal zu niedlich im Erfinden blödsinniger Phrasen.

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bart80 15.07.2017, 10:24
5. Die Lebenserwartung

die Lebenserwartung von Frauen ist im Mittel ca. 10 Jahre höher.
Wie wirkt sich dieser Fakt auf die absoluten Rentenbezüge aus?
Wenn zudem noch berücksichtigt würde, dass Frauen in der Regel Ingenieursberufe meiden wie der Teufel das Weihwasser dann bleibt von der sogenannten Geschlechterlücke sogut wie nichts übrig.

"Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung" Simone de Beauvoir

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romeov 15.07.2017, 10:26
6. Der Artikel könnte auch

...anders lauten: Rentner erhalten viel weniger Geld als Pensionäre.

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ericstrip 15.07.2017, 10:29
7. Wer weniger einzahlt...

...bekommt weniger Rente. War sonst noch was?

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Palmstroem 15.07.2017, 10:30
8. Witwenrente vergessen

Kein Wunder, denn in der aktuellen Rentengeneration gab es viele Hausfrauen, die nur geringe Anrechenzeiten für die Rentenversicherung aufweisen können. Allerdings gleicht sich dies weitgehend durch die Witwenrente wieder aus, weil Frauen im Schnitt 21 Jahre Rente beziehen, ihre Männer aber nur 14 Jahre.
Auch meine Mutter erhielt nur 700 Euro Eigenrente, aber mit 750 Euro zusätzlicher Witwenrente konnte sie gut leben.

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vitalik 15.07.2017, 10:30
9.

Der letzte Absatz ist doch ein Witz oder? Woher kommt diese Annahme und was soll so ein Gesetzt bewirken? Sollen die Mütter gezwungen werden nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten zu gehen. Ach, hier geht es bestimmt um das unsinnige Gesetzt, wonach der Arbeitgeber gezwungen ist die Vollzeitstellen für die eventuell wiederkehrenden Mitarbeiterin freizuhalten, die sich vielleicht für eine Vollzeitstellen entscheidet oder eben doch nur in Teilzeit weiterarbeiten will.
Und selbst, wenn so ein Gesetzt kommen mag, ist die Aussage im letzten Absatz Unsinn, da es trotzdem Frauen geben wird, welche sich eben für eine Teilzeitstelle entscheiden. Jetzt müsste man natürlich recherchieren, um herauszufinden, wie viele Frauen sich tatsächlich für eine Vollzeitstelle interessieren, aber eine Behauptung aufzustellen ist halt einfacher.

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