Forum: Wirtschaft
Angela Merkel zum Dieselskandal: "Autoindustrie nicht politische Maßnahmen schwächen"
AFP

Seit Bekanntwerden des Diesel-Skandals fordern Kritiker harte Konsequenzen für die Autobauer. Bundeskanzlerin Merkel macht nun deutlich: die Bundesregierung lässt Rücksicht walten.

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l.geisler 16.05.2018, 13:00
1. Sie wird es nicht lesen

Liebe Frau Merkel,
es geht tatsächlich nicht darum die Industrie vor politischen Maßnahmen zu schützen sondern vielmehr darum die Industrie dazu zu zwingen das zu tun was sie mittels Katalog und Typgenehmigung versprochen hat. Darüber hinaus kann ja vielleicht ein wirklich sauberer Diesel ein Antrieb der Zukunft oder zumindest des Übergangs sein. Sicher gibt es Argumente, die diese Belastung für die Industrie als zu hoch bewerten, aber bedenken Sie auch, Sie warden nicht von der Industrie gewählt. Dies allenfalls mittelbar!

Ich an Ihrer Stelle würde diese Position überdenken, nicht ausschließlich wegen der Wähler sondern vielleicht auch um dem Recht Geltung zu verschaffen. Niemand darf vorsätzlich oder auch nur grob fahrlässig andere benachteiligen, auch nicht die so wichtige Industrie!

Ich wünsche Alles Gute und viel Augenmaß

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vliege 16.05.2018, 13:07
2. War nicht anders zu erwarten

Merkel hält trotz Lug & Betrug und damit millionenfachen Schaden der Gesundheit aller und Wertverlust der Dieselfahrer ihre Schützende Hand über die Konzerne. Bis dato keine Verantwortung oder Konsequenzen für die Verantwortlichen. Die Bosse der Konzerne können weitermachen wie bisher, das ist sicher! Ihr müsst nur groß genug und "systemrelevant" sein. Btw, die deutschen Automobilhersteller verpennen seit 20 Jahren die Weiterentwicklung der Mobilität, Boni/ Dividende und mehr PS waren und sind die Antriebsfedern der Managerelite.

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i.b.tga 16.05.2018, 13:12
3. Mir kommen die Tränen

Der deutschen Autoindustrie geht es so schlecht das eine HW Nachrüstung nicht leistbar ist.
Klar nachdem eine kräftige Dividende und Boni, unter anderem auch an die Verursacher der Betrugsmaßnahme gezahlt wurde ist die Kasse leer.
Die Merkel erzählt hier nur quatsch: welche Ingenieure sind denn mit der HW Nachrüstung beschäftigt? Keine, die Teile sind längst entwickelt und werde z. B. in den USA in die Fahrzeuge eingebaut.
Damit ist wieder einmal klar: Die Bundesregierung und vor allem die Merkel sind nicht den Wählern verbunden sondern vor allem der Autoindustrie.
Wer argumentiert, dass das arbeitsplätze sichert übersieht das durch den Beschiss die deutsche Autoindustrie massiv beschädigt wurde.

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Bernd Schneider 16.05.2018, 13:12
4. na prima!

das hätte mich auch sehr verwundert, wenn die Bundesregierung mitgeteilt hätte, man würde diesen Betrügern die Kosten für eine Hardwarenachrüstung aufs Auge drücken. Man liebäugelt damit, dass die Autoindustrie und der Staat einen gemeinsamen Fond gründen, um den vom Dieselskandal Betroffenen finanziell etwas unter die Achseln greifen zu können. Viel härter darf man die Autoindustrie auch nicht anpacken, die sind imstande und lassen keine 5,- oder 6stelligen Parteispenden mehr rüberwachsen. Ein Wort noch an die Vertreter des deutschen Bundestages: Sie wurden gewählt, um die Interessen der Bewohner ihres Wahlkreises zu vertreten. Sollten Sie vergessen haben, was ihre Wähler wollen, einfach noch mal nachfragen, kostet nix!

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dummzeuch 16.05.2018, 13:15
5. Politische Maßnahmen?

Oha, es geht also um "politische Maßnahmen". Ich dachte es ginge darum, dass gegen Gesetze verstoßen wurde und dabei in Kauf genommen wurde, das Leben und die Gesundheit der Bürger zu schädigen. Dazu kommt dann noch der finanzielle Schaden der Käufer durch den übermäßigen Wertverfall der Autos.

Da muss ich wohl was falsch verstanden haben ...

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jazzmaniac69 16.05.2018, 13:20
6. Was für ein Skandal?

Der konstruierte Skandal um die Dieselabgase kann in unserem System nicht darüber hinwegtäuschen, das die Autoindustrie eine Schlüsselindustrie ist.
Bedeutet das, das es so weitergehen kann? Sicher nicht. Unsere Autos sind zu schwere Sprittfresser die unsere Umwelt zerstören. Sich da auf Dieselfahrzeuge stürzen zu wollen ist idiotisch.
Dem Individualverkehr sollte man allgemein mit Subventionen im ÖPNV zu Leibe rücken.
Wenn Mercedes, BMW, Audi und co vom Autobauer zum Passagier Transport Dinstleister werden, dürfte das der Umwelt und der Gesellschaft mehr bringe, als den Diesel zu verteufeln...

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niklass 16.05.2018, 13:20
7. Merkel: "Autoindustrie nicht durch politische Maßnahmen schwächen"

... muss wohl eher heißen: ... Autoindustrie nicht durch die Anwendung deutschen Rechts (z.B. des Strafrechts für den vorsätzlichen Betrug am Kunden sowie des Zivilrechts hinsichtlich Schadenersatz etc.) schwächen ...!!!

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werlesenkann 16.05.2018, 13:20
8. Wen wundert es....

Ein neuerliches völliges Versagen der Politik und vor allem von Merkel. Es gibt durchaus Strafmaßnahmen, die nicht die Belegschaften treffen, z. B. Gefängnisstrafen für die Geschäftsleitung wegen Betruges. Aber man beißt wohl nicht Hand, die einen füttert...

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Atheist_Crusader 16.05.2018, 13:27
9.

Die Autoindustrie schwächt sich selbst mit ihren Betrugsmaschen. Es wäre nicht das Handeln der Regierung das sie bestraft, sondern es ist das Nichthandeln der Regierung das sie vor den Konsequenzen dieser Taten schützt.

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