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Anlageberatung bei Banken: Mehr Papierkram, miese Produkte wie zuvor
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Ordnerweise Papier und Telefonmitschnitte: Wegen einer neuen EU-Richtlinie müssen Sparer bei Bankberatungen viel Geduld aufbringen. Die Qualität hat sich trotzdem nicht verbessert, wie ein Selbsttest zeigt.

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ovi100 14.05.2018, 06:55
1. an den Papierschrott von LehmanBrothers..

konnten Privatanleger eh nicht dran kommen..insofern ist der momentane Organisations- und Papierkram ein truegerisches Werk, das keineswegs vor evtl. Verlusten schuetzt! Schlimmer..dadurch erhoehen sich die Kosten auch fuer den Anleger was wiederum die eh schon die mickrige Rendite weiter schmaellert..Ein Hoch auf die Buerokratie der EU!

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royal_flush 14.05.2018, 07:11
2.

Diese Beratung dient nicht dem Anleger, sondern nur der Bank, damit sie nicht belangt werden kann, wenn es am Ende in die Hose geht. Letztlich sollte sich jeder im Vorfeld Gedanken machen, wie er sein Geld anlegen möchte. Informationen dazu sind überall verfügbar, dazu braucht es keinen Berater bei der Bank (der auch nichts anderes als ein Verkäufer ist).

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paradoxewelt 14.05.2018, 07:13
3. Unqualifizierter Beitrag

Der Journalist war vermutlich noch nie vor MiFID II bei ner Anlageberatung. Auch davor wurden alle von ihm aufgezählten Punkte abgefragt. Und das er aber jetzt so gut die Kosten nennen kann, liegt an MiFID II. Der Kostenausweis ist jetzt detaillierter... und wenn er feststellt, ein Produkt sei teurer als die Rendite, muss er es ja nicht erwerben und kann nach anderen Produkten fragen. Warum hat er es hier nicht gemacht?

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eunegin 14.05.2018, 07:17
4. selbermachen!

Bankberater. Einmal vertraut, Gebühren bezahlt und einiges an Geld verloren. Seitdem ich mich selbst kümmere, läuft es viel besser und billiger. Man bedenke, dass man fast täglich für sein Geld arbeitet. Viele Stunden am Tag. Nun investiere ich ein, zwei Stunden pro Monat (max) für Anlagefragen und alles ist wunderbar und wenn etwas mal nicht so läuft, bin nur ich Schuld. Seit 20 Jahren.

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zensurgegner2017 14.05.2018, 07:23
5.

Leider wird es nicht lange dauern, bis die deutschen Foren-Buffets, Kostolanys und Greenspans mit Ihrem Wissen prahlen und all diejenigen, die da nicht mithalten können müde belächeln.

Leider übersehen diese Helden, dass die eigene Mutter/Vater/Kinder auch nicht unbedingt solche "Käpsele" sind, und daher ein System nach englischem Vorbild dringend angeraten wäre.

Leider verhindern Inkompetenz, Vetterleswirtschaft und Lobbyismus solch ein Vorgehen, denn eines ist sicher:
Eine Beratung, die ehrlich und fair abläuft, die schmälert das Ergebnis der Banken erheblich, denn ein fair beratener Kunde zahlt zwar den Berater direkt, aber natürlich niemals soviel wie bei den heute verscherbelten Schrottanlagen.

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wiescheid 14.05.2018, 07:26
6. Warum immer auf die Banken?

Was ich mich bei solchen Artikeln immer frage, warum wird immer mehr auf die Banken geschimpft und so getan, als würden alle anderen Produkte anders verkauft. Ja, die Regeln dürfen gerne streng sein, aber warum wird von der Bank (moralisch) verlangt, auf Umsatz und Provision zu verzichten und uns günstigere Sachen aktiv anzubieten und in anderen Bereichen ist das absolut kein Thema. Beim Auto-Kauf verlangt doch auch niemand von dem Händler, dass er uns statt dem SUV nur den Kleinwagen verkauft, da der doch auch reichen würde und für uns doch günstiger wäre...

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franxinatra 14.05.2018, 07:32
7. 'Was er tut ist zwar unmoralisch aber nicht verboten'

Mit diesen Worten wies ein Regionalchef einer namhaften Bank die Kritik am zweifelhaften Gebaren eines Filialleiters zurück.

Da erfahrungsgemäß allein solche Charaktere in den vergangenen mindestens zehn Jahren die Überholspur unter sich aus machten verwundert es nicht, dass Banken nicht mehr in der Lage sind 'ordentliche' Geschäfte zu machen: eine ganze Vertikale im Vertrieb besteht fast nur noch aus solchen Karrieristen.

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skeptiker97 14.05.2018, 07:35
8. Dinosaurier

Die EU ist ein Dinosaurier, auch auf diesem Gebiet.

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RMG 14.05.2018, 07:37
9. … Systemversagen…

der provisionsabhängige Verkauf ist ein falsches Geschäftsmodell für die Banken, die politische Regelungsrahmen dafür (Mifid II) ist falsch. Es kann dem Kunden nicht egal sein, dass es so ist, da er die Kosten der wirkungslosen Bürokratie trägt und diese auch den Wettbewerb verhindert. Wenn UK als Mutterland der liberalen Finanzregulierung hier schon umsteuert, fragt man sich was in Brüssel und Berlin gedacht wird. Die Banken in D reiten die Welle bis zur nächsten Krise. Bis dahin werden MA abgebaut und wenn`s kracht gibt`s Geld vom Steuerzahler.

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