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Anlegerprozess in Braunschweig: Volkswagens Kampf gegen die Kleinaktionäre
DPA

Die VW-Abgasaffäre wird von heute an in Braunschweig vor Gericht verhandelt. Etwa 2000 Aktionäre klagen gegen den Konzern und fordern milliardenschwere Entschädigungen. Der Überblick.

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Spiegelleserin57 10.09.2018, 08:29
1. wenn's um Geld geht sind sie alle da!

es muss erst mal ein Schaden nachgewiesen werden und das vor dem Hintergrund dass die Börse von Gerüchten und Spekulationen
lebt.
Da wird ein Beweis schon schwierig zu führen sein, auch vor dem Hintergrund dass der Konzern jetzt, wo die Dieselaffaire bekannt ist, massive Gewinne einfährt.
Im Klartext heißt das : es stört den Kunden gar nicht.
Wie soll man da noch einen entgangenen Gewinn geltend machen?

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hj.binder@t-online.de 10.09.2018, 08:35
2. Das rechnerisches Risiko von 3,4 Milliarden Euro

rechnet sich für VW immer; wie üblich durch Griff in fremde Kassen, in diesem Fall Finanzamt. 25% von 3,4 Mrd sind 850.000.000 (Mio). Mit diesem Betrag subventioniert der nicht gefragte Lohn-und Umsatzsteuerzahler den VW-Betrug.

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Spiegelleserin57 10.09.2018, 08:38
3. zu bedenken bleibt auch allgemein...

wie VW reagiert und schon agiert. Dieser Konzern verlagert viele
Produktionsstätten jetzt schon in andere Länder und Kontinente.
Das geht leise und schleichend vor sich und erscheint fast ausschließlich nur in der Fachpresse.
Besonders die Aktionäre sollten daran denken was dann aus ihren Aktien wird.
Es werden Tochtergesellschaften gegründet und die nur Töchter sind und somit eigene Firmen sind.
Was bleibt hier übrig...wie man so treffend sagt: verbrannte Erde!

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jewill 10.09.2018, 08:42
4. Vorschlag

VW bezahlt einfach an alle Aktionäre eine Entschädigung pro Aktie über die Höhe kann man noch diskutieren. Die Entschädigung könnte man "Dividende" nennen. Vielleicht wird dann klar, dass es irgendwie unsinnig ist, wenn die Aktionäre ihre eigene Firma verklagen.
Falls die Kläger hier recht bekommen, bereichern sie sich auf Kosten der anderen Aktionäre. Sinnvoller wäre es, die verantwortlichen Manager zu verklagen.

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J_A_P 10.09.2018, 08:42
5. bezeichnend für unsere Demokratie bzw. unser System

die Kläger, bei denen es "nur" um Anlagekapital geht werden vor Gericht vermutlich "Recht" bekommen. Das würde mich jedenfalls nicht wundern. Die Familie oder die Bürger die ein Auto zwecks Mobilität besitzen gehen jedenfalls größtenteils leer aus. Nicht mal eine Hardware Nachrüstung, die der Gesundheit alle Bürger zugute kommen würde, hat überdurchschnittliche Chancen vor deutschen Gerichten. Da muss sich die Justiz wirklich die Frage gefallen lassen wie unabhängig sie ist.
Sehen wir die Parallelen wie in den USA gerade Mr. Kavanaugh vom Kongreß gegrillt wird...dann wird einem klar so ganz frei von Einflüssen scheint die Justiz nie zu sein. Bei uns scheint das Industrie und Politik jedenfalls massiven Einfluss zu haben ... ansonsten kann man die bisherige Rechtsprechung nicht erklären. Rechtsstaat? Das ich nicht lache. Der bekämpft weder rechte Machenschaften noch kriminelle Industrie mit übertriebenen Eifer. Und dann wundern sich einige wenn der eine oder andere Bürger glaubt das Recht in seine Hände nehmen zu müssen. Ich bin strikt dagegen .....aber es erstaunt mich nicht mehr.

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Havel Pavel 10.09.2018, 08:50
6. Schlaumeier klagen!

Es gibt aber auch etliche Anleger die von dieser Affäre enorm profitiert haben und ungeahnte Gewinne eingefahren haben die sie sich niemals hätten träumen lassen. Alles nur eine Frage des Investments! Einen ähnlichen Skandal gab es doch schon mal vo etwa 10 Jahren als Porsche Volkswagen übernehmen wollte, damals stiegen allerdings die "normalen" Voikswagenaktien innerhalb kürzester Zeit um mehrere 100% und dem einfachen Anleger floss ein wahrer Geldsegen zu. Ob der ördinare Anleger wohl auch dagegen geklagt hat weil ihm die enormen Gewinne zu hoch waren? Wohl kaum, wie schon erwähnt ob Gewinn oder Verlust ist bei Anlagen halt nun mal immer eine Frage des Investments! Wie wird im vorliegenden Fall das Gericht wohl entscheiden? Die Aktien dürften wohl die allermeisten auf freiwilliger Basis gekauft haben und sie hätten sie wohl jederzeit auch veräussern können, bevor die Verluste entstanden sind. Es dürfte spannend werden wie die Richter entscheiden werden!

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redmeck 10.09.2018, 09:00
7. Die Eventualverbindlichkeit...

... zeigt genau das Gegenteil: der Konzern ist sich sicher, dass er das gewinnt. Sonst wäre statt dessen eine Rückstellung gebucht worden.

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jim_beam 10.09.2018, 09:02
8.

Der letzte Satz im Text wäre nur dann sinnvoll, wenn Rückstellungen statt Eventualverbindlichkeiten verbucht worden wären. Für mögliche Zahlungspflichten mit Zahlungswahrscheinlichkeit von 50% oder weniger sind Eventualverbindlichkeiten zu buchen. Das ist die gesetzliche Anforderung und hat nichts mit "sich seiner Sache sicher sein" zu tun.

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Berlin142 10.09.2018, 09:05
9. Ich bin nicht dafür, einer solchen Klage stattzugeben

Groß- wie Kleinaktionäre sehen sich immer nur dann inn der "Pflicht", wenn es darum geht, möglichst große Gewinne einzustreichen. Und niemand hat sich in den Jahren nach 2010 aufgeregt, dass die VW Aktie stieg und stieg. Es hat auch niemand nachgefragt, obwohl ja jedem bekannt war, dass die Daten zum Spritverbrauch wie bei allen anderen Herstellern bestenfalls als "getürkt" zu bezeichnen sind. Es oblag jedem Einzelnen, hier zu hinterfragen und auch die notwendige Skepsis an den Tag zu legen. Hat aber keiner gemacht. Dann bitte schön muss man aber auch das Risiko tragen können, dass eben das eingesetzte Management (und nicht nur das) "wilde Sau" spielt.
JT

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