Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt: Deutschland braucht mehr Zuwanderung
DPA

CSU und CDU streiten erbittert um eine Obergrenze für Flüchtlinge. Der leidige Konflikt verschleiert, dass Deutschland eigentlich viel mehr Immigranten ins Land holen müsste als früher - aus eigenem Interesse.

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aa_mode 08.01.2017, 08:39
1.

Als ob geschlossene Grenzen den Arbeitsmarkt austrocknen würden. Er würde es sowieso, denn derzeit kommen vorwiegend Menschen zu uns, die unqualifiziert und kulturell meilenweit von einer Intergration in unsere Lebensformen und Wertevorstellungen entfern sind. Erst in zweiter oder dritter Generation könnten deren Nachkommen volkswirtschaftlich von Nutzen sein. Unser Problem ist, dass wir kein Konzept für eine gesteuerte Zuwanderung haben. Aber lässt man mal wirtschaftliche Aspekte beiseite, ist es natürlich selbstverständlich, hilfesuchenden Menschen Schutz zu gewähren. Diese Aspekte sollte man nicht miteinander vermischen.

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stesch 08.01.2017, 08:40
2. ...und es kamen Menschen.

Herr Müller deutet es an, aber formuliert es nicht aus. Wenn wir mehr Zuwanderung aus wirtschaftlichen Gründen wollen, werden wir Zuwanderung aus anderen Gründen einschränken müssen. Damit sind nicht politisch Verfolgte gemeint, die ein grundgesetzlich garantiertes Recht auf Asyl haben. Aber diese Menschen stellen auch nur eine Minderheit von etwa 5 % der Einwanderer. Eine Masseneinwanderung wie im Jahr 2015 können wir uns allerdings nicht noch einmal leisten. Sowohl die gut ausgebildeten und qualifizierten als auch die bestenfalls langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrierenden Zuwanderer bringen wahrscheinlich ihre Familie mit. Es wäre also der gleiche Fehler wie in den 60er und 70er Jahren, solche Zahlen nur auf die Arbeitskräfte zu beschränken.
Nur nebenbei: Gibt es nicht gerade eine Diskussion, daß immer mehr Arbeitsplätze durch Roboter und andere Technologien wegfallen?

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Freidenker10 08.01.2017, 08:41
3. Industrie 4.0 ?

Das stimmt doch so nicht! Wei viele Prognosen hab ich gelesen in denen prognostiziert wird dass durch die Automatisierung der Industrie zig Millionen Arbeitsplätze wegfallen sollen. Macht doch keinen Sinn den vielleicht momentanen Bedarf durch Immigration zu decken, um dann in 10 jahren festzustellen das die Jobs nicht mehr existieren und alle im Sozialsystem landen. War dieses kurzsichtige Denken nicht auch das Problem der Gastarbeiter der 60 und 70 Jahre? Schon in den 80 jahren fing es doch mit der Arbeitslosigkeit an und aus einem Arbeitskräftemangel wurde Arbeitslosigkeit. Wenn schon Immigration dann doch eher mit Zeitverträgen. Die Menschen können sich Geld ansparen und danach in ihrer Heimat mit diesem Geld was aufbauen, wäre für beide Seiten ehrlicher und sinniger!!

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gut-mensch 08.01.2017, 08:44
4. Eine typische Volkswirtsmeinung

Leider zu oberflächlich. Unsere Wirtschaft ist auf Effizienz getrimmt, d.h. gleicher oder sogar steigender Output wird mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft erwirtschaftet. Es gibt zwar immer noch grundsätzliche Bedarfe an einfachen Arbeiten, wie Straßenkehren, Grünanlagenpflege o.ä. aber die will keiner machen oder bezahlen. Die Arbeitslosigkeit unter Zuwanderern ist deutlich höher als bei der bestehenden Bevölkerung. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Und wenn sich die Zuwanderer soweit eingelebt haben dass sie einen sinnhaften Beitrag leisten können kann ich mir schwer vorstellen, dass sie dann vom verdienten Geld einen großen Teil abgeben wollen um damit das Rentnerheer der Bundesrepublik zu finanzieren, die selber mit egoistischem Verzicht auf Kinder wenig dazu beigetragen haben ihre eigene Zukunft abzusichern.

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Räuber Hotzenplotz 08.01.2017, 08:44
5. Vielleicht ja, aber qualifizierte und selektierte...

Zuwanderung. Wilde, unqualifizierte Zuwanderung aus Nahost und Afrika macht das Problem -wenn denn vorhanden- nur noch größer. Also, endlich mal ein Einwanderungsgesetz a la Kanada o.ä. aufsetzen und gleichzeitig das illegale Betreten des Staatsgebiets abstellen. Dann wird ein Schuh draus...

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Beat Adler 08.01.2017, 08:44
6. Ausbildung einer Elite in geburtenstarken Laendern, um sie dann abzugreifen?

Ausbildung einer Elite in geburtenstarken Laendern, um sie dann abzugreifen und nach Europa einwandern zu lassen? Nein, Danke. Das ist nun wirklich egoistisch aus europaeischer Sicht gedacht. Die Elite muss vor Ort bleiben, um dort die Verhaeltnisse zu verbessern. Ja, Danke. Ein Wirtschaftswachstum in den Laendern der potentiellen Auswanderer kommt schliesslich Europa zu Gute. Jede Investition von Europa in Ausbildung der Jungen in diesen Staaten ist deswegen zu begruessen. Es ist sehr gut investiertes Geld.
mfG Beat

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tanee 08.01.2017, 08:44
7.

Es ist einfach laecherlich, dass Einwanderung von Arbeitskraeften mit der Anerkennung von Fluechtlingen in einen Topf zu werfen. Die Diffusion geht einzig und allein darauf zurueck, dass man Anfangs behauptet hatte, die Fluechtlinge wuerden den sogenannten "Fachkraeftemangel" beseitigen. Es ist schoen, dass der Artikel endlich diese Differenzierung aufgreift, die vier Gruppen kennen sollte: (1) Kriegsfluechtlinge, (2) politisch Verfolgte, (3) Einwanderer, die echte Fachkraefte sind und (4) Wirtschafts- bzw. Sozialfluechtlinge. Jede dieser Gruppen benoetigt ihre eigene Gesetzgebung und Vorgehensweise.

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hapeschmidt2 08.01.2017, 08:45
8. Richtig.....

Richtig. Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderer. Um so wichtiger ist ein Zuwanderungsgesetz und eine klare sprachliche Trennung zwischen Flüchtlingen und Zuwanderer. Nicht alles in einem Topf werfen.

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dschmi87 08.01.2017, 08:45
9. Herr Müller sie sollen Experte sein? Wieso zitiert dann selbst Frau Nahles die Oxford Studie?

Die besagt das mindestens bis 2035 7 Millionen Jobs in der BRD für immer durch die Digitalisierung wegfallen wird, und das die Digitalisierung wie in Japan als Chance zur Lösung des Demographischen Problems gesehen wird? Oder Herr Müller wollen sie wieder 6 Millionen Arbeitslose wie vor 14 Jahren? Oder wie in den 30igern? Oder wollen sie unbedingt der AfD zur macht verhelfen? Der nächste Artikel bitte sachlich fundierter...

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