Forum: Wirtschaft
Atommülllagerung: Konzerne überweisen 24 Milliarden Euro - und kaufen sich frei
DPA

Deutschlands Atomkonzerne haben sich von den künftigen Risiken der Atommüllentsorgung freigekauft. Ob mit dem Geld das geplante Endlager finanziert werden kann, ist ungewiss.

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raddy 03.07.2017, 17:07
1. Das ist nicht freikaufen - das ist Beschiss am Bürger

Jetzt bin ich mal gespannt welcher Politiker demnächst in dieser Gesellschaft einen guten Posten hat.

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Hyperboraeer 03.07.2017, 17:24
2. Ob mit dem Geld das geplante Endlager

finanziert werden kann, ist ungewiss.

Sicherlich NICHT, denn die Finanzstrategen bei den EVUs haben sehr genau nachgerechnet und sind final zum Ergebnis gekommen, dass dieser "Ablass" bei weitem günstiger kommt.
Für die Finanzierung eines Endlagers werden 24 Mrd. Euro daher "peanuts" sein, siehe Gorleben.

Die AKWs haben über Jahre schöne Gewinne/Tag generiert, die Spätfolgen kann jetzt der doofe Bürger=Steuerzahler tragen, das Geld ist verdient, die shareholder freu(t)en sich.

Wie gewohnt: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste.

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Tom Joad 03.07.2017, 17:25
3.

Zitat von raddy
Jetzt bin ich mal gespannt welcher Politiker demnächst in dieser Gesellschaft einen guten Posten hat.
Das ist nun wirklich von allen Fragen beim Thema "Endlagerung" die uninteressanteste.

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niska 03.07.2017, 17:33
4.

Mal schauen, ob von den Geld was für die Zwischenlager ankommt, oder ob die Kommunen wie Neckarwestheim einfach Pech gehabt haben.
24 Mrd. erschein mir insgesamt ein zu schlechter Deal für einen kompletten Freikauf der Risiken. Das Geld wird nicht reichen.
Wie kommt man auf eine solch schlechte Empfehlung für den Staat, wenn man nicht persönliche "Interessen" hat?

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Mach999 03.07.2017, 17:34
5. Atomstrom ist billig.

Die Kosten für die Forschung hat der Steuerzahler getragen, die Kosten für die Endlagerung auch, und dazwischen wird das Geld verdient. Wobei die Risiken auch da der Steuerzahler trägt.

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niska 03.07.2017, 17:35
6.

Zitat von Tom Joad
Das ist nun wirklich von allen Fragen beim Thema "Endlagerung" die uninteressanteste.
Nein. In der Gesamtbetrachtung ist es schon interessant, wer am skrupellosesten und korruptesten ist und selbst an diesem Thema noch kassiert.

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Fuscipes 03.07.2017, 17:37
7.

"E.on, RWE , EnBW und Vattenfall haben insgesamt knapp 24 Milliarden Euro für die Zwischen- und Endlagerung des Nuklearmülls an einen Staatsfonds überwiesen", davon werden dann 6,3 Mrd. plus Zinsen gleich wieder rücküberwiesen für die Brennelementesteuer, da war doch was?

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Luscinia007 03.07.2017, 17:43
8.

-das alte Lied des Liberalismus: Gewinne priatisieren, Verluste sozialisieren.
Nachdem die Energiewirtschaft jahrzehntelang Gewinne aus der Atomindustire abgeräumt hat., bleiben die Risiken und die Folgekosten wieder mal beim Steuerzahler hängen.
Danke GroKo!!

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deka88 03.07.2017, 17:50
9.

Jeder, der sich fragt, warum der Staat so einen schlechten Deal abgeschlossen hat, muss sich nur einmal über den Herren Gerald Hennenhöfer informieren. Übrigens sollen sich die Kosten für den Ausstieg inkl Endlagerung usw auf insgesamt mehr als 150 Mrd kosten. Bin mal gespannt, ob der Fonds so viel Rendite reinbringen kann. Wohl eher nicht...

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