Forum: Wirtschaft Autoindustrie - wer trägt die Verantwortung am Opel-Debakel?
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Nun doch weiter mit GM: das Tauziehen und die Verhandlungen um Opel eskalieren zu einem Debakel für die Bundesregierung. Wer trägt die Schuld an der neuerlichen Misere um Opel? Antworten
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#661 09.02.2010, 09:53 von localpatriot

Es war ein Erfolg, kein Debakel

Zitat von kdshp
Hallo, und das ist wo die regierung sich hat über den tisch ziehen lassen. Es war klar das es kommen wird mit dem arbeitsplatzabbau aber das wir jetzt das zu 99% selber tragen ist schon dreist dumm. GM hat gut gepockert und aus meiner sicht hat frau merkel das las BOSS der deutschland AG ganz schön versagt. Aber wir haben es doch !
Opel arbeitet noch, Autos werden hergestellt und das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist das verlorene Vertrauen der GM in ihren Europaeischen Firmen.

Das 'Wem gehoert dieses Werk' Geschrei hat nur Schaden angerichtet.

Streiken anstatt an einem Riemen ziehen wenn die Firma in Schwierigkeiten ist - hat nur geschadet.

Verkauf Erzwingen wollen durch die Regierung als Bedingung fuer Finanzhilfen - hat nur geschadet.

GM hat Opel mehr oder weniger als Bankrottmasse vor 75 Jahren gekauft und hat seither als anstaendiger Unternehmer gehandelt.

Das Geschrei dass Opel schlechter behandelt wurde als ander GM Organisationen hat keinerlei Glaubwuerdigkeit. Die Firmenletung hat leider ganz allgemein versagt und alle GM Teile waren davon betroffen.

Haette ich in der GM Firmenleitung in 5 oder 10 Jahren eine Standortsentscheidung zu treffen, wuerde ich mir diese Ereignisse vor einer Entscheidung genau anssehen.

Opel hat ueberlebt, hat denselben Eigentuemer und jetzt kommt es darauf an wie sie die Opelaner dem Markt und ihrem Eigentuemer gegenueber beweisen koennen. Es wird bestimmt keine einfache Aufgabe sein.

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#662 09.02.2010, 10:06 von kleenermann

Finde die Manager von GM lustig vor allem den neuen Opel-Chef Reilly.
Dieser rechnet für Opel in diesem Jahr nur mit einem Absatzrückgang von 5%. Meiner Meinung nach total unrealistisch, weil Opel letztes Jahr einen massiven Absatzschub in D durch die Abwrackprämie hatte der dieses Jahr komplett wegfällt. Zudem kann Opel dies nicht durch ein Absatzplus im Export gutmachen wie z.B. VW die stark in wachsenden Märkten in Lateinamerika und Asien engagiert sind.

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#663 09.02.2010, 11:10 von jupol

Das stimmt mich nachdenklich

Wenn die GM-Manager Stellen bei Opel abbauen wollen, zeigt das, dass Sie selbst nicht daran glauben, dass Opel in Zukunft wieder stärker im Markt präsent sein wird.

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#664 09.02.2010, 14:23 von Silverhair

Zitat von bürgerschreck
... In der Grundschule nicht aufgepasst? Wenn ich zu 100% des BIP verschuldet bin und im Durchschnitt 5% Zinsen zahle, dann gehen genau 5% des BIP an Schuldendienst drauf. Wie wäre es, wenn Sie beim nächsten mal erst nachdenken, als emotional aufgedreht aber völlig ahnungslos diesen Unsinn zu schreiben?
Oh doch .. sie aber nicht in Sachen Volkswirtschaft und Ökonomie...
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12...~Sspezial.html

Zitat von
In einer im vergangenen Monat veröffentlichten Studie mit dem Titel „Growth in a Time of Debt“ (Wachstum in Zeiten der Verschuldung) gelangen die Wirtschaftswissenschaftler Kenneth Rogoff (Universität Harvard) und Carmen Reinhart (Universität Maryland) nach Auswertung historischer Datenreihen zu dem Ergebnis, (Die Schulden umfassen hierbei sämtliche privaten und öffentlichen Zahlungsverpflichtungen der Volkswirtschaft). Nach Angaben des Office of Management and Budget der Obama-Regierung lag die Schuldenquote im Fiskaljahr 2009 bei 83 Prozent und dürfte im laufenden Jahr auf 94 Prozent, 2011 auf 99 Prozent und 2012 auf 101 Prozent steigen.
Es kommt nicht darauf an welche "Zinsen" aufzubringen sind - sondern schlichtweg darauf welche Zinsen überhaupt noch möglich sind.
Ein Mathematiker würde sie dann mal in die Verteilungsrechnung einweisen - oder auf http://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip die viel darüber schon erzählen warum man ein "grosses Schwimmbecken" aus einem "kleinen Schwimmbecken" nicht ganz füllen kann.

Vielleicht hilft ja auch die Überlegung wie eine Zinsentwicklung aussehen muss, die Kaufkraft/Investionskraft als Basis hat, die beschreibt nämlich in erster Näherung, warum sich Investionen immer weniger lohnen, je weniger "Geld bei den Konsumenten" ist, und das die Zinserträge dort entweder zwangsweise sinken, oder .. falls man doch Investiert , man mit immer grösser platzenden Investitionen rechnen muss - genau das was wir gerade erleben .. Nett und Kurz ausgedrückt . je reicher die Investoren gegenüber ihren "Konsumenten sind" desto mehr drehen sich die Investoren den Hals selber zu!

Aber ich will sie nicht langweilen mit meinem - wie sie sagen "Nicht aufpassen in der Grundschule" - träumen sie einfach weiter in den Tag von "Eierlegenden Gigantischen Geldmengen die Eigentum produzieren weil jemand draufschreibt - ich will Zinsen!

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#665 09.02.2010, 14:32 von Silverhair

Zitat von bürgerschreck
... Sie können gerne einmal versuchen auf dem Lebensstandard von 1900 glücklich zu werden. Viel Spaß beim Kohleschleppen im Winter und nicht jammern wenn die Zähne verfaulen. Besser gar nicht erst krank werden, denn die Medizin war damals noch nicht so weit..... dumm nur, wenn man unter Tage Kohle mit der Spitzhake abbauen mußte. Aber .....
Niemand hat gesagt das wir auf den Technikstand von 1900 zurücksollen - warum auch? Nur Stand der Technik und Entwicklung korreliert doch nicht mit Geld zwangsweise!
Die meisten Basisinnovation der heutigen Welt wurden vor 1900 gemacht, vor allem der Elektr. Strom. Aber , auch das ist interessant, fast alles wurde in Universitäten, von Privaten "Spinnern" etc. entwickelt - die Industrie und das Kapital kamen erst zum Zuge als diese Grundlagen erschaffen waren. Auch ohne "Kapital" hätte sich das alles entwickelt - langsamer vielleicht, aber ebenso zielsicher.

Und Dienstleistungen lassen sich seit ca. 1980 immer schneller ersetzen - der Computer hat hier das wesentliche "Menschliche Element" übernommen - die Entscheidungsfindung, und die Technologie ergänzt das durch eine beinahe grenzenlose Kommunikationsleistung.
Die Industrie plant den gesamten Handel und die Logistik in gut 10 Jahren mit RFID's und den passenden Kommunikationstrukturen um gut 70% Anteil zu reduzieren - sprich von den heutigen 13 Mio "Arbeitnehmern " werden dann noch max. 4 Mio in "Brot und Lohn stehen".

Wir haben die größte "Werkbank und Universalmaschine" der Menschheitsgeschichte erschaffen - täglich arbeiten Mio Menschen daran die "Menschliche Arbeit" wegzurationalisieren - und genau NULL Menschen daran "Arbeit zu erfinden.". Auch die superduper Neuen Erfindungen die alle erhoffen werden an der Existenz dieser Werkzeuge nichts ändern - man kann damit prinziell fast alles "bauen" was noch jemals erfunden werden wird.

Was nicht ersetzbar ist, das sind letztlich nur "Kreative" Fähigkeiten - aber dafür ist die Menschheit im grossen Ganzen gesehen nicht gerüstet, weder von der Biologischen noch von der Geistigen Ausstattung her!

Sogar die hochdotierten Boni-Empfänger werden bald verschwinden - GoldmannSachs und die anderen Investmentbanker arbeiten längst an Systemen die 8000 Transaktion pro Sec. pro Trade abwickeln können - Ein Mensch kann grad mal drei Trades pro Sec anschauen ..
Und so wird das letztlich allen gehen - ebay und amazon zeigen wie 100.000'sende von Händlern und Läden verschwinden beispielsweise, und in Japan zeigen Roboter wie man billig Alten- und Krankenpflege abwickeln kann - der Mensch ist da nur noch als Objekt der Arbeit, nicht mehr als "Menschlicher Arbeiter" gefragt!

Also ich freu mich schon auf den Tag wo die Ökonomen freudig feststellen das der Wohlstand ausbricht, weil ihre "Käuferschicht" endlich beim Niedrigstlohn Null - die gigantischsten Geldmengen produziert - und sie dann eigentlich ihre Dienstleistung endlich einstellen können.

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#666 09.02.2010, 21:56 von localpatriot

Unternehmerischer Geist blueht

Zitat von Silverhair
Wir haben die größte "Werkbank und Universalmaschine" der Menschheitsgeschichte erschaffen - täglich arbeiten Mio Menschen daran die "Menschliche Arbeit" wegzurationalisieren - und genau NULL Menschen....
Schauen sie sich die Welt an: Es stimmt dass Produktion hauptsaechlich in China stattfindet, was aber nicht bedeuted dass anderstwo keine Entwicklung entsteht. Gehen sie in in ihr Shopping Center und schauen sie sich um:

Videoshop, McDonald, Handyverkaeufer, Wendy's, Subway, KFC, Kreditkarten, Interneteinkaufen, Netsurfen, Computergeschaefte: alles grosse Geschaefte die es vor 30 Jahren nicht gegeben hat.

Faellt da etwas auf?

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#667 10.02.2010, 01:53 von tylerdurdenvolland

...

Zitat von Rainer Daeschler
Stimmt, GM ist nicht blöd, weiß aber wer blöd genug ist und wie man die gegeneinander ausspielt.
Eine wunderbare Definition des Berufs des Managers :-)

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#668 10.02.2010, 13:07 von Silverhair

Zitat von localpatriot
Schauen sie sich die Welt an: Es stimmt dass Produktion hauptsaechlich in China stattfindet, was aber nicht bedeuted dass anderstwo keine Entwicklung entsteht. Gehen sie in in ihr Shopping Center und schauen sie sich um: Videoshop, McDonald, Handyverkaeufer, Wendy's, Subway, KFC, Kreditkarten, Interneteinkaufen, Netsurfen, Computergeschaefte: alles grosse Geschaefte die es vor 30 Jahren nicht gegeben hat. Faellt da etwas auf?
Grosse Geschäfte? Eher Lückenfüller die zu Dumpinglöhnen Tagesjobber beschäftigen - deren Gewinn für die Gesellschaft ziemlich nahe bei Null liegt.
Handyverkäufer etc. sind nett, aber längst haben sich der Verkauf davon ins Internet verlagert - und Mc? Ich schrieb schon einmal das eine Gesellschaft die sich gegenseitig * Kaffee * serviert kaum noch eine stabile Finanzielle Grundlage hat.

Klar kann man vieles noch machen - nur kein Staatsystem könnte oder kann mehr auf der Basis dieser Geschäfte seine Strassen und Infrastruktur betreiben.

Schauen sie sich um, diese Art von schnellleibigen Geschäften dominieren - aber selbst die Regierung "weint" mehr ihrem Export nach, das ist Maschinenbau + Automobilindustrie immer noch. Jetzt verdunsten diese - und händeringend wird nach "Komsumiert gerufen" weil man den Binnenmarkt zerstört hat.
Nicht nur in D. nein in Europa und Amerika genauso.

Man hat sich im letzten Jahrhundert auf ein Staatsfinanzierungsystem letztlich geeinigt, das hieß, der Staat finanziert sich durch die "Löhne der Arbeitnehmer" - Unternehmen , Einkommen sollten nur ein minimum beitragen, wobei es bei Handels Unternehmen sogar eine "Ökonomische" Begründung gibt, sie sind "Durchlaufstation für Waren und Geld" , nicht teil der eigentlichen Geldschöpfung.

Diese Festlegung auf "Arbeit+Lohn" bricht aber inzwischen zusammen - und da hat eben China letztlich nur einen temporären Effekt. Selbst dort wird längst die Rationalisierung vorangetrieben - Der Mensch als Arbeitstier hat auch dort längst begonnen auszusterben.

Die Arbeitslosigkeit steigt unaufhörlich, die Staaten können sich nicht mehr finanzieren , die Wetten auf Staatsbankrotts übersteigen inzwischen die Realwirtschaftliche Leistung der Staaten - das einzige was floriert ist das Finanzmarktgeschäft , es werden Bilanzpositionen von giganitschen Ausmaßen aufgebaut, wie in einem Schnellballsystem werden "Zinsen" und "Renditen" bezahlt schon bei der Vergabe "Krediten" deren Einlösung längst reinste Hoffnung ist.

China? China hat längst zwei gigantische Bad Banks, und druckt soviel Geld über Kredite die sogar deren Kommunistische Parei erschrecken - 1 Monat absoluter Kreditvergabe Stop.
Chinas "Wachstum" ist ein Bilanztrick inzwischen. Kredite werden zum Nettoeinkommen der Staaten gerechnet - je mehr Schulden ein Staat macht desto mehr steigt sein Wachstums BIP .. kein Wunder das man in absoluter Rezession immer noch Wachstumsraten hat, wären die Produktion längst eingestellt wurde!

Und mit "Universalwerkbank" meinte ich nicht China, ich meinte die "Werkzeuge der Welt" genannt, Automatische Maschinen entscheidungsfähig durch Computer, Rationalisierung der Arbeitsabläufe bis keine Hand mehr eingreifen muss, Technologien die Hand-Eingriffe überflüssig, oft sogar nicht mehr möglich machen - schlicht ein Gigantisches System was jede Beliebige Erfindung "schluckt" und hinten laufend Produkte auswirft, mit kontinuirlich sinkender Menschenanzahl.

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#669 10.02.2010, 15:27 von Silverhair

Zitat von localpatriot
Schauen sie sich die Welt an: Es stimmt dass Produktion hauptsaechlich in China stattfindet, was aber nicht bedeuted dass anderstwo keine Entwicklung entsteht. Gehen sie in in ihr Shopping Center und schauen sie sich um: Videoshop, McDonald, Handyverkaeufer, Wendy's, Subway, KFC, Kreditkarten, Interneteinkaufen, Netsurfen, Computergeschaefte: alles grosse Geschaefte die es vor 30 Jahren nicht gegeben hat. Faellt da etwas auf?
Nachtrag zum aktuellem "Einkommen" der BRD.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...676967,00.html
Zitat von
Das Produktionsvolumen sank um 25 Prozent auf , der Umsatz ging um 23 Prozent auf Euro zurück.
Das sind Zahlen die "noch" maßgeblich die Wirtschaftsleistung prägen - Handyshops und McD haben da statt Mrd. mal eben Mio als "Umsatz" sogar alle zusammen ist das gegenüber der Produktion recht irrelant.

Wenn aber auch:
Zitat von
Dies bekommen auch die Arbeitnehmer zu spüren. Bereits im vergangenen Jahr bauten die Unternehmen etwa ab
Dann tut das Volkswirtschaftlich so richtig tiefgreifend weh, das wird nicht durch 100 oder 1000 neue Beschäftigte im Handel ersetzt, der sowiso nur eine "Handelspanne" von 3-5% da hat.

Wenn ein Lohn im Produktiven Gewerbe von 25 Euro "verdunstet" - dann müßten 5 Menschen im Handel a 5 Euro dafür "Arbeit" finden.

Aber , der Handel, der Imbiss, die beziehen ihr "Einkommen" letztlich ja auch nur von Produkten die geliefert werden, und von Menschen die "konsumieren können".
Der MP3 Player für 25€ der von einem Industriearbeiter noch in einer Std. "erarbeitet wurde", braucht 5 Menschen a 5 Euro - oder 5 Std. Arbeitleistung.

Man kann es drehen und Wenden - wenn die per "Vereinbahrung" auf Produktiver Arbeit beruhende Geldschöpfung nicht mehr über die Produkt - Produktion erfolgt, dann sterben Staaten und Wirtschaftsystem letztlich.

Und Geldschöpfung per "Krediten" .. wir erleben es - allerdings ist das kein "Geld" mehr, es ist schlicht ein Bilanzposten im einem Computersystem, dessen Vervielfältigung einfach ist - aber inzwischen ohne Realen Hintergrund mehr. 600 Bio USD "Geld+Eigentum" stehen einer Wirtschaftsleistung von weniger als 50 Bio USD gegenüber. Würden allen diese Bilanzposten in form eines Kassensturzes nachgerechnet würde der "Wert" dieser 600 Bio auf 1/10 bis 1/20 sinken - Massivste Inflation eben.

Es ist ja den "Eliten" nicht unbekannt das diese Produktive Arbeit verdunstet, und damit auch der Gegenwert des Geldes. Also hat man still und heimlich das "Kapital" zum Selbstzweck erklärt. Wenn Dinge keinen "realen Wert" mehr haben, dann werden sie in Bad Banks ausgelager, wenn Staaten die durchaus eine gute "Realwirtschaftsleistung" haben insolvent werden dann werden immer mehr die "anderen Herangezogen - D. wird also mit der EU die Griechichen Schulden bezahlen - mal wieder an "Investoren" die ja kein "Kapital" verlieren dürfen per Definition der "neuen Welt".

Die Wirtschaftsysteme der Welt streben schlichtweg auf den Punkt zu wo gigantische "Investitionsgelder" -scheinbares Eigentum an letztlich Bilanzposten einer verschwindenden Konsumentenschicht gegenübersteht - in konsequenz wäre das der Punkt wo alles Geld auf Investorenseite, und keines mehr auf Konsumenten seite existiert.

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#670 10.02.2010, 15:54 von lynx2

Das sind ja tolle Errungenschaften, die ...

Zitat von localpatriot
Schauen sie sich die Welt an: Es stimmt dass Produktion hauptsaechlich in China stattfindet, was aber nicht bedeuted dass anderstwo keine Entwicklung entsteht. Gehen sie in in ihr Shopping Center und schauen sie sich um: Videoshop, McDonald, Handyverkaeufer, Wendy's, Subway, KFC, Kreditkarten, Interneteinkaufen, Netsurfen, Computergeschaefte: alles grosse Geschaefte die es vor 30 Jahren nicht gegeben hat. Faellt da etwas auf?
............. Sie da aufzählen, die meisten davon banal, andere überflüssig. Was hat das mit China zu tun?

Daß Produktion in China stattfindet ist klar. Daß aber auch immer mehr hochwertige Entwicklungsarbeit z.B. aus der EU nach China verlagert wird, ist Ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen.
Das gilt für die Pharmaindustrie, die Autoindustrie und etliche andere Branchen.

Die chinesischen Ingenieure werden z.T. in D ausgebildet. Im Gegensatz zu deutschen Studenten zahlen diese, weil sie Ausländer sind, an vielen Unis nicht mal Studiengebühren.
Der inländische Student finanziert deren Ausbildung mit. Hinterher kann er dann gegen chines. F&E-Leute, die in D ausgebildet wurden, konkurrieren und da hat er schlechte Karten. Zusätzlich sponsort die BRD China mit ca. 70 Mio. € 'Entwicklungshilfe' (=eigentlich Export-Förderung für deutsche Firmen), ein Land mit 3,4 Billionen $ Devisenreserven!

Anm.: Hat man schon was davon gehört, daß Dirk Niebel, diese Pflaume von 'Entwicklungshilfeminister', der nach eigenen Aussagen ein abzuschaffendes Amt innehat, diesen China-Bonus von 70 Mio. streicht? Ich habe nichts davongehört. Wenn's für Hoteliers schon 1 Mrd. p.a. sein darf, dann sind 70 Mio. für China eigentlich peanuts.

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