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Autoindustrie: Wir sollten unsere Konzerne schützen
DPA

Andreas Scheuer bestellt Daimler-Chef Zetsche zum Rapport - und ordnet den Rückruf hunderttausender Autos an. Der Verkehrsminister täte gut daran, diplomatischer vorzugehen, sonst spielt er Donald Trump in die Hände.

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Mauro 11.06.2018, 20:36
1. Einzig und allein....

diese Konzerne haben die Reaktion des Ministers verursacht! Er würde sich insbesondere der Bevölkerung gegenüber lächerlich machen - ganz zu Schweigen von konkludenter Beihilfe durch Unterlassen! Die Autoindustrie dachte stets über Recht und Gesetz zu stehen. Das ist das Ergebnis von nicht wollen, nicht, von nicht können! Die Autoindustrie hat die Bundesregierung vor Trump vorgeführt, nicht andersherum!

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snoook 11.06.2018, 20:36
2. Das schlechte Image besorgen sich die Konzerne schon selber!

s. "Dieselgipfel" - weichgespülter kann die Politik wohl nicht mehr werden.
Intern läuft das übrigens alles unter dem Stichwort "Compliance" ab, das jeder Mitarbeiter unterschreiben muss und wofür man dann auch den Mitarbeiter verklagen kann (s. VW).
Wenn man das also "intern und geräuschlos" tun wollte, hätte man das schon längst machen können. Passiert ist (wie immer) nix...

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Chilango 11.06.2018, 20:37
3. Unsere Autoindustrie demontiert sich gerade selbst

Ich kann ja noch verstehen wenn man den Konzern an sich stützen will wenn die führenden Manager mit ihrem gesamten Vermögen für ihr Unvermnögen haften.
Das gleiche bei den Banken. Wenigstens die grössten sollte man fallen lassen und die kleinen Übeltäter von den Auswirkungen dann schützen.
Sonst geht hier sowieso bald nichts mehr.
Höchstwahrscheinlich wird in kurzer Zeit die Regierung die Autoindustrie mit Milliarden Steuergeldern pampern damit sie zu den Chinesen wieder aufschliessen können.

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Heliumatmer 11.06.2018, 20:40
4. Erstaunlich lasch, der Kommentar

Nur zur Erinnerung: 1. Der Dieselskandal ist öffentlich seit fast drei Jahren. 2. Verantwortliche wissen viel länger davon, auch wenn Winterkorn hartnäckig schweigt oder leugnet. 3. Bietet D eine offene Flanke, dann nützt USA das aus. Umgekehrt wäre es genau so. 4. Die Marionetten Ramsauer und Dobrindt haben entweder nichts getan, wahrscheinlich stillschweigend geduldet. 5. Kennte Kröger das Sprichwort vom Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, würde er nicht so dilettantisch kommentieren. 6. So effektiv wie die Herstellung deutscher Autos, so uneffektiv ihre Nutzung: 2 Tonnen zur Bewegung von 75 kg, um im Halteverbot oder auf dem Gehweg mit Warnblinkanlage zum Brötchenkauf zu parken. 7. Auf Autobahnen gehört endlich ein Tempolimit her und der Schilderwald drastisch gelichtet. Mehr vielleicht später.

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saaman 11.06.2018, 20:40
5. Scheuer handelt richtig

Wo kommen wir dahin, wenn der Chef eines Konzerns uns Käufer und Bürger mit Tricks an der Nase herum führt? „Das Beste oder nichts“. Wer derart vollmundig herum posaunt muss das Beste vom Besten liefern oder die Konsequenzen tragen. Herr Scheuer liegt mir eigentlich garnicht. In dem Fall hat er aber genau das getan, was ich von einem Minister erwarte: konsequentes Durchgreifen, auch gegen die Industrie. Ob rechtlich legal oder nicht, was Daimler da tut ist Betrug am Volk, das Klima schonende Fahrzeuge erwartet. Nach meinem Verständnis sollte Zetsche zurück treten. 2015 hat er uns versichert, dass es solche Abschaltvorrichtungen in seinem Konzern nicht gibt und nicht geben wird.

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klaviermann 11.06.2018, 20:40
6. im Ernst???

Bei diesem Beitrag reibe ich mir ungläubig die Augen. Meines Erachtens haben unsere Bundesregierungen den Autokonzernen viel zu lange den Popo gepudert, so dass asiatische (sogar chinesische!) Hersteller nun drohen, die Deutschen technologisch abzuhängen. Wer hat denn Brennstoffzellenautos auf der Straße? Toyota und Hyundai, aber nicht VW und Mercedes! Zu lange hat man sich auf Lorbeeren der Vergangenheit ausgeruht und hatte es nicht nötig, Innovationen zu generieren bzw. Alltagstauglich zu machen (denn die Entwicklungen gab es bei den deutschen Herstellern ja durchaus. Scheuer muss aufpassen, nicht durch ein Festhalten an dieser unseligen Tradition zum Totengräber der deutschen Automobilindustrie zu werden!

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ach-nur-so 11.06.2018, 20:40
7.

Es ist eine Schande, dass Autos Engine-ered in Germany nicht halten, wozu sie verpflichtet wären. Das ist nicht nur irgend ein Industie-Skandal, das ist ein Offenbarungseid. Eine Bankrotterklärung. Und die ganze Welt weiß bereits, was mit unseren Vorzeige-Produkten los ist. Einbestellung von Zetsche hin oder her. Wir erinnern uns: Es gibt nichts Richtiges im Falschen.

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aurelis 11.06.2018, 20:41
8. späte Reaktion

durch viel frühere Reaktion wäre der Schmerz schon beseitigt. Weiteres Hinauszögern schmälert die Konkurrenzfähigkeit. Denn die Probleme werden sonst immer wieder aus dem Teppich stauben.

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kuac 11.06.2018, 20:41
9.

Scheuer scheint gegen die Autoindustrie vorzugehen. Das gilt aber nur bis zur Bayern Wahl. Danach wird man ganz andere Töne von ihm hören. Die CSU hat immer nur die Interessen der Industrie vertreten.

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