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Autonomes Fahren: Apple-Mitarbeiter wollte interne Daten nach China schaffen
AP

Apple hat offenbar in letzter Sekunde verhindert, dass geheime Daten an ein chinesisches Start-up gelangen. Bei den Ermittlungen kam heraus, dass tausende Mitarbeiter an dem Roboterauto-Projekt des IT-Riesen arbeiten.

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oli h 12.07.2018, 08:44
1. Seltsamer letzter Satz....

„Apple muss sich zudem die Frage stellen, ob es vielleicht noch andere Mitarbeiter mit ähnlich verräterischen Absichten gibt - die vielleicht weniger tollpatschig vorgehen als Xiaolang Zhang.“

Natürlich stellt sich Apple ständig diese Frage. Dazu ist auch vor einiger Zeit eine Mail zur Abschreckung rumgegangen.

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bernhard.geisser 12.07.2018, 09:04
2.

Die Fahrzeug-Elektronik macht nur die Hälfte des Erfolgs von autonomen Autos aus. Apple macht mit der Entwicklung im verborgenen einen strategischen Fehler. Die andere Hälfte des Erfolgs sind die Daten zum Verkehrsnetz. Ein autonomes Auto muss jede Kurve und jeden Bordstein kennen, damit es nahezu "blindlings" seinen Weg findet, nur mit Kamera-Auswertung alleine geht autonom fahren nicht, weil weiter vorausgeschaut werden muss, als die Kamera sieht, auch unter Schneebedeckung. Und woher bekommt man die Daten zum Verkehrsnetz? In dem man Millionen von nicht-selbstfahrenden Autos mit Assistenzsystem-Elektronik im Verkehr hat! Es wäre DIE Chance für die Deutsche Automobil-Industrie - aber ich glaube die verschlafen es.

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spon_2999637 12.07.2018, 09:36
3. Das ist Unsinn

Zitat von bernhard.geisser
Ein autonomes Auto muss jede Kurve und jeden Bordstein kennen, damit es nahezu "blindlings" seinen Weg findet, nur mit Kamera-Auswertung alleine geht autonom fahren nicht, weil weiter vorausgeschaut werden muss, als die Kamera sieht, auch unter Schneebedeckung.
Hmmm - ich frage mich, wie ich bisher 30 Jahre unfallfrei Auto gefahren bin, ohne jede Kurve, jeden Bordstein zu kennen.

Autonom Fahren MUSS nur mit Kamera etc. funktionieren, sonst ist es nicht autonom, sondern automatisiert. Auch wenn das System vorher alles genau "kennt" muss es immer noch auf Hindernisse, Baustellen, Umleitungen etc. reagieren können - und wenn es das kann, ist die reguläre Wegerkennung ein kleineres Problem.

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ganzeinfach 12.07.2018, 09:45
4.

Es wäre interessant zu wissen, wieviele Mitarbeiter die deutsche Automobil-Industrie an autonom fahrenden Fahrzeugen forschen lassen. Sind da die Amis weiter? Neben Apple sind auch Tesla u.a. dran. Oder die Chinesen? Ein halbherziger Umstieg auf Selbstfahrende Mobile ist in D förmlich fühlbar.

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acitapple 12.07.2018, 09:59
5.

Zitat von spon_2999637
Hmmm - ich frage mich, wie ich bisher 30 Jahre unfallfrei Auto gefahren bin, ohne jede Kurve, jeden Bordstein zu kennen. Autonom Fahren MUSS nur mit Kamera etc. funktionieren, sonst ist es nicht autonom, sondern automatisiert. Auch wenn das System vorher alles genau "kennt" muss es immer noch auf Hindernisse, Baustellen, Umleitungen etc. reagieren können - und wenn es das kann, ist die reguläre Wegerkennung ein kleineres Problem.
Stimmt. Hinzu kommt noch eine Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, dann kommt es noch nicht mal mehr zu Staus.

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bammbamm 12.07.2018, 10:01
6.

Zitat von bernhard.geisser
Die Fahrzeug-Elektronik macht nur die Hälfte des Erfolgs von autonomen Autos aus. Apple macht mit der Entwicklung im verborgenen einen strategischen Fehler. Die andere Hälfte des Erfolgs sind die Daten zum Verkehrsnetz. Ein autonomes Auto muss jede Kurve und jeden Bordstein kennen, damit es nahezu "blindlings" seinen Weg findet, nur mit Kamera-Auswertung alleine geht autonom fahren nicht, weil weiter vorausgeschaut werden muss, als die Kamera sieht, auch unter Schneebedeckung. Und woher bekommt man die Daten zum Verkehrsnetz? In dem man Millionen von nicht-selbstfahrenden Autos mit Assistenzsystem-Elektronik im Verkehr hat! Es wäre DIE Chance für die Deutsche Automobil-Industrie - aber ich glaube die verschlafen es.
Ich glaube das ist eine Fehleinschätzung wie autonomes Fahren funktioniert. Die benötigten Daten in gewaltigen Datenbanken zu suchen wäre im Endeffekt langsamer wie in Echtzeit auf die Umgebung zu reagieren, zumal diese Echtzeitreaktion ja auch noch vollumfänglich geleistet werden müssten und nicht dadurch eingespart werden könnten. Unterm Strich ist es also sinnvoller dem Auto beizubringen sich jederzeit zu orientieren und zu reagieren anstatt gewaltige Datenbanken anzulegen die langsamer, niemals völlig aktuell, teuer anzulegen und zu pflegen und keinerlei Einsparungen für die Technikleistung sind.

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darthmax 12.07.2018, 10:02
7. Spionage

ist doch das, was Trump den Chinesen vorwirft. Passt also sehr genau.
Zum guten Fahren gehört auch eine Verkehrssituation zu antizipieren, unsichere Fahrer wahrzunehmen und sich auf eine Gefahrensituation vorzubereiten.
Ob das ein Computer jemals kann.
In Deutschland wird diechin. Spionage kaum nötig sein, die Firmen gehören Ihnen ja schon.

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finger_weg 12.07.2018, 10:24
8.

Oh, oh, ssu. Apple muss sich bstimmt nicht die Frage stellen, die wissen das. An solchen Projekten sind zwangsläufig viele Mitarbeiter beteteiligt und die Gefahr eines Lecks ist immer gegeben und wird auch nie 100%-ig zu vermeiden sein. Selbst wenn die Computer das Denken übernehmen, können die trotzdem gehackt werden. Geheimhaltung ist relativ. Alles klar?

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bernhard.geisser 12.07.2018, 10:30
9. @spon_2999637

Zitat von spon_2999637
Hmmm - ich frage mich, wie ich bisher 30 Jahre unfallfrei Auto gefahren bin, ohne jede Kurve, jeden Bordstein zu kennen. Autonom Fahren MUSS nur mit Kamera etc. funktionieren, sonst ist es nicht autonom, sondern automatisiert. Auch wenn das System vorher alles genau "kennt" muss es immer noch auf Hindernisse, Baustellen, Umleitungen etc. reagieren können - und wenn es das kann, ist die reguläre Wegerkennung ein kleineres Problem.
NEIN, nur mit Kameras fahren automome Autos wie ein 70jähriger Lübecker in Hamburg, langsam und zögerlich. Der Mensch hat eine extrem detaillierte Modell-Vorstellung von der realen Welt, meist dazu noch Ortskenntnis. Ja, Kameras sind für das automome Fahren eine zwingende Voraussetzung, aber nicht ausreichend. Wenn heute eine Baustelle eröffent wird, ist die Baustelle spätestens nach dem 10. Fahrzeug von einem Assistenzsystem erfasst worden. Und es würde keine Minute vergehen, bis ein Stau nach einem Unfall bekannt wäre, wenn die Assistenzsysteme melden würden. Das autonome Fahren wird nur gelingen, wenn alle ausgerüsteten Autos die lokale Erfahrung in eine Netz-Intelligenz zurück speisen.

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