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BDI-Grundsatzpapier: Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenüber China
DPA

China verzerre durch staatliche Eingriffe die Märkte, zwischen Europa und der Volksrepublik entstehe ein "Systemwettbewerb": Der BDI legt einen Katalog mit Maßnahmen vor, wie sich die EU gegen Peking durchsetzen sollte.

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simcoe 10.01.2019, 06:27
1. Endlich...

regt sich hier was. Wir als mittelständischer Betrieb sprüen zunehmen die chinesiche Konkurrenz in allen Bereichen aufkommen. Die Produkte sind oft weit von einer echten CE-Konformität weg, oft aber auch gar nicht so ganz schlecht. Dabei aber meist 50% günstiger. Und mit Alibaba und der zukünftigen Seitenstraße wird man und kann man schon jede Mengen Produkte in kleinen Serien oder auch Einzelprodukte wie bei Amazon direkt nach Hause bestellen. Wenn sich dabei dort in China nicht Löhne und Kosten allgemein erhöhen, die auch einhergehen mit Anforderungen an Arbeitsschutz und Umweltschutz, dann wird es hier vielen Unternehmen bald ganz schlecht gehen.

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bauklotzstauner 10.01.2019, 06:32
2.

Schon komisch.... Da erzählt man uns seit Jahrzehnten das Mantra vom allem überlegenen westllichen System. Der "Marktwirtschaft" - gar einer "sozialen". Daß diese praktisch von selbst alles regele und immer das Optimum für die Menschen hervorbringe. Und zwar um so besser, wie stärker sich der Staat aus allem raushalte.

Und nun? Jetzt beklagt man sich darüber, daß China mit seiner "staatlich gelenkten" Wirtschaft so sehr viel besser sei! Immerhin vermeidet der Autos das lächerliche Wort "Kommunismus". Denn am chinesischen System ist rein gar nichts kommunistisch. Er vermeidet aber auch konsequent, das Kind beim Namen zu nennen: Kapitalismus! Besser bekannt als "Marktwirtschaft". Daß die staatlich gelenkt überhaupt funktioniert? Genau das wird doch immer kategorisch ausgeschlossen? Und jetzt geht das sogar sehr viel besser?

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frenchie3 10.01.2019, 06:37
3. Sag ich seit Jahren

Alleine das Abfischen von nicht normgerechten Waren, Vernichtung zu Lasten des Absenders dürfte die Einfuhren dradtisch reduzieren. Dazu generell eine Änderung des Zollrechts welche erlauben würde Firmen ohne soziale Leistungen (für Mitarbeiter) einfuhrrechtlich kräftig belasten zu dürfen. Dann gäbe es bald eine relative Waffengleichheit und das würde mittelfristig zu mehr Wohlstand in Billiglohnländern führen bzw gar zur Rückführung (theoretisch) mancher Industriezweige. Klar, China würde maulen und die Schotten dicht machen wollen, aber die brauchen Europa als Absatzmarkt wie umgekehrt. Wenn man bei Firmenverkäufen auch noch die chinesischen Regeln übernimmt bzw die gleichen Hürden....

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HCG 10.01.2019, 07:03
4. alles Richtig gemacht China...

Ist es nicht die Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft erfolgreich ist? Interessanterweise sind in Europa staatliche Eingriffe in die Wirtschaft oft mit wirtschaftlichem Misserfolg oder Betrug/Korruption gleichzusetzen. Irgendwas machen die Chinesen wohl richtig! Ausserdem greift doch die EU auch überall mit staatlichen Subventionen ein, damit zB Irland billiger Fleisch verkaufen kann oder dass teure Airbus Flugzeuge auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind. Was ist an dieser Art der Wettbewerbsverzerrung denn anders? Und warum muss sich jedes Land auf diese von Moralaposteln erhobenen selbstgemachten Regeln der Marktwirtschaft überhaupt einlassen?

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fabian_koenig 10.01.2019, 07:06
5. Natürlich

Als man in China noch zu Dumpinglöhnen produzieren konnte, um die Waren anschließend weltweit mit Riesenmargen zu verkaufen, war die Welt noch in Ordnung, und die Konzerne sind freiwillig Kooperationen mit chinesischen Firmen und der Regierung eingegangen, die sich dann wohl - wie überraschend - das ein oder andere abgeschaut haben.

Nun "erdreisten" sich die Chinesen auch etwas mehr vom Kuchen haben zu wollen, als nur die Fabrik der Welt zu sein, und der deutsche Staat bzw. die EU soll jetzt richten, was die Firmen mit ihrer eigenen Gier nach neuen Absatzmärkten und billigen Produktionsstätten jahrelang gefördert haben.

"Wider Erwarten ist China durch unseren 'Einsatz' doch nicht zur liberalen Marktwirtschaft geworden", ohhhhh echt? Ich lache mich tot.

Die Heuchler ernten, was sie gesäht haben.

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curiosus_ 10.01.2019, 07:12
6. Völlig richtig

Ich habe es zum Beispiel noch nie verstanden warum Chinesen an deutschen Firmen schon immer die Mehrheit übernehmen durften, andersrum das aber verboten war. Was soll der Unsinn? Wenn die Chinesen das bei sich verbieten sollte das selbstverständlich im Gegenzug bei uns genau so sein, was denn sonst?

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De facto 10.01.2019, 07:25
7. Unfair

Chinesische Unternehmen kaufen westliche Unternehmen mit Staatskrediten unter direkter Auffsicht. Auch das Geld ist umsonst da es keine unabhängige Zentralbanken gibt. EU ist gut beraten sich nicht auszuverkaufen, in 10 bis 20 Jahren ist es zu spät.

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vipclip 10.01.2019, 07:30
8. Jahre des Nichtstuns

Seit Jahren fordert man Maßnahmen, seit all den Jahren lacht sich China eins über die Handlungsunfähigkeit unserer Politiker und freut sich über die eigenen Strikten Handelsvorteile. Hört auf zu palavern, Taten sind angesagt.

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fatherted98 10.01.2019, 07:30
9. lachhaft...

...als ob in China auch nur ein Politiker oder Wirtschaftsmann sich darum scheren würde was der BDI oder unsere Politik so los lässt.
Klar...der höfliche Chinese wird nicken, lächeln und versichern sich darum zu kümmern....die Vorschläge gehen noch vor verlassen des Raums in den Müll.
Chinas Stärke ist unter anderem, dass es eben eine staatlich gelenkte Volkswirtschaft ist, die mit riesigen Währungsreserven in Fremdwährung investiert, es sich leisten kann Milliarden auch mal "zum Fenster raus zuwerfen"....sprich auch in Dumpingpreise zu investieren nur im die Partner platt zu machen....das hat auch im Kleinen in China Tradition...ebenso wie das Kopieren von Technologie und know-how. Man fragt sich welche Experten da beim BDI hocken....wahrscheinlich finden die China nicht mal auf der Landkarte.

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