Forum: Wirtschaft
Beraterhonorar: Bundesfinanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen
AP

Das Finanzministerium hat laut "Bild"-Zeitung zwischen 2005 und 2009 mehr als 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar an die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gezahlt. Unter dem damaligen Finanzminister Steinbrück hatte die Wirtschaftskanzlei an Gesetzen zur Bankenrettung mitgewirkt.

Seite 1 von 26
frank.w 28.12.2012, 07:34
1. Ah.... Steinbrück-Bashing 2.0

Von Friede Springers Horden...
War wahrscheinlich mit Mutti Merkel beim Kaffeekränzchen...!

Traurig das Spon so schnell mit einsteigt und willfährig die ollen Kamellen aufwärmt!
Ist Teflonmutti tatsächlich so jungfräulich oder die Presse so willig?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mischpot 28.12.2012, 07:36
2. Das Finanzministerium finanziert Eigengeschäfte

von Banken. Dass Herr Steinbrück seine Finger im Spiel hat überrascht nicht. Die Kanzlei hätte aufgrund eines Interessenkonfliktes den Auftrag des Finanzministeriums ablehnen müssen. Mir scheint es ist in der Politik üblich den Bock zum Gärtner zu machen und das ganze mit in meinen Augen veruntreuten Steuergeldern zu bezahlen.
Der Steuerzahler will sein Geld zurück!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
donrealo 28.12.2012, 07:40
3. Sinnvolle

Geldanlage wenn im Gegenzug dafür Kompetenz und realitätsbezogenes Fachwissen eingekauft werden. Sollten unsere Regierenden öfters machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aliolos 28.12.2012, 07:45
4. Das neuzeitliche Feudalsystem

funktioniert auf allen Ebenen prächtig.
Wenige Große zocken ab - der Kleine zahlt.
Wulff musste schon wegen kleinerer Kleinigkeiten gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
be-klassen 28.12.2012, 07:45
5. Was ist eigentlich Korruption?

Da wird doch niemand behaupten, diese Spezialisten häten den Herrn Steinbrück wegen seiner großen Fachkenntnisse für einem gut bezahlten Vortrag engagiert.
Die SPD hat doch genügend vernünftige Leute: Oder die momentane Führung will die Wahl gar nicht gewinnen, hat keinen Arsch in der Hose in diesen schweren Zeiten. Mit Steinbrück gewinnt sie nie und nimmer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 28.12.2012, 07:48
6. Das hat schon ein Geschmäckle....

....ob bzw in wie weit allerdings es sinnvoll ist, dass Fachleute, die jeden Tag in den Fragen stecken, in den Gesetzgebungsprozess einbezogen werden, kann man kaum negativ sehen, wenn man versucht objektiv zu sein. Man muss es nur ein wenig mehr transparent gestalten. Wenn dann der Berater oder die Kanzlei Geschäftsgeheimnis geltend machen will, braucht er den Auftrag nicht annehmen.

Honorar für den Vortrag? Das bestätigt lediglich, dass Steinbrück die Ernte seiner politischen Karriere Einfuhr; verfrüht, wie sich herausstellte. Gut. Das zeigt schlechte Einschätzung der Lage durch den Mann, der 2008 sagte, der Exporteeltmeister Deutschland wäre von der Finanzkrise abgekoppelt. Ist das eine Überraschung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
u.loose 28.12.2012, 07:52
7. Grundsätzlich sehr vernünftig

Die Gesetzgebungsqualität lässt ja in weiten Teilen stark zu wünschen übrig - am Arbeitspensum der Gericht bis hin zum Verfassungsgericht zu erkennen - und somit ist es sehr sinnvoll die "andere Seite" mitarbeiten zu lassen. Die sind ja im allgemeinen damit beschäftigt, Fehler alias Schlupflöcher zu finden und sind dabei auch recht erfolgreich...

IT Sicherheitsfirmen nehmen auch oft ehemalige "Hacker" von der "dunklen Seite"...

Oder liegt die Betonung wieder mal auf den 1,8 Mio die zu einer "Empörungswelle" in Richtung "Vernichtung von Volksvermögen" führen soll?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marthaimschnee 28.12.2012, 07:57
8.

Und das Schönste daran ist noch, daß all diese Vorgänge von der normalen Begrifflichkeit der Korruption überhaupt nicht erfaßt werden, obwohl die destruktiven Auswirkungen auf die Gesellschaft zig Mal stärker sind, als wenn einfach nur Geldbündel rübergereicht werden. Der gesamte deutsche Staat scheint nur noch eine einzige Ansammlung von Günstlings- und Klientelpolitik zu sein, der das Volk (und nicht nur das eigene!) bereitwillig geopfert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rgwoelfert 28.12.2012, 07:59
9. Fachleute muss man bezahlen

Wo ist das Problem?
Es ist doch besser man fragt Fachleute um ein Problem zu lösen, als dass man es mit laienhaftem Allgemeinwissen selbst versucht.
Dass dies natürlich auch entsprechend bezahlt werden muss gehört nun einmal dazu. Jeder Normalbürger nimmt doch auch Hilfe von Ärzten, Rechtsanwälten usw. in Anspruch und zahlt dafür.
Dass eine finanzielle Fachberatung nicht bei ALDI erhältlich ist, dürfte klar sein.
Aus meiner Sicht wird hier seitens der Springer-Presse versucht eine Neid-Kampagne gegen Steinbrück zu initiieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 26