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Berlin: Getränkemarkt verlangt von Flaschensammler Gewerbeschein
imago/Schöning

Pfand nur gegen Gewerbeschein - der Umgang mit einem Flaschensammler wird für eine Getränkemarktkette zum Desaster. Denn die Anweisung kam per Rundschreiben aus der Zentrale. Nun muss ein Geschäftsführer gehen.

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frenchie3 12.09.2018, 18:30
10. Was mir heute so auf den Senkel geht

ist diese dauernde Interpretiererei was wohl einer gemeint haben könnte und wenn nicht dann trotzdem. Für mich steht da klar was von gewerblichen Flaschensammlern (was immer das auch sei) und kein Mensch mit kaufmännischer Ausbildung käme darauf daß eine Plastiktüte voll Flaschen so gewerblich ist daß man damit reich wird. Und eingegrenzt ist es auch noch auf Gutschriften, Barauszahlungen sind nicht erwähnt. Man sollte den Filialleiter feuern für seine heiße Interpretation. Und der ungewerbliche Flaschensammler hätte auch zum nächsten Supermarkt gehen können statt zum Anwalt. Für was man heute alles Zeit hat ist abenteuerlicg

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dirmak 12.09.2018, 18:35
11.

Tatsächlich lohnt es sich auch mehr bei Lehmann Flaschen abzugeben. Lehmann sieht sich als Großhändler und berechnet Pfand immer mit Mehrwertsteuer, selbst im Endkundengeschäft. Diese Praxis kenne ich sonst nur von reinen Großmärkten wie Metro. Untern Strich lohnt es sich, gerade für den der wenig Geld hat, seine Flasche zu Lehmann zu tragen, weil er 19 % (und wegen Rundung sogar mehr) mehr für sein Pfand bekommt, als bei normalen Markt um die Ecke. Also 10 statt 8 Cent für normale Bierflaschen, usw....

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zephyros 12.09.2018, 18:36
12. Herr Senkel

hat da einen richtig guten Job gemacht - Chapeau. Endlich mal einer, der sich - vermutlich ohne großes Honorar - für die Sorgen der einfachen Leute einsetzt und nicht - wie viele seiner Kollegen - für Großkonzerne wie VW und Deutsche Bank.

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thousandguitars 12.09.2018, 18:44
13. Hallo?

Wie krank ist das denn?
Da knüppel sich eine arme Sau den Tag lang ab, und eine Firma behauptet plötzlich, Pfand sei nur noch mit Gewerbeschein erhältlich.
Hey! Pfand gibt es, damit die Umwelt nicht versaut wird!
Somit sind jene Pfandsammler auch Umweltschützer.
Und damit ist jene Firma ja wohl gegen den Umweltschutz.
Hach, wie ich logische Herleitungen doch liebe.

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wortmacht 12.09.2018, 18:49
14. @1 denn Sie wissen nicht was Sie schreiben

Tritten hat als Minister nur umsetzen müssen was vorab beschlossen wurde. Gültig wurde dieser Unsinn durch die Blockade der CDU/CSU

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Peter Guthörl 12.09.2018, 18:53
15. Alles schon mal da gewesen

Vor über 20 Jahren kamen die Jungs mal auf die Idee, nur Leergut von Marken anzunehmen, die sie verkaufen (trotz Einheitsflasche)
War auch unpraktikabel. Winner war der Getränkemarkt ein paar hundert Meter weiter.

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Ohnesorg77 12.09.2018, 18:56
16. Bitte?

Zitat von dasfred
Neben den Rentnern und Hartz iv Empfängern, die ein paar Flaschen aus der Mülltonne oder dem Gebüsch ziehen, gibt es durchaus Flaschensammler, die ihre Tätigkeit professionell betreiben. Von einer Veranstaltung zur nächsten, bei Fussballspielen schon die anreisenden Fanzüge durchkämmen und dabei mehrere hundert Euro im Monat abgreifen. Ab einer bestimmten Summe sollte ein Gewerbeschein schon Pflicht werden. Auch ebay Verkäufer haben ab einer gewissen Umsatz Menge und Höhe ihre Verpflichtung. Ich kann Händler verstehen, die an der Not von Menschen Zweifel hegen, die jede Woche zig Säcke voll anschleppen.
Wer betreibt denn bitteschön Flaschensammeln "professionell"? - Alleine die Formulierung suggeriert ja schon, dass hier jemand Reibach machen könnte, dabei ist das Sammeln von Flaschen nun wirklich keine schöne Tätigkeit und man müsste tagsüber einiges an Fersengeld geben, um die die "hohe" Summe von mehreren Hundert Euro monatlich zu kommen, die Sie den raffgierigen Flaschensammler-Kleingewerblern einzunehmen unterstellen. Und selbstverständlich ist es ein "Abgreifen" dieser hohen Summe, was die genannten Schwarzunternehmer da veranstalten, etwas Gierig-Verachtenswertes also. Toller, von sozialem Geist getragener Kommentar!

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benny212 12.09.2018, 19:02
17. Mehrwegpfand ist unreguliert - Flaschensammler-Banden nutzen das aus

Also für das Rundschreiben des Geschäftsführers habe ich volles Verständnis, allerdings habe ich kein Verständnis für das Personal in der Filiale, welche die Annahme von 15 Stck.Leergut verweigerte.
Die betroffene Filiale liegt am Nollendorfplatz, in dessen Nähe auch viele Großveranstaltungen stattfinden (Marathonlauf, CSD-Demo uvm.). Regelmäßig ist dabei zu beobachten, wie "organisierte Gruppen" mit funktionierender Logistik ("ausgeborgte" Einkaufswagen, Lieferwagen etc.) in kürzester Zeit größere Mengen Leergut einsammeln. Dass hier nach Gewerbeanmeldung bzw. USt-Nummer gefragt wird, ist verständlich. Flaschen sammeln in diesem Ausmaß ist hier offensichtlich - nicht nur für das Finanzamt- ein Gewerbe mit Gewinnerzielungsabsicht. Besonders problematisch ist das Mehrweg-Pfand, weil es völlig unreguliert ist. Hier gilt eben nicht, dass jeder Verkäufer alle Flaschen zurücknehmen muss. Das Pfand wird vom Großhändler erhoben und den Einzelhändlern weitergegeben. Dadurch entstehen -umsatzsteuerbedingt- Kuriositäten. So wird bei Rückgabe einer Flasche (Club-) Mate bei Lehmann 18ct ausbezahlt, was den 15ct Pfand zzgl. der USt. entspricht. Wenn also größere Mengen Flaschen angenommen werden, dann muss eine Umsatzsteuer-Nummer vorliegen, damit diese Kosten im Rahmen des Vorsteuerabzugs verwertbar sind. Privatpersonen könnten also theoretisch Arbitrage-Gewinne erzielen, wenn sie die 15ct Mate-Pfand-Flaschen woanders organisieren und für 18ct bei Lehmann abgeben. Deshalb wird es dieses Rundschreiben geben und es ist auch verständlich, dass dies so geregelt wurde. Auf der Lehmann-Seite gibt es die für die Einzelhändler geltenden Pfandbeträge, kann sich Jedermann downloaden. Aus dem umstrittenen Rundschreiben und aus der Sache selbst lässt sich in keinster Weise ableiten, dass jemand gegen "Harz-4 Flaschensammler" vorgehen möchte. Es geht nur um die Umsatzsteuer, mit der Herr Lehmann seit vielen Jahren besondere Probleme hatte.... Das darf aber nichts mit der Abgabe von 15 Pfandflaschen eines einzelnen Kunden zu tun haben. Hier hat also das Personal versagt! Eine

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langenscheidt 12.09.2018, 19:06
18. #3

Sie verkennen die gesetzliche Situation. Die Pfandrückgabe ist nicht an den Standort gebunden, wo man die Flaschen kauft. Ob Bürger ihre Pfandflaschen einmal im Monat oder einmal im Jahr zurückbringen, ist den Bürgern überlassen (Zwangsverordnungen gab es zur Nazizeit oder DDR). Man steht übrigens nicht jedes Mal an der Pfandrückgabe und hat wen vor sich, der zwei Säcke Pfandflaschen abgibt. Genauso gut müsste man meckern, wenn man einmal im Jahr an der Supermarktkasse drei Rentnerinnen vor sich stehen hat, die lebensbedingt nicht die Schnellsten sind.

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jo125 12.09.2018, 19:09
19. Immer wieder eine Freude

Immer wieder toll, wenn man als Verbraucher und Kunde seine wenigen Flaschen in die verdammten Automaten bringen will und mal wieder echte Sammler mit mehreren Müllsäcken voll Flaschen die Geräte belegen. Es scheint sich in der Tat schon eine gewisse Professionalität bei der Sammelei ausgebildet zu haben. Nichts gegen Sammler, die 10 bis 15 Flaschen abliefern. Aber - zumindest hier in Hamburg - geht das Ganze zum Teil weit darüber hinaus.

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