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Berufsunfähigkeit: Wenn die wichtige Versicherung plötzlich drastisch teurer wird
DPA

Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Verträge sind teuer - und gerade haben einige Anbieter die Beiträge drastisch erhöht, um bis zu 40 Prozent. Was Betroffene tun sollten.

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polltroll 06.01.2018, 07:38
1. Versicherung oder Glücksspiel!

Also sorry! Wenn ich das schon so lese... zur Berufsunfähigkeit gleich die passende Rechtsschutz abschließen, Brutto-Netto-Spielereien. Im Schadensfall Zeitspiel des Versicherers! Das hat für mich, nichts mit einer sinnvollen Versicherung zu tun sondern klingt nach einem Geschäftsmodell zur zügellosen Gewinnmaximierung! Derlei Artikel habe ich zu dem Thema schon viel zu oft gelesen. Ich muss daher dem Redakteur widersprechen. Sinnvoll für den Versicherten ist das alles nicht! Ein Glücksspiel mit hohen Risiken trifft es da schon eher. Zumal man ja zu der Policen Prämie noch die Prämie für die obligatorische Rechtsschutz draufschlagen muss. Und wer weiß, ob die dann leistet!

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Grummelchen321 06.01.2018, 07:50
2. Die

BU ist auch nur wieder eine Erfindung um den Versicheren Geld in die Kasse zu spülen.Die Politik hat ohne Not die gesetzlichen Versicherungen zum Wohle der Versicherung immer weiter ausgehöhlt.Als Elektroniker sind die Kosten einer BU so hoch das ich sie mir gar nicht leisten kann.Der Leiharbeit sei dank.

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mat_1972 06.01.2018, 07:58
3.

Also ich habe meine BUZ bei der R+V.

2011 hatte ich einen Bandscheibenvorfall aufgrund dessen Leistungen hätten gezahlt werden müssen.
Seit 2011 prozessiere ich nun gegen diese Verbr*cher.
Warum die nicht zahlen wollen hat, bis dato, 4 unterschiedliche Gründe. Immer wieder neue. Dank Rechtschutz kann ich dieses Spiel auf Zeit aber glücklicherweise mitspielen.

Besonders witzig an dieser Sache: Es gab eine (nachgewiesene) Falschberatung durch den R+V Berater. Zitat von diesem: "Das kann ich nicht verstehen; das wird auf allen Seminaren und Kursen bei uns (die R+V) so gelehrt".
Es hat also Masche: Die R+V schult dummes Zeugs und klagt dann später gegen die Zahlungen.
Anekdote am Rande: Eins der ersten Gerichte hat die Falschberatung nicht anerkannt, da ich als Verbaucher hätte bemerken müssen, dass der Berater seine "Kompetenzen" überschreitet. Genialer Verbraucherschutz.

Dennoch halte ich die BUZ für eine wichtige Sache. Zumindest ab einem bestimmten Grad der Bildung/Ausbildung.

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rkinfo 06.01.2018, 08:15
4. Staatliche BU-Kasse also sinnvoller ?

Die Versicherungsbranche nimmt das Geld offensichtlich eher für Profite als Leistungen.
Bei einer staatlich organisierten Kasse würde aber 1:1 ausgezahlt und es gäbe keine Inanspruchnahme des Kapitalmarktes.
Sinnvoll wäre auch ein Übergang Berufsunfähigkeit auf Erwerbsunfähigkeit bei etwa 55+, sodass Teilzeitjobs als Ersatz bis 63/65 die Leistungen mindern würden.
Die Beitragsunterschiede BU bis 60 und BU 62/63 sind beträchtlich, BU bis 65/67 nahezu unbezahlbar. Eine BU 55 plus anschließend Erwerbsunfähigkeit würde per Kasse minimale Beiträge ergeben und als gesetzliche Pflichtversicherung denkbar.

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msdelphin 06.01.2018, 08:15
5. Autor trifft voll den Punkt!

Ich hätte auch gerne eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Aber gerade alle vom Autor genannten Punkte haben mich abschrecken lassen. In meiner Evaluierungsphase, in der ich selbst versucht habe die vorhergehenden 10 Jahre gesundheitlich aufzuarbeiten, habe ich von meiner Krankenkasse von zwei mal einer 1 wöchige Krankschreibung in dieser Zeit erfahren, an die ich mich nicht mehr erinnern konnte. Das hätte mich endgültig abschrecken lassen: Ich habe Lücken in meinen Erinnerungen an Krankheiten und wenn dann die Berufsunfähigkeit eintritt, nutzt die Versicherung diese aus um nicht zu zahlen. Das Risiko war mir zu hoch zumal die Beitäge sehr hoch sind. Lieber habe ich das Geld gespart und setze darauf, dass ich irgendwie immer arbeiten kann und das der Partner ebenfalls Arbeiten geht. Letzteres ist die beste Berufsunfähigkeitsversicherung. Das Risiko das der Partner einen verlässt ist ähnlich hoch, wie das die Versicherung nicht zahlt!

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Yorch 06.01.2018, 08:28
6. Neoliberalismus

Hier sieht man sehr schön, was passiert, wenn man die allgemeine Daseinsvorsorge in private Hände gibt.

Bitte auch noch die Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung privatisieren. Bei der Rente ist man ja schon gut dabei und hat es fast geschafft Oder am besten gleich die Bürger von Geburt an in Klassen aufteilen, dann brauchen die Versicherungen und Banken nicht mehr so aufwändig Prüfen.

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baltasar1965 06.01.2018, 08:31
7. Theoretisch sinnvoll

Wir haben die BUV abgeschafft gegen den großen Widerstand des Versicherungsmaklers, weil wir mit einer Reihe an Fällen konfrontiert waren, die im Schadensfall keine Leistungen erfahren haben. Die Gründe waren genau die, die sie in ihrem Artikel beschrieben haben. Der Anspruch lag eindeutig auf der Hand und der Versicherer hat es dem sowieso schon Betroffenen noch schwerer gemacht - ihn mit System finanziell bedroht. Das braucht niemand. Wir haben kein Vertrauen in diese Branche.

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cedebe 06.01.2018, 08:43
8. Zusammenfassung

in der Theorie mag eine BU sinnvoll erscheinen, aber in der Praxis ist sie gamz offensichtliche Geldschneiderei.

ich bin inzwischen ganz froh, aufgrund einer Volkskrankheit keine BU bekommen zu haben. So habe ich kein schlechtes Gewissen, aus Dusseligkeit o.ä. keine abgeschlossen zu haben und verbrenne trotzdem kein Geld in einer, die im Eintrittsfall eh nicht leisten würde.

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Spiegelleserin57 06.01.2018, 08:43
9. sehr interessant!

dass besonders Berufsunfähigkeitsversicherungen teuer sind ist hinreichend bekannt, dass der Trend berufsunfähig zu werden zunimmt auch. Sicher müssen die Vertragsdetails genau geprüft werden und auch ob die Tätigkeit überhaupt als Beruf anerkannt ist. Es gilt da wie bei allen Versicherungsverträgen die Details zu prüfen.
Auch sollte jeder prüfen ob er diese Versicherung unbedingt braucht.
Dass man mit 50 keine Versicherung mehr so leicht bekommt sollte doch auch selbstverständlich klar sein und auch für den Laien verständlich. Das sollte aber kein Problem sein und keine Verpflichtung zur Preisstabilität bei dieser Art von Versicherung. Es ist wie so oft, fallen verstärkt Versichungsfälle an erhöhen sich die Preise. Das ist wohl auch Herrn Tenhagen sicher bekannt und auch dass es im Trend liegt mit allen Mitteln die Leistungen zu erhalten. Das da die Versicherungen reagieren ist sollte nachvollziehbar sein.
Man sollte sich schon für das Versicherungswesen interessieren und nicht gleich Verträge abschließen in der Meinung...da bekomme ich Geld.
Eigentlich sollten die genannten Parameter im Artikel jedem bekannt sein und auch dass man Verträge vor der Unterschrift genau prüfen muss.
Wen also will Herr Tenhabgen da belehren?

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