Forum: Wirtschaft
Boom der Secondhandbranche: Wahre Schätze im Schrank
Florian Gontek

Raus aus der Öko-Ecke: Getragene Kleidung ist in Deutschland zum massentauglichen Milliardengeschäft geworden. Doch der Trend zu Billigtextilien bereitet der Branche Probleme.

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dasfred 12.01.2019, 16:46
1. Ich war in Hamburg schon vor 30 Jahren Fan

Sekondhand Läden hatten Klamotten, die es sonst nirgends gab. Dazu Einzelstücke, Vintage Klamotten, Pelz und Leder und die passenden Accessoires. Und dazu unglaublich günstig. Allerdings hatte ich damals noch eine Figur, bei der ich nur sehen musste, welche Teile die längsten Ärmel und Beine hatten, dann kam die Weite auch hin. Heute ist es schwierig. Es gibt zu wenig Xse im Sortiment aber manchmal hab ich noch Glück, oder ändere ein Teil.

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jsavdf 12.01.2019, 16:46
2. Sehr interessant

Zumal mein Eindruck von Textilen schon ist, dass die Qualität immer besser geworden ist. Was Jeans und TShirts heutzutage aushalten finde ich bemerkenswert.
Nun kenne ich die Qualität von Primark nicht, nur die von H&M also die Preisklasse von 20-80€, woraus sich mein Gefühl ergibt.
Der Markt ist natürlich interessant. Zumal mit moderner Produktionstechnik man selbst bei deutschen Löhnen die Zielgruppe erreichen kann, die bereit ist 50€+ für eine Hose auszugeben.

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quark2@mailinator.com 12.01.2019, 16:51
3.

Hmm ... also wir konnten selbst für hochwertige und ungetragene Kleidung keinen Weg finden. Altkleidercontainer, klar. Aber sonst. Niemand scheint was zu wollen. Habe versucht, Abnehmer zu finden, es ging auch nicht ums Geld, aber z.B. alles Altwarenhändler der Stadt meinten, früher, ja da habe man auch Kleidung verkauft, aber das wäre vorbei und niemand wolle das noch ... Seltsam. Habe hier z.B. noch tonnenweise hochwertige Businesshemden, die auch nicht unmodisch oder alt aussehen, Krawatten, Gürtel, Taschentücher, etc. etc. Man will die Schränke leer kriegen, aber ... Das alles bei eBay reinzustellen macht zuviel Arbeit für die 2,50 EUR, die man dann ggf. bekommt.

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widower+2 12.01.2019, 17:29
4. Fragen über Fragen

Zitat von quark2@mailinator.com
Hmm ... also wir konnten selbst für hochwertige und ungetragene Kleidung keinen Weg finden. Altkleidercontainer, klar. Aber sonst. Niemand scheint was zu wollen. Habe versucht, Abnehmer zu finden, es ging auch nicht ums Geld, aber z.B. alles Altwarenhändler der Stadt meinten, früher, ja da habe man auch Kleidung verkauft, aber das wäre vorbei und niemand wolle das noch ... Seltsam. Habe hier z.B. noch tonnenweise hochwertige Businesshemden, die auch nicht unmodisch oder alt aussehen, Krawatten, Gürtel, Taschentücher, etc. etc. Man will die Schränke leer kriegen, aber ... Das alles bei eBay reinzustellen macht zuviel Arbeit für die 2,50 EUR, die man dann ggf. bekommt.
Warum haben Sie eigentlich tonnenweise hochwertige Businesshemden. Wenn die noch hochwertig sind, könnten Sie diese doch weiterhin tragen. Und warum haben Sie eine derartige Menge überhaupt angehäuft? Mit aktueller Moder lässt sich das gerade in Bezug auf Businesshemden ja kaum erklären. Die sehen unter Jackett und Krawatte doch alle gleich aus und kein Mensch braucht mehr als ein Dutzend. Also beschweren Sie sich bitte nicht, wenn Sie die nicht mehr loswerden.

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KobiDror 12.01.2019, 18:02
5. @#2 die Qualität steigt?

Ich habe eher den gegenteiligen Eindruck. Die Kleidung kostet noch genauso viel wie bisher, aber sie hält deutlich kürzer. Schuhe sind mittlerweile nach einem Jahr hinüber. Nicht der Schuh an sich, aber die Sohle ist abgelaufen...

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jimbofeider 12.01.2019, 18:35
6. Klamotten

´Zu meiner Zeit als Flöhmarktler das war in den nuller Jahren kamen vereinzelt Textilien zum Verkauf und das hatte mitÖko Nachhaltigkeit nichts aber auch garnichts zu tun. Hauptsächliche Käufer waren Ausländer meistens Türken, selten Deutsche und die verschämt. mit der Zeit wurde das aber Mehr und mehr mit den Klamotten und fast an jedem 2- 3 Tisch fand man Textil. Dann so gg. 2010 waren plötzlich komplette Textilstände vor Ort. auch die Kundschaft hatte sich verändwert, jede menge Deutsche. denen man aber ansah das sie es nötig hatten und sich nichts neues leisten konnten. So habe ich es erlebt und ich war 10 Jahre von München,Salzburg bis Innsbruck jede woche unterwegs. Von Romantik keine Spur, Sorry.

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Gudrun3 12.01.2019, 18:40
7.

Man soll mit knappem Geld vernünftig haushalten, wird insbesondere den kleinen Leuten ja immer geraten. Ist also nur recht u. billig, wenn sich kaufmännisches Denken auch dort zunehmend durchsetzt. Dass das gewissen Leuten auch wieder nicht in den Kram passt, war natürlich abzusehen. Denn gewissen Leuten geht es (da) im Prinzip nämlich weniger um Umweltfragen als schlicht um Klassenkampf von Oben. ;-)

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LauraD 12.01.2019, 18:40
8. Abnehmer

@3: Kann ich exakt so bestätigen: Nachdem ich nur noch Alltagssport mache, habe ich jede Menge noch wirklich guter (=optisch neuwertiger) Hemden und Pullover, von Charles Tyrwhitt, T.M. Lewin über Nautica und Polo bis Lacoste: Abnehmer gleich null (ebay so um die 5 Euro +/-), Diakonie Läden wollen frisch gereinigte Ware, was in der Masse schlicht viel zu teuer ist - die guten Stücke landen in "Viel zu schade zu Wegwerfen"-Kartons und bei einem zukünftigen Frühjahrsputz dann doch im Müll oder bestenfalls im Altkleider Container. Primark und Co freuen sich...

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fatherted98 12.01.2019, 18:41
9. Die Secondhandlaeden...

....machen sicher guten Reibach....man soll sich da aber nicht irren. Nur Spitzenware wird zu Ramschpreisen angekauft....derjenige der Klamotten im Schrank hat die er los werden will wird mit Almosen abgespeist....deshalb spende ich Kleidung an Sozialkaufhaeuser....auch arme Menschen freuen sich mal Boss und Co. zu tragen....und die koennen die Preise bei Second Hand nicht bezahlen.

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