Forum: Wirtschaft
Brandbrief des Vorstands: Bahn-Betriebsrat spricht von "Bankrotterklärung"
DPA

Mit einem Brief wollte Bahn-Chef Richard Lutz die Manager des Konzerns aufrütteln. Doch der Betriebsrat interpretiert das Schreiben anders und warnt vor einem Sparprogramm.

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Heinrichxxx 12.09.2018, 15:27
1.

Die Krise ist hausgemacht, kürzen, streichen, outsourcen...am Kundenaufkommen liegt‘s nicht...

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giostamm11 12.09.2018, 15:30
2. Deutsches Dogma

das deutsche Dogma der schwarzen Null lässt grüssen. Man kann gerade der Demontage deutscher Pfeiler beiwohnen. Die Bahn ist nur die Spitze des maroden Deutschlands. Besonders peinlich wirds bei den Banken, ob privat oder verstaatlicht. Von mittelmässiger Bildung, kapputter Infrastrukturen zu einem nicht leistungsfähigen schlechten Bankwesen. Die Bahn ist emblematisch für deutsche Unfähigkeit und Selbstgefälligkeit

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SirWolfALot 12.09.2018, 15:31
3. Da lebt jeder in seiner eigenen Welt?

Es stimmt doch was im Brandbrief steht. Mein Bruder hat bei der Bahn ein duales Studium abgeschlossen und war damals geschockt wie ineffizient seine Kollegen arbeiten bzw die Mechanismen ineinander greifen. Aber sagt man etwas dagegen, heißt es "Ich mache das seit Jahren so und lasse mich doch jetzt nicht wegen dir stressen".
Die Betriebsrat kann eigentlich froh darum sein, dass die DB noch unter den Fittichen der BRD ist, ansonsten sehe es schon längst schlecht für die Mitarbeiter aus.

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werlesenkann 12.09.2018, 15:34
4. Der Betriebsrat hat völlig recht.

Dieses Schreiben ist in der Tat eine Bankrotterklärung des Vorstandes, beginnend mit Mehdorn. Dieser unbedingte Wille, die Bahn an die Börse zu bringen und damit reich zu werden (denn nichts anderes war der Grund für den Börsengang als jede Menge Geld für den Vorstand), wirkt bis heute nach. Die Politik ist wie immer völlig desinteressiert, wahrscheinlich wegen der Fahr- und Flugbereitschaften, die zur Verfügung stehen. Am besten wäre es, die Bahn wieder zu verstaatlichen und damit dem unsinnigen Gewinnstreben ein Ende zu setzen. Dinge wie Post, Telekommunikation, Energieversorgung und öffentlicher Transport sind Staatsaufgaben und müssen daher überall angeboten werden, egal ob kostendeckend oder nicht.

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giostamm11 12.09.2018, 15:36
5. Milliardeninvestitionen

was ist rigentlich passiert seit der grossspurigen Ankündigung der Milliardeninvestition des schlechtesten Verkehrsministers Dobrindt vor einem Jahr? Er proklamierte Milliarden. Beim gensuen Nachrechnen über die Laufzeitwaren diese zwar natürlich unterdurchschnittlich im Vergleich. Aber die substanlose Proklamation machte viel Rauch. Was ist passiert seitdem?

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seneca55 12.09.2018, 15:37
6. Neue Chaostage bei der Bahn stehen vor der Tür

Es sieht in den nächsten Jahren ziemlich düster aus mit Überlastung aller.
Was soll dann aus Stuttgart-21 werden, dessen Kosten sich bis 2025 nochmals verdoppeln sollen.
Wird die Baustelle wie der BER endlos fortgeführt, weil keiner mehr bezahlen will?

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latrodectus67 12.09.2018, 15:48
7. Peinlich

Wenn "der Stammtisch" der Bundesregierung empfiehlt was zu machen ist, dann gibt es Gelächter. Wenn der Betriebsrat dem Vorstand der Bahn sagt "Man muss nur besser auf die Beschäftigten hören", dann hat die donnernde Stimme der Wahrheit vom Berge her gesprochen. Ich finde es peinlich wenn der Betriebsrat seinen eigenen Vorstand öffentlich so angreift und damit das öffentliche Bild eines Hühnerhaufens auch noch zementiert. Sowas trägt man imho intern aus.

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Der_Theo 12.09.2018, 15:52
8. Shinkansen

Ich schlage vor, dass einige Vertreter der Bahn mal nach Japan reisen und sich erklaeren lassen wie man's macht.

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urbanism 12.09.2018, 15:53
9. bei der Bahn hat es doch noch nie funktioniert

es hat doch unter dem Strich noch nie bei der Bahn funktioniert. Von daher gehört das komplette Management samt Organisation auf den Prüfstand. Aber die DB steht exemplarische für den Verfall des Wirtschaftsstandort Deutschland. Selbige Probleme haben Post und Telekom, alle Großbanken sowie Thyssen und Energiekonzerne. Vielleicht liegt es einfach daran dass die Manager die in den letzten 30 Jahren ausgebildet wurden, doch ihr Geld nicht Wert sind, das sie bekommen.

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