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Brandbrief des Vorstands: Bahn-Betriebsrat spricht von "Bankrotterklärung"
DPA

Mit einem Brief wollte Bahn-Chef Richard Lutz die Manager des Konzerns aufrütteln. Doch der Betriebsrat interpretiert das Schreiben anders und warnt vor einem Sparprogramm.

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urbanism 12.09.2018, 15:53
10. bei der Bahn hat es doch noch nie funktioniert

es hat doch unter dem Strich noch nie bei der Bahn funktioniert. Von daher gehört das komplette Management samt Organisation auf den Prüfstand. Aber die DB steht exemplarische für den Verfall des Wirtschaftsstandort Deutschland. Selbige Probleme haben Post und Telekom, alle Großbanken sowie Thyssen und Energiekonzerne. Vielleicht liegt es einfach daran dass die Manager die in den letzten 30 Jahren ausgebildet wurden, doch ihr Geld nicht Wert sind, das sie bekommen.

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josipawa 12.09.2018, 15:57
11. Ich empfehle

der Deutschen Bundesbahn ein kundenorientiertes Vorgehen. Dann wird's schon wieder. Vielleicht nicht gleich, man hat das Vertrauen ja über Jahrzehnte verspielt und die Kundschaft verprellt.

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sven2016 12.09.2018, 16:00
12.

Die schon lange angedachte Aufteilung der DB in Infrastruktureigner, Netzbetreiber und Fahrgeschäft ist überfällig.

Das System aus Bundeszuschüssen, Gewinnabführung, Outsourcing und Nutzungsgebühren hat zu enormen Rückständen im Erhalt und der Modernisierung geführt.

Bahn muss mehr sein als ICE 4 und Stuttgarter Bahnhof.

Wo private Anbieter Leistungen erbringen können, sollen sie das tun, aber unter Vorgaben und Aufsicht.

Bahn ist Staatsleistung für die Bürger, nicht primär Gewerbebetrieb.

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wopress1104 12.09.2018, 16:05
13. In die Lehre schicken

Hat es was damit zu tun dass die Bahn jetzt als eine AG geführt wird? Vielleicht? Dass man aber ein Bahn als eine AG die dazu auch noch an der Börse notiert wird führen kann zeigt Japan. Die Eisenbahnen von JR sind sauber, pünktlich und schnell. Nach der Privatisierung läuft es dort sogar besser. Und den Güterverkehr hat man dort offenbar auch im Griff. Ich habe noch nie so wenig Lkw's auf Autobahnen gesehen wie in Japan. Also was liegt näher als dass man die führenden Manager für eine gewisse Zeit nach Japan schickt um dort zu lernen wie so ein Unternehmen zu führen ist.

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www.yzx.de 12.09.2018, 16:07
14. Super-Sparpreise etc.

Großartige Unternehmensführung, großartige unternehmerische Entscheidungen. Seit neuestem gibt es den Super-Sparpreis nicht mehr als Aktion sondern dauerhaft. Klingt gut, ist aber großer Mist. Denn für Vielfahrer waren in allen Fahrpreisen die Citytickets inclusive. Nun tritt die Bahn in gewohnter und immer wieder gerne wiederholter Art und Weise viel fahrenden Stammkunden mit dem Stiefel ins Gesicht, und streicht das City-Ticket beim Super-Sparpreis. Dafür bekommen es nun alle Anderen auch beim Sparpreis.

Für mich würde das z. B. eine Preiserhöhung von knapp 20 Prozent bedeuten, wenn ich es denn noch nutzen würde. Da ich wegen zahlreicher anderer Fehlplanungen der Bahn sowieso immer endlos zur Haltestelle laufen muss, lege ich nun noch 1/3 Fußweg drauf, und gehe ganz zu Fuß. Gut für die Gesundheit, gut für's Portemonnaie. Schlecht für den ÖPNV, schlecht für viel fahrende Stammkunden der Bahn, bei denen das nicht so einfach ist.

Aber viel fahrende Stammkunden interessieren die Bahn ja nicht wirklich. Da tauscht man doch gerne einen Stammkunden mit vierstelligem Jahresumsatz gegen drei oder vier 19-Euro-Fahrer, die zweimal pro Jahr Bahn fahren. Die höhere betriebswirtschaftliche Lehre dahinter erschließt sich wohl nur Bahnvorständen. :-)

Ich nehme als Dauer-Bahnfahrer schon seit Jahren zu Ferienbeginn und an ein paar anderen Gelegenheitsfahrertagen das Auto als echte Alternative. Nicht überfüllt, deutlich schneller von Tür zu Tür, mehr Platz (selbst ggü. der sogenannten Ersten Klasse) und Klimaanlage bzw. Heizung funktionieren auch. Dafür keine Koffer in den Gängen, überfüllte Bahnsteige, laut ins Telefon schreiende, unangenehm riechende und/oder stark alkoholisierte Sitznachbarn, deutlich vermindertes Diebstahlrisiko usw. Wahrhaft paradiesisch, nur eben ein klein bischen teurer und deutlich weniger grün. Und ein Nickerchen ist ebenfalls nicht drin; es sei denn, es staut. ...

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charlybird 12.09.2018, 16:09
15. Wenn man sich überlegt,

dass man 10 oder 20 zusätzlichen Mitbewerbern die Nutzung des eigenen Schienennetzes gestattet, dabei gleichzeitig und ausschließlich den Betrieb, wie auch die anderen Nutzer nur nach reinem Gewinn und damit eigener Ermessenslage betreibt, darf man sich nicht wundern, dass das versorgungstechnisch, verlässlich und schon gar nicht zeitgebunden klappen kann.
Die Bahn ist das perfekte Beispiel dafür, obwohl noch in staatlichem Besitz mit hoffnungsvollen Privatisierungsplänen, dass nicht alles zu Gold wird, was man dem Wirtschaftsgedanken unterordnet.
Das Transportsystem Bahn sollte mittelfristig und dabei so gut es geht flächendeckend ausgebaut werden, und durch Mehrabgaben des Autoverkehrs, anteilig BAB Kilometer, LKW Nutzung und PKW Besteuerung subventioniert, sprich auf eine preislich attraktive Nutzung mit Versorgungsvielfalt gebracht werden.
Die Idiotie, dass ein Flug von HH nach München billiger sein kann, als eine Zugfahrt muss dabei genauso aufhören, wie die Hochgeschwindigkeitsmaterialschlachten, die zusehends auf die Verlässlichkeit und Sicherheit Einfluss haben.
Ein Bahnsystem das bezahlbar und pünktlich ist, ein sauberes Scheißhaus hat, mich fast überall hinbringt, vielleicht noch ein kühles Pilsken serviert und letztlich dem Auto ernsthaft Konkurrenz macht, muss doch eigentlich im Jahre 2018 AC möglich, bzw. endlich mal erfogreich planbar sein.
Wenn man aber auf der einen Seite Bodenflugstrecken baut und auf der anderen rollende Plumpsklos verschiebt, ist das System Bahn missverstanden und wird als das nicht funktionieren.

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prince62 12.09.2018, 16:12
16. Nicht Bundesbahn, die Bahn AG hat nicht zu wenig Kunden, im Gegenteil

Zitat von josipawa
der Deutschen Bundesbahn ein kundenorientiertes Vorgehen. Dann wird's schon wieder. Vielleicht nicht gleich, man hat das Vertrauen ja über Jahrzehnte verspielt und die Kundschaft verprellt.
Auch Sie sollten/müssten mal langsam zur Kenntnis nehmen, daß es die Deutsche Bundesbahn seit 1. Januar 1994 gar nicht mehr gibt,

und die Kunden bzw. zu wenige davon sind ja nicht das Problem der Bahn, ganz im Gegenteil, die STeigerungen im Personenfern- und Nahverkehr sind ja eines der Probleme der hippen und privatisierten Bahn AG, weil man deren Ansturm nicht mehr beherrscht,

es fehlen Züge, es fehlen Wagen, es fehlen Loks, es fehlen Lokführer es fehlt so ziemlich alles, was die Bahn braucht, um den Kundenandrang zur beiderseitigen Zufriedenheit zu bewältigen,

das ist das Problem der Bahn, auch weil die vielen Milliarden Euros pro Jahr an Investitionen offenkundig in falsche, also nicht erforderliche Vorhaben fließen, siehe S21 und Hamburg-Altona, dort werden die Milliarden verbruzzelt, die dann anderswo nicht zur Verfügung stehen.

Übrigens ist Herr Lutz ja der vorige Finanzvorstand der Bahn AG, er weiß also haargenau, wohin die Milliarden Investitionen fließen und wohin nicht, bzw. viel zu wenig.

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claus7447 12.09.2018, 16:12
17. Roland Berger bzw. die anderen

Berater freuen sich schon. Dabei könnten vermutlich die Mitarbeiter die Finger besser in die Wunde legen.

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akao_88 12.09.2018, 16:14
18. Schande

Die DB ist einfach nur eine Schande. Anders kann man das nicht beschreiben. Die lassen ohne Vorwarnung ersatzlos einen ICE von Stuttgart nach Hamburg über den Frankfurter Flughafen streichen. Sowas ist untragbar, skandlös und im weltweiten Vergleich zu China oder Japan eine Schande. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein.

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www.yzx.de 12.09.2018, 16:16
19. Ice 4

Zitat von sven2016
Bahn muss mehr sein als ICE 4 und Stuttgarter Bahnhof.
Zu ICE 4 häufen sich hier übrigens die "besser mit anderem Zug oder mit dem Auto"-Berichte, weil Platzangebot und Sitze insbesondere in der Zweiten Klasse für Personen mit mehr als 1,75m Körperhöhe unzumutbar sind.

Das erinnert sehr an die als IC2 umgebauten Regionalbahnen, in denen das genauso ist.

Für den Gelegenheitsfahrer vermutlich egal. Der Vielfahrer weicht dann entweder auf die Erste Klasse aus oder fährt immer mit dem Auto. Ich versuche es derzeit noch mit der Ersten Klasse, wo die Sitze bis etwa 1,90m gerade noch für zwei, drei Stunden auszuhalten sind. Aber das Auto rückt mit jeder Vorstandsentscheidung der Bahn wieder näher.

Schlimm, dass für groben Unfug wie Stuttgart 21 Geld da ist, für vernünftige Bestuhlung aber nicht. DA sollte die Bahn mal bei den Airlines lernen. Denn selbst der übelste Sitz in der Holzklasse ist immer noch Lichtjahre näher an Ergonomie als das Zeug, was die Bahn ihren Kunden in ICE4 und IC2 zumutet.

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