Forum: Wirtschaft
Brandbrief des Vorstands: Bahn-Betriebsrat spricht von "Bankrotterklärung"
DPA

Mit einem Brief wollte Bahn-Chef Richard Lutz die Manager des Konzerns aufrütteln. Doch der Betriebsrat interpretiert das Schreiben anders und warnt vor einem Sparprogramm.

Seite 5 von 6
Levator 12.09.2018, 17:14
40. Termintreue

ein Fremdwort für die DB. Pünktlich sind die Herrschaften des Vorstandes nur, wenn es um ihre eigene Gehaltsüberweisung geht. Da wird es kaum zu Verspätungen kommen nehme ich mal stark an!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murrle01 12.09.2018, 17:23
41. Wie kommen Sie auf so einen Unsinn?

Zitat von urbanism
es hat doch unter dem Strich noch nie bei der Bahn funktioniert. Von daher gehört das komplette Management samt Organisation auf den Prüfstand. Aber die DB steht exemplarische für den Verfall des Wirtschaftsstandort Deutschland. Selbige Probleme haben Post und Telekom, alle Großbanken sowie Thyssen und Energiekonzerne. Vielleicht liegt es einfach daran dass die Manager die in den letzten 30 Jahren ausgebildet wurden, doch ihr Geld nicht Wert sind, das sie bekommen.
In den Jahren als ich Lokführer wurde (1970) bis kurz vor Mehdorn, oder dem Zusammenschluss DB und DR hat so ziemlich alles funktioniert. Selbst als noch einige Dampfloks Dienst taten. Es war eine "Eisenbahnerfamilie", auch wenn einige das als lächerlich abtun.
Jeder, ich betone Jeder, der im Betrieb tätig war, hat alles getan um die Kunden zufrieden zu stellen. Da gab es keinen Zugausfall weil kein Lokführer vorhanden war. Ausfallende Technik an Loks wurde durch Bereitschaften abgemildert, der Zug fuhr, wenn auch später. Und das es später auch funktionierte, zeigten die 9 Monate der Expo 2000 in Hannover. Niemals habe ich damit gerechnet, das dort alle Züge ein und abfahren, fast alle pünktlich. Und das mit neuen ICE's die während jeder Fahrt hunderte von Störungen auf den Bildschirmen hatten. Es funktionierte, auch weil alle Lokführer bereit waren bis zu 65 Std. (Genze des erlaubten) in der Woche Dienst zu machen. Und das gerne, mit Begeisterung!
Weil eben ALLES lief. An den Endbahnhöfen waren Büros mit Technikern der Firmen, die Störungen ausgelesen haben und beseitigten. Wagenmaterial wurde aus dem Ausland geliehen, wichtige Stellwerke wurden doppelt besetzt. Ausbildungslokführer waren Tag und Nacht erreichbar um bei Störungen Hilfe geben zu können. Überall waren Bereitschaften stationiert...
Es geht - nur, man muss investieren!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murrle01 12.09.2018, 17:41
42. Unfug!!

Zitat von www.yzx.de
Zu ICE 4 häufen sich hier übrigens die "besser mit anderem Zug oder mit dem Auto"-Berichte, weil Platzangebot und Sitze insbesondere in der Zweiten Klasse für Personen mit mehr als 1,75m Körperhöhe unzumutbar sind. Das erinnert sehr an die als IC2 umgebauten Regionalbahnen, in denen das genauso ist. Für den Gelegenheitsfahrer vermutlich egal. Der Vielfahrer weicht dann entweder auf die Erste Klasse aus oder fährt immer mit dem Auto. Ich versuche es derzeit noch mit der Ersten Klasse, wo die Sitze bis etwa 1,90m gerade noch für zwei, drei Stunden auszuhalten sind. Aber das Auto rückt mit jeder Vorstandsentscheidung der Bahn wieder näher. Schlimm, dass für groben Unfug wie Stuttgart 21 Geld da ist, für vernünftige Bestuhlung aber nicht. DA sollte die Bahn mal bei den Airlines lernen. Denn selbst der übelste Sitz in der Holzklasse ist immer noch Lichtjahre näher an Ergonomie als das Zeug, was die Bahn ihren Kunden in ICE4 und IC2 zumutet.
Ich hatte vor einigen Tagen die Möglichkeit mit einem ICE4 von Hannover bis Mannheim fahren zu können. Vorgewarnt durch die schlechte Presse erwartete ich nach kurzer Zeit Rückenprobleme zu bekommen... Aber -ich habe, fast 4 Stunden gut gesessen. Bin zwar keine 1.80m, aber Platz nach vorne für die Füße wäre gewesen.
In einem Flieger ist es wesentlich enger. Und: Meine Sorge, wohin ich meinen großen Gitarrenkoffer verstauen könnte - kein Problem. Hinter mir auf einem Chromgestell war Platz, aus Angst vor Entwendung habe ich den später über mich in den Gepäckhalter legen können, und mein Restgepäck auch noch. Ich versteh die Kritik nicht. Ich bin eher ein Kritiker meines ehemaligen Arbeitgebers, aber hier sah ich keinen Grund dafür. Noch zu erwähnen wäre: Pünktlich bis Mannheim, an einigen Unterwegsbahnhöfen sogar einge Minuten vor der planmäßigen Ankunftzeit!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nelkenghetto30167 12.09.2018, 17:46
43. @ phekie

Rad ist Rad, egal ob Tandem oder Lastenrad. Kostet alles gleich viel unnützes. Wie ich schon schrieb: Wenn die Bahn dem Kunden mal entgegen kommen würde anstatt immer nur die Preise zu erhöhen für immer schlechtere Leistung würde ich garnicht meckern und die 30 oder 60min Verspätung wäre mir absolut egal

Beitrag melden Antworten / Zitieren
www.yzx.de 12.09.2018, 17:50
44. Börsen

Zitat von xlabuda
Größere Schulden kann man aber nur als börsennotiertes Unternehmen machen - der Staat wird große Geldberge hoffentlich nicht hergeben.
Tut mir leid, aber das ist völliger Quatsch. Schon während der ersten Privatisierungsdebatte war klar, dass es bei der Bahnprivatisierung um viele Dinge gehen mag, aber ganz sicher nicht um Geldbeschaffung. Denn an der Börse kann man sich Geld nur zu relativ schlechten Konditionen und vor allem nur einmal (bestenfalls sporadisch) beschaffen; danach wollen die Aktionären Rendite sehen. Die muss dann ggf. mit Krediten vom Kapitalmarkt bedient werden.

Solange die Bahn - wie bis heute - vollständig in Staatseigentum steht, kann sie aber jederzeit relativ niedrig verzinste Anleihen ausgeben. Das ging schon vor 30 Jahren; zu einem Bruchteil der Konditionen am Kapitalmarkt. Eine echte (pünktliche, getaktete, saubere) Beamtenbahn würde, wie der Bund, sein Geld sogar zu negativen Konditionen (an)leihen können. Hatten wir schon mal. Ist halt 30 Jahre her. Dank "AG" sind die Konditionen nicht ganz so gut, gelegentlich mal auch nur durchwachsen:
https://www.finanzen.net/anleihen/deutsche-bahn-finance-anleihen

Aber immerhin ist einfach zu erkennen, woher hier "größere Beträge" stammen. Und das ist ganz sicher nicht die Börse. :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murrle01 12.09.2018, 17:52
45. Das trifft zu..

Zitat von onkel-ollo
@9 Zitat: "Ich schlage vor, dass einige Vertreter der Bahn mal nach Japan reisen und sich erklaeren lassen wie man's macht." Wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was man von japanischen Eisenbahnen als Arbeitgeber wiederholt lesen konnte, dann sind die Zustände dort definitiv das Letzte. Das System baut auf Schikanen, Drangsalierungen, Rücksichtslosigkeit und Mobbing auf - man suche bitte selber nach Presseberichten. Reaktionen auf nur kleinste Verspätungen könnte man nach unseren Maßstäben als psychisch krank bezeichnen. Dieser Umgang mit dem Personal soll sich durch die meisten japanischen Wirtschaftskonzerne ziehen. Falls sich in den letzten Jahren etwas positiv verändert haben, dann wäre dies schön. Ich befürchte aber, daß es sich dann nur um ein oberflächliches Umdenken handelt.
Es sind dort schwere Bahnufälle bekannt, die aus psychischem Druck entstanden sind. Die Kollegen wurden so gemobt und unter Druck gesetzt, das ihnen Fehler passierten, die zu schweren Unfällen mit vielen Toten führten. Einfach mal googeln, oder auch im TV bei Welt und N24 schauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prince62 12.09.2018, 20:46
46.

Zitat von claus7447
Roland Berger und Berater freuen sich schon. Dabei könnten vermutlich die Mitarbeiter die Finger besser in die Wunde legen.
Das können Sie laut sagen, Roland Berger und McKinsey haben ab 1994 durch die Privatisierung der Bahn AG und auch der Ex-Bundespost sicherlich Milliarden Euro an Honorare eingefahren, diese Unternehmensberateraasgeier haben sich nicht nur eine, sondern mehrere Goldene Nasen verdient mit ihrem dummen Geschwätz und bunten Powerpointfolien,

wenn man allerdings das Ergebnis jetzt sieht, dann waren es schlicht und einfach zum Fenster rausgeworfene Milliarden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 12.09.2018, 21:02
47. Bahnvorstände und strategische Entscheidungen?

Zitat von Heinrichxxx
Die Krise ist hausgemacht, kürzen, streichen, outsourcen...am Kundenaufkommen liegt‘s nicht...
Wie sollte es möglich sein, daß ein einfacher Jurist wie Herr Pofalla strategische Unternehmensentscheidungen fällt?
Und die übrigen Bahnvorstände? Sind diese irgendwie "vom Fach"?
Hinzu kommt: Die Deutsche Bahn hat keine Lobby wie etwa der Verband des Speditionsgewerbes oder der LKW-Hersteller. Das ist ein riesiges Manko, daß ausgeglichen werden muß, wenn - ja wenn die Politik dies überhaupt will!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
altersack56 12.09.2018, 21:20
48. Insider

Zitat von Heinrichxxx
Die Krise ist hausgemacht, kürzen, streichen, outsourcen...am Kundenaufkommen liegt‘s nicht...
Lesen sie doch mal "Der Schaffner will was". Vergessen sie das überbordende "Drumrum" und konzentrieren sie sich nur auf die Bahnabschnitte im Buch. EBOOK! Sie werden Wissenswertes finden. Erstaunliches und Unglaubliches. Aber alles, was in dem "Buch" beschrieben wird entspricht den Tatsachen. Und Verbesserungsvorschläge finden sich da auch. Hilfreich für die Fahrgäste, hilfreich für das arme Personal und somit hilfreich für die Bahn an sich. Schönen Tag noch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 12.09.2018, 21:38
49.

Zitat von Der_Theo
Ich schlage vor, dass einige Vertreter der Bahn mal nach Japan reisen und sich erklaeren lassen wie man's macht.
Gute Idee
Weg von dem extrem groß ausgebauten Netz in Deutschland hin zu nur sehr wenigen ausgesuchten Verkehrswegen.
Wünschenswert auch die Aufteilung zwischen Güter- und Personenverkehr, muss mir nur jemand erzählen wie man die ganzen Wutbürger in den Griff bekommt die sich gg. neue Gleise parallel zu den bestehenden Strecken sperren werden.
Auch müsste man Grundstücke an den Bahnlinien enteignen, so dass die Bahn überhaupt erst die Möglichkeit bekommt sich u.a. vor umkippende Bäume bei einem Sturm zu schützen.
und und und.
Bei der Bahn gibt es sicherlich vieles zu verbessern, aber länderübergreifende Vergleiche ohne Berücksichtigung der dortigen grundsätzlichen Gegebenheiten machen einfach keinen Sinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 6