Forum: Wirtschaft
Brexit
AFP

Der geplante Brexit wirkt sich schon jetzt auf die britische Wirtschaft aus. Die Inflation sprang im August auf fast drei Prozent. Grund ist vor allem das schwache Pfund.

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joG 12.09.2017, 12:28
1. Die EZB wäre ...

...froh endlich Inflation im Euro zu bekommen. Man versucht sie anzuheizen seit Jahren und bekommt es nicht hin.

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Samuell 12.09.2017, 12:29
2.

...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.

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B.Borowski 12.09.2017, 12:34
3. Bange machen gilt nicht!

Die Briten haben eine historische nationale Entscheidung getroffen und ihr Selbstbestimmungrecht wieder zurück geholt! Das so etwas nicht ohne zeitweilige Turbulenzen und auch zeitweilige negative Folgen ablaufen kann ist wohl nicht schwer einzusehen. Die Zukunft wird es aber wohl erweisen, dass dieses die richtige Entscheidung war - nicht die nationale Identität gegen die Gier nach momentanen materiellen Vorteilen aufzugeben. Der m.E. unvermeidliche Crash des Euro-Systems wird die Briten für ihre mutige Entscheidung belohnen.

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der-junge-scharwenka 12.09.2017, 12:35
4. Klug?

Zitat von Samuell
...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.
Hmm, die Gemeinschaft darf nichts kosten (nur etwas bringen!), Alleinsein hingegen kann nicht teuer genug sein. Also, eine kluge Herangehensweise sieht für mich anders aus...

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geschädigter5 12.09.2017, 12:43
5.

Da müssen die Engländer nun durch. Care-Pakete aus der Europäischen Union wird es solange nicht geben , wie TM an der Macht ist. Da muss das Volk eben verarmen.

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Konstruktor 12.09.2017, 12:48
6.

Komisch. Meine nationale Identität ist komplett unbeeinträchtigt von unserer Mitgliedschaft in der EU.

Wenn Ihre davon kaputtgeht, sollten sie die mal reparieren lassen, aber lassen sie meine dabei in Ruhe!
;-)

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mcwing 12.09.2017, 12:49
7.

Zitat von B.Borowski
(...) Das so etwas nicht ohne zeitweilige Turbulenzen und auch zeitweilige negative Folgen ablaufen kann ist wohl nicht schwer einzusehen.
Zeitweilige Turbulenzen? Und worauf basiert ein späterer zu erwartender Wirtschaftsboom? Das Land produziert kaum etwas. Größte Industrie ist die finanzindustrie - und die wandert bereits ab. Die sitzen ja nicht in London weil's dort so schön ist, sondern weil sie von dort auch Zugriff auf die EU Märkte hatte. Ebenso die Automobilindustrie. Die fahrzeuge die dirt produziert werden/wurden sind zu 80% für den nicht-britischen markt. Nissan baut keine weiteren Werke in Newcastle (wie ursprünglich geplant) und überlegt die bereits vorhandenen Werke zu schliessen... Die Tourismus- und Serviceinmdustrie wird ohne die EU-Arbeiter aus Osteuropa kollabieren, ebenso die Landwirtschaft...

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Atheist_Crusader 12.09.2017, 12:51
8.

Zitat von Samuell
...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.
Bestimmt.

Aber nur weil man sich für etwas entscheidet und etwas bezahlt heißt das ja noch lange nicht, dass man es auch kriegen wird. Und schon gar nicht, dass es dann so toll und frei von Nachteilen wird wie man sich das vorgestellt hat.

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der-junge-scharwenka 12.09.2017, 12:51
9. Paradebeispiel

Zitat von B.Borowski
Die Briten haben eine historische nationale Entscheidung getroffen und ihr Selbstbestimmungrecht wieder zurück geholt! Das so etwas nicht ohne zeitweilige Turbulenzen und auch zeitweilige negative Folgen ablaufen kann ist wohl nicht schwer einzusehen. Die Zukunft wird es aber wohl erweisen, dass dieses die richtige Entscheidung war - nicht die nationale Identität gegen die Gier nach momentanen materiellen Vorteilen aufzugeben. Der m.E. unvermeidliche Crash des Euro-Systems wird die Briten für ihre mutige Entscheidung belohnen.
Wir sollten nicht so tun, als hätte die EU den Briten das Selbstbestimmungsrecht in einem Gewaltakt geraubt. Die Briten haben - im Gegenteil - mit parlamentarischer Zustimmung aus freien Stücken Hoheitsrechte auf die Gemeinschaft übertragen. Jeder einzelne Integrationsschritt - Maastricht, Nizza, was auch immer - wurde von Großbritannien dem Grunde nach mitgetragen. Dabei wussten sie jeweils sehr genau, was das bedeutet und worauf sie sich einlassen. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass der, der den Brexit in die Wege geleitet hat, ihn überhaupt nicht wollte. Insofern ist die Brexit-Entscheidung weniger eine heroische Tat als vielmehr ein Paradebeispiel für "verzockt" - und ein Paradebeispiel für die Verführbarkeit der Massen. Und wer jetzt die ersten negativen Folgen auch noch bejubelt, setzt die Dummverkaufe schlicht fort.

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