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Bundesagentur für Arbeit: Bundesrechnungshof kritisiert Lohnzuschüsse für Leiharbeite
DPA

Der Bundesrechnungshof hat einem Zeitungsbericht zufolge die Lohnkostenzuschüsse der Arbeitsagentur an Zeitarbeitsfirmen gerügt. Die würden ungerechtfertigt begünstigt - den Mehraufwand hätten Betriebe, die Leiharbeiter einsetzen.

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Peter Bernhard 21.10.2015, 08:39
1. Subvention eben der Betriebe

Nur von der Schlagzeile kommend meine ich spontan, dass dies eine Subvention der beschäftigenden Betriebe faktisch darstellt: angenommen, die hohen-höhren Löhne des Betriebs seien durch Abgaben verursacht, könnten diese Abgaben den Zeitarbeitenden draufgehauen werden. Profitieren würde der "erbeitende Betrieb", wobei also durch die Erhöhung infinitesimal neue Abgaben enstünden...

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merrailno 21.10.2015, 08:50
2.

Die Kritik des Bundesrechnungshofes ist im Prinzip richtig.
Das leiharbeitsunternehmen sich auf Kosten der Leiharbeiter bereichern ist offensichtlich.
Der Rechnungshof irrt aber in einem Punkt, der Leiharbeiter wird nicht angelernt oder speziell geschult, er hat das zu können was von ihm verlangt wird. 90% der Tätigkeiten von Leiharbeiter bewegen sich auf einem Niveau das auch eine Einarbeitung, außer einer kurzen Einführung gar nicht notwendig ist. Wenn es nicht passt liegt das im regelfall daran das der Verleiher den AN mit falschen Angaben seiner qualifikation zum "kunden" schickt in der hoffnug es passt.

Daher ist auch ein Lohnzuschuß an den Entleihbetrieb osolet. Im übrigen trifft das auch auf Unternehmen zu die direkt einstellen, es wird der genommen der keine Einarbeitung benötigt, so entsteht auch die Mär vom Fachkräftemangel, sobald eine Einarbeitung notwendig ist wird nicht mehr eingestellt. Da sucht das Unternehemen lieber über zig Monate nach dem zu 125% passenden.
Das sich die BA aufs blödeste herausredet ist doch klar, konservative Politik subventioniert nunmal den Arbeitgeber, ob die Sozialleistung berechtigt ist ist sch..egal.
Wenn die BA wollte könnte sie den massenhaften Missbrauch von Leiharbeit innerhalb kürzester Zeit feststellen und belegbar nachweisen.
Aber die Groko will das nicht, also handelt die BA nicht, denn auch dort sitzen Leute die auf Linie fahren.

Die Linie ist, es gibt keine Arbeitslosigkeit, es fehlen Millionen von Fachkräfte, der Erwerbslose ist selbst schuld und es gibt auf Arbeitgeberseite keinen Missbrauch.

In der kath. Kirche wird Missbrauch ja auch geleugnet, ebenso ist es in der politisch christlich abendländischen Kultur.

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rkinfo 21.10.2015, 08:59
3. Die Betriebe zahlen den vollen Preis - die Leiharbeitsfirmen bekommen aber Subventionen

Wobei die Zeiten wenn diese schwer vermittelbaren Beschäftigten quasi von den Leiharbeitsfirmen durchgefüttert werden schon unterstützt werden sollten. Allerdings könnte man ja ein 'Kurzarbeitergeld' für Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen einführen sodass am Ende das Geld direkt die Beschäftigten erhielten.

Sollte der Gesetzgeber endlich beschließen dass Leiharbeiter gleichen Tarif wie Stammpersonal erhalten könnten die Leiharbeitsfirmen sogar ein eigenes Rücklagepolster für die Leerzeiten anhäufen.

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Oberleerer 21.10.2015, 09:02
4.

Leiharbeiter müssen deutlich höher bezahlt werden als Festangestellte. Immerhin müssen Nachteile bei der Rente und betriebliche Sondervergütungen ausgeglichen werden.

Es kann nicht angehen, daß Betriebe ihre Engpässe vorübergehend stopfen und dabei auch noch sparen. Die Festanstellung (langfristige Verträge) verdient besonderen Schutz.

In meiner Firma wird für externe Fachkräfte, die bei Projekten eingesetzt werden das 3-4 fache bezahlt. Damit ist ausgeglichen, daß diese Leute nur wenige Monate am Start sind.

Daß die ARGE hier Geld zahlt, damit jemand überhaupt arbeitet, finde ich völlig verdreht. Man KAUFT also Arbeit? Die sollen zusehen, möglichst alles zu automatisieren und stattdessen ein BGE einzuführen.

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RenegadeOtis 21.10.2015, 09:15
5.

Zitat von merrailno
Der Rechnungshof irrt aber in einem Punkt, der Leiharbeiter wird nicht angelernt oder speziell geschult, er hat das zu können was von ihm verlangt wird. 90% der Tätigkeiten von Leiharbeiter bewegen sich auf einem Niveau das auch eine Einarbeitung, außer einer kurzen Einführung gar nicht notwendig ist.
Sie haben eine merkwürdig plakative Vorstellung von Zeitarbeitsunternehmen als "Hilfsarbeitervermittlung".

Rein betriebswirtschaftlich ist das aber unsinnig: Warum sollte ich als Unternehmen eine Zeitarbeitsfirma für teuer Geld für Hilfsarbeiter bemühen? Die stell ich selbst ein, lerne n paar Tage an, feuer kurz vor Ende der Probezeit und hol den nächsten Geringqualifizierten. Weniger Lohnkosten, Einarbeitungszeit minimal, keine Kosten Zeitarbeit, gleiche Kündigungschancen.

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kimmberlie67 21.10.2015, 09:16
6. Lohnzuschüsse für Leiharbeiter

muß mich wundern das die EU dem Treiben einfach so zu zieht.
Da ist es kein Wunder wenn die Unternehmen gutda stehen.
Der Dumme ist wieder mal der Steuerzahler.

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Bidone 21.10.2015, 09:19
7. McGeiz

Bei den McGeiz-Filialen ist es ähnlich. Die Mitarbeiter werden nur als Stundenkräfte beschäftigt, die Filialleiterin ist die einzige fest angestellte Mitarbeiterin in Vollzeit. Alle bekommen Mindestlohn.
So sind die Mitarbeiter auf ergänzende Leistungszuschüsse des Steuerzahlers angewiesen.
Das Unternehmen kann sich so, durch den Steuerzahler subventioniert, am Markt halten und andere Unternehmen, die ihre Mitarbeiter fair bezahlen und ohne Zuschüsse auskommen vom Markt verdrängen.
Da läuft eindeutig etwas falsch in D.

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vincent1958 21.10.2015, 09:21
8. Sie verwechseln..

Zitat von Oberleerer
Leiharbeiter müssen deutlich höher bezahlt werden als Festangestellte. Immerhin müssen Nachteile bei der Rente und betriebliche Sondervergütungen ausgeglichen werden. Es kann nicht angehen, daß Betriebe ihre Engpässe vorübergehend .....
..Leiharbeiter mit Freelancern.

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Nordstadtbewohner 21.10.2015, 09:25
9. Warum?

Zitat von Oberleerer
Leiharbeiter müssen deutlich höher bezahlt werden als Festangestellte. Immerhin müssen Nachteile bei der Rente und betriebliche Sondervergütungen ausgeglichen werden.
Es gibt keinen Grund, Leiharbeiter höher zu entlohnen. Sie sind Beschäftigte wie andere auch.

Die angeblichen Nachteile bei der Rente (Welche sollen das sein?) sind dem Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung geschuldet. Dafür können die Unternehmer nichts. Und was meinen Sie mit betrieblichen Sondervergütungen? Ein Arbeitnehmerüberlassungsunternehmen hat mit der Vergütung in Fremdunternehmen nichts zu tun.

Wer nicht als Leiharbeiter tätig sein möchte, der muss sich halt ein Unternehmen suchen, das nicht in Leiharbeitsbranche tätig ist.

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