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Bundesgerichtshof: Gericht untersagt Tabakwerbung im Internet
DPA

Niederlage für die Tabakbranche: Die Firmen hatten auf eigenen Websites Werbung für Zigaretten gemacht und so das Werbeverbot umgangen. Das haben Richter nun verboten.

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ahloui 05.10.2017, 12:37
1. Völlig überzogen,

aber eben typisch...

...und inkonsequent dazu.

Verbietet lieber den Verkauf von Tabak, das wäre wenigstens glaubwürdig

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TheBear 05.10.2017, 12:50
2. Wäre es nicht besser

Wäre es nicht besser ganz allgemein die Bildung der "Verbraucher" zu fördern, mit einem ganz wesentlichen Ziel: Die Leute zu befähigen *nicht* mehr auf die Werbung reinzufallen.

Dazu müsste sich der Staat dazu durchringen, gegen alle Lobbys, den Verbraucher ehrlich, verständlich und wirksam aufzuklären, welche Gefahren jeweils ein Nahrungs- und/oder Genussmittel in sich trägt.

Es ist völlig unsinnig, und auch beleidigend immer nur auf Verbote (Webung und/oder Verkauf) zu setzen. Wenn ein Mensch
- wirksam aufgeklärt wurde und
- sich auf *einfache* Weise übder mögliche Schäden von Tabak, Alkohol, Zucker usw. informieren kann, dann muss man den Rest dem Individum überlassen.

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colonel64 05.10.2017, 13:14
3. Nun ja...

Wenn auch nur mit einem Bruchteil der Energie, die gegen Rauchen aufgewendet wird, gegen die Allzeitdroge Alkohol vorgegangen würde, wäre schon viel erreicht und manches Leid womöglich verhindert. Mir scheint es so zu sein, daß , ganz egal was Du treibst, die Hauptsache ist Du rauchst nicht.
Mann o mann.
PS: Ich bin seit ca. 15 J. Nichtraucher

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Bibs1980 05.10.2017, 13:18
4. Bitte Schilderwerbung auch weg

Wir haben immer noch immense Probleme mit den legalen Drogen Alkohol und Tabak. Und dennoch darf auf Schildern noch ungeniert für das Lifestyleprodukt Tabak (100.000-120.000 Tote im Jahr in Deutschland) geworben werden. Beim Alkohol (74.000 Tote im Jahr in Deutschland) gehen, ist die Bigotterie noch größer. Die Drogenproduzenten sind Sponsoren von Sportveranstaltungen und der Stoff ist in jedem Supermarkt zu bekommen.
Wann beginnt die Politik endlich, eine vernünftige Drogenpolitik zu betreiben? Man muss das Zeug ja nicht verbieten. Aber zumindest die Werbung dafür kann man verbieten. Und man kann den Zugang etwas erschweren, indem man die Drogen halt nur in Fachgeschäften kaufen kann. Ein Tabak- oder Alkoholladen, dessen Existenz davon abhängt, dass er den Jugendschutz einhält, ist kein Hindernis für Erwachsene, wohl aber ist damit dem Jugendschutz gedient. Interessanterweise sind das genau meine Argumente, wenn es um einen legalen Zugang zu Cannabis geht. Aber trotz geringerer Gefährlichkeit wird dort noch mit dem Strafrecht hantiert, wohingegen Alkohol- und Tabakproduzenten noch nahezu uneingeschränkt für ihre Drogen werben dürfen. Naha, Jamaika wird das hoffentlich ändern.

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uzsjgb 05.10.2017, 13:24
5.

Zitat von ahloui
aber eben typisch...
Inwiefern "völlig überzogen"? Sollen Ihrer Meinung nach für Firmenwebseiten andere Regeln gelten, als für das restliche Internet? Und wieso?
Ich halte es für besser, wenn überall die gleichen Gesetze gelten und es eben keine Ausnahmen gibt. Schon gar nicht für multi-nationale Firmen.

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marianne.weber 05.10.2017, 13:28
6. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung...

... aber halt immer noch lange nicht weit genug. Wenn schon nicht der Verkauf von Tabak verboten wird - was ja an sich schon skandalös ist, wo doch der Hauptgrund sehr wahrscheinlich der Verlust der wunderbar hohen Steuereinnahmen ist - dann sollte doch wenigstens jede Form von Werbung für Tabakprodukte verboten werden. Und nicht so scheinheilig einen Aufriss wegen einer Unternehmenswebseite machen aber Plakatwerbung gleichzeitig total ok zu finden. Oder töten Zigaretten mich etwa nur, wenn ich davon in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen oder sonstigen Medien in Diensten der Informationsgesellschaft erfahre?

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dertorsten 05.10.2017, 13:35
7. Ein Verkaufsverbot wäre völliger Unsinn

Zitat von ahloui
aber eben typisch... ...und inkonsequent dazu. Verbietet lieber den Verkauf von Tabak, das wäre wenigstens glaubwürdig
damit würden wir die gleichen "Erfolge" feiern wie die USA zu Zeiten der Alkoholprohibition. Werbeverbot ja, Stigmatisierung der Qualmerei ja, Rauchverbote in Kneipen und Restaurants ja, aber keine Verbote.

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tpro 05.10.2017, 13:38
8.

Zitat von uzsjgb
Inwiefern "völlig überzogen"? Sollen Ihrer Meinung nach für Firmenwebseiten andere Regeln gelten, als für das restliche Internet? Und wieso? Ich halte es für besser, wenn überall die gleichen Gesetze gelten und es eben keine Ausnahmen gibt. Schon gar nicht für multi-nationale Firmen.
Die Frage ist nur: wer verirrt sich auf Seiten von Zigarettenherstellern? Das dürften die wenigsten Jugendlichen sein. Jugendliche "lernen" Tabakkonsum nicht von Werbung, sondern im Kreis von Gleichaltrigen oder anderen Personen im Umfeld.

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Morpheus Nudge 05.10.2017, 13:47
9.

Zitat: Wegen der Gefahren für die Gesundheit darf in Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen nicht fürs Rauchen geworben werden.

Gut so! Immerhin darf ja sonst auch für nichts geworben werden, das gefährlich für die Gesundheit ist!

Wer Ironie findet, darf sie behalten. Das Finden erfordert allerdings etwas Weitsicht, um die Heuchelei hinter der Hexenjagd zu erkennen.

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