Forum: Wirtschaft
Bundestagswahl: Wählt die besten Krisenmanager für morgen!
DPA

Die Deutschen steuern auf ungemütliche Zeiten zu - und werden am Sonntag trotzdem nach aller Wahrscheinlichkeit ein Merkelsches Ist-doch-eigentlich-alles-relativ-okay-bei-uns wählen. Letzter Aufruf.

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bigroyaleddi 22.09.2017, 14:17
1. Danke für diese Hinweise

Es dürfte uns allen eigentlich klar sein, dass es einen ewigen Aufschwung nie geben wird. Unser Leben besteht immer aus einer Achterbahn, das Wirtschaftsleben selbstverständlich auch. So schön Stabilität ist, sie zu bewahren ist eine Aufgabe. Sie auf Dauer zu erhalten, vermutlich nicht leistbar.

Aber dann man los, weiter so - alles wird gut - uns gehts doch bestens - wählt Muddi und es bleibt wie es ist. Schön wärs, wir sprechen uns nach der Wahl wieder.

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GyrosPita 22.09.2017, 14:22
2.

Was bin ich froh wenn endlich Sonntag 18 Uhr ist. Ich kann es wirklich nicht mehr hören, dieses Geweine. Ja, ich will ein WEITER SO. Ich habe gutbezahlte Arbeit, mein Auto ist abbezahlt und ausreichend motorisiert, ich habe Wohneigentum (noch nicht abbezahlt, aber noch nie eine Rate ausgesetzt)-, und am Monatsende ist immer noch Geld zum Verjuxen da. Lasst mich in Gottes Namen endlich in Ruhe mit Eurem Geknatsche. Und haltet mir gefälligst auch keinen Vortrag von wegen denen denen es nicht so gut geht. Ich bin ein sozialer Mensch der den anderen gerne hilft. Kann ich jeden Monat auf meinem Gehaltszettel nachlesen....

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mundusvultdecipi 22.09.2017, 14:30
3. Vor allem die jungen Wähler..

..sollten sich die neuste Statistik verinnerlichen,die besagt,dass man monatlich 3.005,-EURO ein Leben lang verdienen muss,um dann eine Rente in Höhe der heutigen Grundsicherung zu bekommen.Also wählt Parteien,die für höhere Renten und höhere Grundsicherungen sorgen.Mir fällt da nur eine ein.

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lathea 22.09.2017, 14:30
4. Das beste Krisenmanagement wäre ....

..... halt ein Team aus Merkel und Schulz. Denn ein starkes Europa wäre der beste Garant für ein Überwinden von Krisen. Mit Schulz an ihrer Seite würde es Merkel schaffen, zusammen mit den anderen EU-Ländern etwas Größeres und Zukunftsweisendes für uns zu schaffen und vielleicht wirklich ein Land gestalten, in dem wir gut und gerne leben wollen, weil es sozial gerecht wäre. Da hilft es nur, die SPD zu wählen und zu stärken. Jede andere CDU-Koalition würde die Schere zwischen Arm und Reich vergrößern. Und Rot-Rot-Grün wäre momentan nicht krisensicher. Die SPD sollte auch schon allein aus einem vernunftorientierten Demokratieverständnis etwas mehr gestärkt werden.

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unky 22.09.2017, 14:30
5. Schön wäre es

Aber wenn ich die Mehrzahl der Foristenbeiträge in den letzten Monaten vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, wird genau nicht nach Maßstäben der Vernunft gewählt werden - ganz im Gegenteil. Die "Wutbürger" werden die faschistoide AfD wählen, die 60 % der Gutverdienenden CDU/CSU/FDP - und damit ein Weiterwurschteln in Sachen Wirtschaft/Ökologie/Soziales/Bildungschancen. Einzig die Kombination Rot/Rot/Grün verspräche eine zukunftsorientierte Politik (Zweifler sollten sich einmal die Mühe machen und deren Wahlprogramme gründlich studieren.). Aber diese Konstellation erscheint ja wohl den Bundesbürgern als der Leibhaftige. Es ist schade, dass offensichtlich eine Mehrheit der Wähler - und Nichtwähler - nicht begreifen will, dass wir uns in Zeiten rasanter Umbrüche befinden, die nicht aufzuhalten sind. Man kann sie nur gestalten. Und auch das nicht mit den Spielregeln von gestern, sondern nur mit völlig neuen Methoden und Zielen.

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tigga_nb 22.09.2017, 14:31
6. Schön wahr, aber...

Es liegt ja auch wesentlich bei uns als Gesellschaft wie sich die Dinge entwickeln und einen erheblichen Anteil am Ergebnis haben auch unsere Einstellungen dazu. Stichwort Konjunktur: Ein Abschwung ist ja kein Naturereignis sondern in Wesentlichen aus unserem Verhalten im globalen Maßstab begründet. Insofern ist es für mich unsinnig, diesen als gesetzt zu betrachten.
Stichwort Gerechtigkeit: Die SPD schlägt ja nicht mehr Gerechtigkeit vor sondern mehr Umverteilung, dies kann man genauso gut als ungerecht empfinden, da bei Umverteilung das persönliche Engagement, die Bereitschaft für den Job eine anstrengende Ausbildung zu absolvieren, global mobil zu sein etc unberücksichtigt bleibt. Viele merken das und stimmen der SPD-Kampagne nicht zu.

Ich finde auch, wir befinden uns in sehr schwierigen Zeiten und die Dinge ändern sich schnell. Deshalb sind nicht nur Wahlprogramme sondern auch das Vertrauen, das wir in unsere Führungspersöhnlichkeiten setzen enorm wichtig. Und hier punktet Merkel hält bei vielen eindeutig gegenüber Schulz, auch weil sie schon bewiesen hat, daß sie international mit besonnener Art Lösungen finden kann. Innenpolitisch finde ich ihre Bilanz nicht so toll, hoffentlich können hier die kleineren Parteien etwas in Bewegung bringen.

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Koana 22.09.2017, 14:42
7. Tja..... WEITER SO.....

.... sie dürfen davon träumen, nur, nicht jeder der heutigen "Gewinner" wird bis zum friedlichen Ableben durchträumen dürfen.
Ich wünsche es Ihnen. Sie leben eben nach dem Motto, nach mit die Sintflut - damit sind sie nicht alleine, einzig, für manche dürfte die Flut noch zu Lebzeiten kommen.

Im Übrigen sollten sie mal betrachten, wie viel von Ihren Steuern inzwischen für die Ruhigstellung der marginalisierten Menschen und wie viel für die Füllung der Tröge der politfeudalen Klasse nötig ist.
Da bleibt für Infrastruktur aller Arten nicht mehr viel übrig.

.... und es arbeiten viele, sehr viele, Wähler im ÖD - sprich dort werden die Löhne weiter steigen, sonst drohte ja den Politokraten Ungemach - einzig es wird auch künftig immer weniger echte Stellen (sprich gut bezahlte) im ÖD geben, das meiste dürfte ausgelagert werden - sonst platzen die Budgets schon morgen und nicht erst übermorgen.

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Actionscript 22.09.2017, 14:43
8. Was bei dieser Wahl anders ist.

Das Neue bei dieser Wahl ist die AFD. Für eine Teil der Wähler, denen es nicht so gut geht oder die Angst um die Zukunft haben, ergibt sich ein neuer Feind, der Flüchtling. Die Flüchtlingskrise ist verantwortlich für das schlechte Abschneiden der CDU und SPD im Vergleich zu früheren Wahlen. Denn jetzt hat man endlich einen "Schuldigen" gefunden.

Die AFD hat dies natürlich voll ausgenutzt, und dies ist der Grund, warum sie in den Bundestag einziehen werden. Im Gegensatz zu früheren rechtsradikalen Parteien wie die NPD gibt sich die AFD bürgerlich und modern mit 1. Frauen und 2. einer LGBT Frau in der Führung der Partei. Auch die Tatsache, dass viele Mitglieder wie Gauland ehemalige CDUler waren, hilft die Partei zu verbürgerlichen. Und es scheint, ein Vakuum rechts entstanden zu sein. Man sieht das an vielen Kommentaren, die die "Links Schwenkung" der CDU kritisieren, obwohl man schon weit rechts sein muss, um das so zu sehen. Allgemein ist die Hemmschwelle, eine weit rechte Partei wie die AFD zu wählen stark gesunken.

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rosselfee1 22.09.2017, 14:50
9. die Kunst um die "Ecke" zu denken

Leider "fahren" die meisten Politiker auf Sicht, können nicht "um die Ecke denken, vernetzt denken".
Das genau ist es, was seit vielen Jahren fehlt.
GyrusPita, alles ok, Jeder lebt in seinem eigenen Kosmos, meist, so lange er jung ist, denkt er sei unsterblich rostfrei und geländegängig. Das ändert sich zwangsläufig irgendwann.
Dass ein "WEITER SO" auf Dauer nicht geht, müßte Jedem, der einen gesunden Menschenverstand hat, klar sein.
In den kommenden 5-10 Jahren werden wir in DE unser "blaues" Wunder erleben, wenn Politik und Industrie weiter gemütlich pennen. Leider wurde, was Weitsicht angeht, wenig aus den letzten 20-30 Jahren gelernt. Wir hatte so viele "Umbauten" in unserem Land, was sich heute noch in NRW und auch im Saarland zeigt. Kein Kohleabbau mehr, Stahlkocherei fiel an der Saar und NRW großteils weg, der Rest ringt ums Überleben. Da darf man Schulen, Unis etc ruhig vergammeln lassen, Bildung, tja, wollen wir amerikanische Verhältnisse??
Wenn man jung ist, fehlt einfach das reale Erfahrene und die daraus resultierenden "Leiden" des Einzelnen und somit einer ganzen Region.
Da ich selbst einmal kurzfristig politisch aktiv war, weiß ich, wie die Klüngelei hinter den verschlossenen Türen aussah. Da hat sich gewiß nichts geändert.
Aber es hat sich bundespolitisch ne Menge verändert, der Trend den Bundestag "unwichtig zu machen", hat sich in den letzten 12 Jahren sichtlich ausgeweitet... das Motto "ALTERNATIVLOS" steht bei mir für schleichende Aushöhlung und Entmündigung des Parlamentes als Kontrolle für die Regierung.
Deshalb, Gehirn einschalten, Sachlichkeit walten lassen, Fakten checken und dann in die Zukunft denken und wählen.

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