Forum: Wirtschaft
Bußgeld für Volkswagen: Ein Anreiz zum Betrug
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In der Dieselaffäre hat die Staatsanwaltschaft eine Strafe in Milliardenhöhe gegen VW verhängt. Doch das Bußgeld ist viel zu gering. Es braucht endlich ein wirksames Unternehmensstrafrecht in Deutschland.

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bayerns_bester 14.06.2018, 18:20
1.

Was macht eigentlich der VW Aufsichtsrat? Kommen die Damen und Herren ihrer Verantwortung nach, indem sie Regressansprüche gegen die (ehemaligen) Vorstandsmitglieder durchsetzen?

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diorder 14.06.2018, 18:25
2. Marktliberale Demokratie

Die Demokratie ist noch unvollendet, weil es zweierlei Recht gibt: Für die Wirtschaft samt ihren Besitzenden auf der einen Seite und den Privatpersonen auf der anderen Seite. Dies ist bei Bußgeldern am eklatantesten. Aber auch an klaren verbindlichen Regeln etwa über die Beteiligung der Beschäftigten am Gewinn fehlt es. Warum gibt es keine Verpflichtung aber einer bestimmten Gewinnmarge vor Steuern in Betriebsaktien oder anderen Formen der Firmenbeteligung ? Das ließe sich fortsetzen. Mehr Demokratie wagen hieße mehr Participation auch in der "Wirtschaft". Das kein Sozialismus oder Kommunismus, sondern soziale Marktwirtschaft, wie sie ihren eher konservativen Erfindern vorschwebte.

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ambulans 14.06.2018, 18:25
3. man

sollte all diese zahlungen, die hier - unter berufung auf das ordnungswidrigkeitengesetz - verhängt werden, ehrlicherweise einmal als das bezeichnen, was sie wirklich sind: abzockerei, wegelagerei, im wesentlichen missbrauch - im namen des staates. was anderes sind sie nämlich nicht: wenn (im fall von volkswagen/diesel-affäre) die allgemeinheit schuldhaft geschädigt wurde - wo geht das liebe geld denn hin? wenn es sich wie früher bei div. kartell-geschichten, absprachen und manipulationen jeder art, wie z.b. immer wieder google, microsoft, div. banken, u.a. handelt - wer kriegt hier eigentlich die kohle? das staatssäckel freut sich sicherlich, nur - wo bleiben die wirklich geschädigten?

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telarien 14.06.2018, 18:30
4. In Deutschland?

Entschuldigung, aber die Groko macht Politik für die Wirtschaft, insbesondere für die großen Konzerne. Die offizielle Idee ist, gehts denen gut, schaffen Sie Arbeitsplätze. Inoffiziell sind die Beraterverträge und Aufsichtsratsmandate auch nett. Hätte ich schon Parteispenden erwähnt?
Was davon bietet denn der Wahlbürger? Genau!

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steinbock8 14.06.2018, 18:31
5. Ein Handel ist ein Handel ist ein Handel

Die Strafe für VW ist lächerlich und nur eine Pille für die Öffentlichkeit. Und was ist mit den Kunden und Ihren Ansprüchen, kommt da noch was oder eher nicht? Ein Mäuschen weiß vielleicht was hinter den Kulissen gespielt wurde, das gemeine Volk nicht.

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goethestrasse 14.06.2018, 18:33
6.

Jetzt hat sich vw für ganu Europa freigekauft. Mal wieder ein Grosser, der laufen gelassen wird.

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PaulchenGB 14.06.2018, 18:37
7. Ob es da jemals zu einem Gesetz kommt bei der

"Verstrickung" von Parteien und Wirtschaft? Lobbyismus! Zu wünschen wäre es, aber dann bitte die Strafzumessung am Umsatz orientieren, denn den Gewinn kann man ja mit Rückstellungen, Tochter-/Muttergesellschaft/Offshore und was weiß ich gegen NULL fahren! In dem Zusammenhang sollten auch erhaltene Subventionen von den Firmen zurückgezahlt werden.

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Antidarwinist 14.06.2018, 18:37
8. Immer feste druff nä?

"Das tut dann weh"

Er sagt ja, wie es ist: Es geht blosz darum, den Kapitalisten weh zu tun.

Man muss nur ein paar sinnlose und irrationale Grenzwerte einführen, die kein Autobauer ernstnehmen kann, und schon kriegt man seinen Spasz.

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sischwiesisch 14.06.2018, 18:40
9. Hallo Herr Professor !

Zweistelliger Milliardenbetrag ?
Klar tut der weh.
Und raten Sie mal, wer zuerst einen Schmerz zu spüren bekäme ?
Genau. Der "einfache" Arbeiter am Band oder sonst wo.
Da wird nämlich dann immer zuerst "gespart".
Glauben Sie mir.

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