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China überholt Deutschland: Die Nummer eins der Meere
DPA

Die chinesische Containerflotte ist jetzt offiziell wertvoller als die deutsche. Woran das liegt - und wie die zehn größten Schiffe aussehen.

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deranaluest 16.04.2018, 16:12
1. Von den Schiffen fährt doch keins unter deutscher Flagge

Wo jetzt die Eigner wohnen spielt doch keine Rolle. Steuern werden auch vermieden wo es nur geht.

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TontonTombi 16.04.2018, 16:35
2. fahren nicht unter deutscher Flagge, zahlen keinen Steuern, und

fahren nicht unter deutscher Flagge, beschäftigen keine Deutschen, zahlen keine Steuern, und schreiben fleissig ab.
Derartige gesellschaftsschädigende Geschäfts- und Abstaubermodelle kann man wirklich bedenkenlos den Chinesen überlassen (oder verfeindeten Nationen).

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moev 16.04.2018, 16:40
3.

Vielleicht u.a. daran, dass China x-fach größer ist als Deutschland? Und viel mehr Küste und Häfen hat?
War ja wohl abzusehen, dass die irgendwann auf- und überholen müssen.

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heineken1 16.04.2018, 16:59
4. Die Pervertierung der Skaleneffekte

(neudeutsch »Economics of scale«)

Ich habe ein Buch im Regal stehen, »Die Mega-Carrier kommen« von Witthöft, aus dem Jahr 2004, das ist angesichts der jetzigen Entwicklung schon richtig putzig.

Abgesehen davon, daß die Pötte jenseits der 12–14 kTEU häßlich wie die Nacht sind, siehe etwa
https://3.bp.blogspot.com/-1W4k74CIes8/VO12LKYpNDI/AAAAAAAAVq0/FNkQx5AGKrI/s1600/1524455_442752235876358_3035822701802599183_o.jpg
(gut, für die Optik zahlt auch niemand – erst recht nicht die maritimien Pfeffersäcke, pardon Reeder /Container-Linien), stellen sich doch ganz andere Frage:

Die Häfen kommen kaum noch hinterher mit den Infrastrukturausbauten, diese Riesen überhaupt noch behandeln zu können. Das ist ja nicht nur eine »Kleinigkeit« wie etwa die Elbvertiefung nach Hamburg. Nein, das fängt schon bei den Kaianlagen selbst an. Und beides bezahlt allzuoft die Allgemeinheit (mit).

Und dann wäre da noch das Versicherungsrisiko. Ich glaube mich zu erinnern, vor ca. 10 Jahren von Bedenken der Versicherungsbranche gelesen zu haben, solche Klumpenrisiken überhaupt noch versichern zu können. Und da waren wir gerade mal bei um die 14 kTEU.

Suezmax (in seiner alten Form) als Größenbeschränkung gibt es seit dem Kanalausbau ja auch nicht mehr: Wohin führt uns der Rationalisierungswahn noch?

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dasfred 16.04.2018, 17:01
5. Egal auf welchem Platz Deutschland steht

Wichtiger ist, das die deutschen Schiffe denn auch Ertrag abwerfen. Einer unserer Hamburger Reeder hat vor kurzem noch von der Gier berichtet, die die Reeder vor der Finanzkrise ergriffen hat, von den Schiffen, die bestellt wurden und die dann gar nicht erst zum Einsatz kamen. Dr. Oetker hat schon gewusst, warum er die Hamburg Süd Reederei verkauft hat. Größe ist nicht alles und die Frachtraten sind heute mittelfristig so schlecht zu kalkulieren wie das Wetter.

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Steve.Joe 16.04.2018, 17:41
6. Rendite von Schiffsbeteiligungen

Zuerst einmal stellt sich meines Erachtens die Frage, für wen die dt. Leasinggesellschaften und Banken das Kapital anlagen. Ich vermute, dass die Schiff-Fonds neben Privat-Investoren auch von Pensionsfonds gehalten werden. Die Entwicklung der Kapitalanlagen richtet sich sicher nach der Analagestrategie der Investoren. Schiffsfonds dürften jedoch eine eher riskante Anlageform sein; die erzielbare Rendite dürfte sich eher an der Entwicklung auf der Angebotsseite orientieren. Und bei Zunahme der Super-Containerschiffe kann schnell ein Überangebot entstehen. Insofern werte ich die Nachricht eher positive; es gibt sicher bessere Alternativen der Kapitalanlage.

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achterhoeker 16.04.2018, 18:56
7. Irrsinn

Wenn die Pötte so groß sind das sie voll nicht mal Hamburg voll anlaufen können wird man doch stutzig wieso das betriebswirtschaftlich richtig sein soll im Kriechgang die Elbe hoch nur bei Flut und runter, plus Schlepper mit Drehungen und Rückwärts? Oder baggert man nicht nur die Elbe aus? Vielleicht Steuergelder von den Abgasatmern als Schmierung?

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1435mm 16.04.2018, 19:49
8. Skandalös

Ein Volk von mehr als 1,3 Mrd Menschen hat mehr Schiffe als eins von 83 Mio.

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bommipit 16.04.2018, 19:50
9.

Zitat von heineken1
(neudeutsch »Economics of scale«) Ich habe ein Buch im Regal stehen, »Die Mega-Carrier kommen« von Witthöft, aus dem Jahr 2004, das ist angesichts der jetzigen Entwicklung schon richtig putzig. Abgesehen davon, daß die Pötte jenseits der 12–14 kTEU häßlich wie die Nacht sind, siehe etwa https://3.bp.blogspot.com/-1W4k74CIes8/VO12LKYpNDI/AAAAAAAAVq0/FNkQx5AGKrI/s1600/1524455_442752235876358_3035822701802599183_o.jpg (gut, für die Optik zahlt auch niemand – erst recht nicht die maritimien Pfeffersäcke, pardon Reeder /Container-Linien), stellen sich doch ganz andere Frage: Die Häfen kommen kaum noch hinterher mit den Infrastrukturausbauten, diese Riesen überhaupt noch behandeln zu können. Das ist ja nicht nur eine »Kleinigkeit« wie etwa die Elbvertiefung nach Hamburg. Nein, das fängt schon bei den Kaianlagen selbst an. Und beides bezahlt allzuoft die Allgemeinheit (mit). Und dann wäre da noch das Versicherungsrisiko. Ich glaube mich zu erinnern, vor ca. 10 Jahren von Bedenken der Versicherungsbranche gelesen zu haben, solche Klumpenrisiken überhaupt noch versichern zu können. Und da waren wir gerade mal bei um die 14 kTEU. Suezmax (in seiner alten Form) als Größenbeschränkung gibt es seit dem Kanalausbau ja auch nicht mehr: Wohin führt uns der Rationalisierungswahn noch?
Falsch mein Herr. Es ist bereits ausgebaut worden .
Zumindest in Willhelmshaven. Dort gibt es einen Tiefseehafen mit Tiefgang von 30 Metern. Jadeport genannt.Wird nur kaum genutzt weil Hamburg sich dagegen wehrt. Hamburg hat zwar eine gute Infrastruktur aber sollte doch besser mit dem Jadeport zusammen arbeiten. Hilft beiden Seiten,immerhin besser als die Elbe zu vertiefen.

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