Forum: Wirtschaft
Danone und Nestlé: Das zynische Geschäft mit Säuglingsnahrung
Aktion gegen den Hunger

Muttermilchersatz ist ein Milliardengeschäft für Konzerne wie Nestlé oder Danone. Sie verkaufen ihre Produkte gezielt in Entwicklungsländern - und gefährden damit nach Ansicht von Wissenschaftlern die Gesundheit Hunderttausender Kinder.

Seite 1 von 4
twistie-at 17.05.2018, 17:02
1. ist denn dann die Säuglingsnahrung das Problem?

"Der Hauptgrund dafür ist mangelnde Hygiene, es fehlt der Zugang zu sauberem Wasser und zu Kühlmöglichkeiten. Unter diesen Bedingungen angemischte Muttermilchersatzprodukte führen häufig zu Durchfallerkrankungen - eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern." dann wäre das Problem doch dieser Zugang zu sauberem Wasser, nicht aber die Säuglingsnahrung. Wie wäre es denn ohne diese Nahrung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mime-sis 17.05.2018, 17:16
2. Statusobjekt

Unsere Putzfrau in Mexiko hat gleich aufs Stillen verzichtet und fast ihren gesamten Lohn für die teuerste Babymilch ausgegeben. Wie im Artikel geschrieben, ist die Milch eine Art Statusobjekt. Muttermilch und vor allem Stillen in der Öffentlichkeit ist vor allem bei der ärmeren Bevölkerung verpönt. Die Zubereitung der Milch ist manchmal auch sehr abenteuerlich. Angerührt mit kaltem Wasser und mit Karottensaft oder Fleischsaft versetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 17.05.2018, 17:19
3. Warum wundert mich diese Nachricht nicht?

Vielleicht, weil ich mich dran gewöhnt habe, zu lesen, das Lebensmittel-Multis für ihre Aktionäre über Leichen gehen. Egal, ob beim Trinkwassers, Spekulation auf Grundnahrungsmittel oder eben wie hier, wo man jenseits aller Moral und Ethik, im Wissen um die Schädlichkeit trotzdem jungen Müttern etwas vorgaukelt, nur um den Umsatz anzuheben. Da sieht man bestens, was die Konzentration in der Lebensmittelindustrie weltweit anrichten kann. Diese Multis stehen in vielen Ländern einfach über dem Gesetz. Solange nur Kinder weit weg betroffen sind, sehen die Industrie Nationen auch keinen Handlungsbedarf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seismologe 17.05.2018, 17:25
4.

Zitat von twistie-at
"Der Hauptgrund dafür ist mangelnde Hygiene, es fehlt der Zugang zu sauberem Wasser und zu Kühlmöglichkeiten. Unter diesen Bedingungen angemischte Muttermilchersatzprodukte führen häufig zu Durchfallerkrankungen - eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern." dann wäre das Problem doch dieser Zugang zu sauberem Wasser, nicht aber die Säuglingsnahrung. Wie wäre es denn ohne diese Nahrung?
Da würden die Kinder gestillt werden und nicht mit der abenteuerlich angemischten Milch ernährt werden. Die Mütter kommen mit dem miesen Trinkwasser deutlich besser zurecht. Sauberes Wasser ist natürlich das oberste Ziel, mit dem Werbeverbot für den Muttermilchersatz kann man schon mal eine Menge toter Kinder verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susybntp11-spiegel 17.05.2018, 17:27
5. So einem global Player...

...ist das Leben bzw. der Tod eines oder tausenden Säuglingen total egal, was zählt ist das was unterm Strich beim Verkauf ihrer Produkei finanziell rauskommt und sonst garnichts. Und mit einer eventuellen Unsicherheit der betroffenen Mütter werden die retorisch geschulten Vertriebler locker fertig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
firenafirena 17.05.2018, 17:37
6.

Zitat von twistie-at
"Der Hauptgrund dafür ist mangelnde Hygiene, es fehlt der Zugang zu sauberem Wasser und zu Kühlmöglichkeiten. Unter diesen Bedingungen angemischte Muttermilchersatzprodukte führen häufig zu Durchfallerkrankungen - eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern." dann wäre das Problem doch dieser Zugang zu sauberem Wasser, nicht aber die Säuglingsnahrung. Wie wäre es denn ohne diese Nahrung?
Die Alternative zu künstlicher Säuglingsnahrung ist Stillen und Muttermilch hat den unschlagbaren Vorteil, dass sie nicht gekühlt werden muss um keimfrei zu bleiben und keine Art der Zubereitung benötigt. Ausser einer halbwegs adäquaten Ernährung der stillenden Mutter natürlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Guerilla_77 17.05.2018, 17:41
7. ...

Warum wundert mich nicht das die obersten Verbrecherbanden überhaupt genannt werden...

Also diejenigen für die hauptsächlich die Freihandelsabkommen gemacht werden damit sie unsere Agraprodukte zu Hungerpreisen in die dritte Welt exportieren können um da die Grundbesitzer/Landwirte an die Wand zu fahren und deren Söhne und Töchter damit an unsere Grenzen treiben... und nebenbei unsere Landwirte gleich mit Platt.

Schlimmer als Nestle, Danone(und Unilever) geht nimmer, da ist VW pipifax gegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Guerilla_77 17.05.2018, 17:43
8. ...

Zitat von susybntp11-spiegel
...ist das Leben bzw. der Tod eines oder tausenden Säuglingen total egal, was zählt ist das was unterm Strich beim Verkauf ihrer Produkei finanziell rauskommt und sonst garnichts. Und mit einer eventuellen Unsicherheit der betroffenen Mütter werden die retorisch geschulten Vertriebler locker fertig.
Zu empfehlen ist diesen Subjekten ja meinerseits dies doch gerne mal in China zu veranstalten.

Da war doch mal was mit verunreinigter Babynahrung...

Hauptsache die Verantwortlichen kommen in die EU nicht wieder angeschissen, wenn sie eine nicht ganz freundliche Einladung ins nächste Fussballstadion bekommen haben(verdientermaßen...).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
firenafirena 17.05.2018, 17:44
9. Eigenverantwortung

Bei aller berechtigten Empörung hinsichtlich der Konzerne, aber ich sehe trotzdem die Familien selbst in der Pflicht. Die Menschen mögen aus armen Verhältnissen kommen und wenig Bildung haben, aber trotzdem sollte ihnen bewusst sein, dass das Wasser Durchfall verursacht. Das ist gelebter Alltag. Ebenso sollte den Menschen klar sein, dass Milch ungekühlt schnell verdirbt. Wer trotzdem ohne Zwang nur aus "Prestigegründen" sein Baby mit solcher Nahrung füttert handelt verantwortungslos!

In Ländern mit Zugang zu sauberen Wasser und Kühlschränken, etc. ist das eher eine ideelle Entscheidung, aber ohne diese Voraussetzungen ist Stillen nun mal die einzige Möglichkeit, ein Baby mit möglichst geringem Infektionsrisiko zu ernähren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4