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Debatte über Rentenreformen: Ver.di warnt vor millionenfacher Altersarmut
DPA

Selbst wenn sie 45 Jahre Beiträge zahlen, ewartet fast ein Drittel der Arbeitnehmer ab 2030 eine Rente unter 800 Euro. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Gewerkschaft Ver.di - die politische Konzequenzen fordert.

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Tharsonius 16.06.2017, 18:09
1. Hat

denn tatsächlich jemand auch nur im Geringsten geglaubt man könne nach 40-45 Arbeitsjahren als Otto-Normalo von seiner Rente in D gut leben? :>

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jujo 16.06.2017, 18:14
2. ...

Es kommt nicht nur auf die Dauer der Beitragszahlung, sondern nicht unwesentlich auf die Höhe der geleisteten Beiträge, an.
Wer 45 Jahre nur minimal einzahlt bekommt eben nur eine Mini Rente, wer die meiste Zeit über der Bemessungsgrenze verdient hat und Höchstbeiträge eingezahlt bekommt auch eine auskömmliche Rente. So ist das Leben.

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davyjones 16.06.2017, 18:15
3. Ach so,

den Versicherten ist nicht bewußt, dass sie die Profite der Versicherungswirtschaft steigern sollen. Ich dachte immer, viele können sich diese Unterstützungsaktion schlicht nicht leisten. Wieder was gelernt.

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pierrotlalune 16.06.2017, 18:22
4.

In der Berechnung würde einbezogen, dass viele Arbeitnehmer sich nicht privat vorsorgen würden. Nun, es ist bekannt, dass die Riester-Rente (Riester wechselte nach seiner Amtszeit in die versicherungsbranche) nur etwas Sinn macht, wenn das Bruttoeinkommen über 3000 Euro liegt, was viele HIER nicht verdienen, im Wohlstandsland De. Stellt sich die Frage, wie sparen, wenn das Einkommen zum Überleben reicht, mehr jedoch nicht. Zudem würden diese Renten später versteuert werden. Man hätte sich ein Leben lang, im täglichen eingeschränkt, für eine ungewisse Sache, wo dann es evtl. Keine staatliche Unterstützung erhält, und man letztendlich nicht weiss, ob man oder Frau überhaupt das Alter erreichen wird. Bekanntlich sterben arme früher als reiche.

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sunthorn61 16.06.2017, 18:34
5. Mindestrente

Die Lösung ist doch ganz einfach. Eine Mindestrente von 1050 Euro würde das Problem beseitigen. Das hätte den Nebenefekt, dass die Binnennachfrage ansteigt und Deutschlands Handelsbilanz etwas ausgeglichener wäre.

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Nordstadtbewohner 16.06.2017, 18:37
6. Erschreckend.

Selbst wenn sie 45 Jahre Beiträge zahlen, ewartet fast ein Drittel der Arbeitnehmer ab 2030 eine Rente unter 800 Euro.


Von daher frage ich mich, warum die jungen Menschen ein derartiges System auch noch mittragen. Die heutigen Rentner leben auf Kosten der Jungen. Den jungen Menschen fehlt dadurch die Möglichkeit, selbst für das Alter vorzusorgen.

Ich habe selbst das Glück, nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu müssen und kann so selbst meinen Lebensabend planen. Ich hoffe, dass meine 3 Kinder ebenfalls davon befreit sein werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, damit sie eine gute Zukunft haben.

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jujo 16.06.2017, 19:10
7. ...

Zitat von Tharsonius
denn tatsächlich jemand auch nur im Geringsten geglaubt man könne nach 40-45 Arbeitsjahren als Otto-Normalo von seiner Rente in D gut leben? :>
Da muss der "Otto Normalverbraucher" definiert werden. Wenn ich mich dazuzähle, kann ich/wir von unseren Renten sehr gut leben.
Wie ich schon schrieb , es kommt nicht nur auf die Dauer der Beitragszahlungen sondern auch auf die Höhe der geleisteten Beiträge. Bei mir sind es 42 Jahre, davon 30 Jahre Verdienst über die Bemessungsgrenze. Wir haben auch auch vorgesorgt, Haus bezahlt, kein schickimicki Urlaub oder Auto u.s.w.

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spmc-12355639674612 16.06.2017, 19:29
8. Wirklich witzig!

Zitat von Nordstadtbewohner
Selbst wenn sie 45 Jahre Beiträge zahlen, ewartet fast ein Drittel der Arbeitnehmer ab 2030 eine Rente unter 800 Euro. Von daher frage ich mich, warum die jungen Menschen ein derartiges System auch noch mittragen. Die heutigen Rentner leben auf Kosten der Jungen. Den jungen Menschen fehlt dadurch die Möglichkeit, selbst für das Alter vorzusorgen. Ich habe selbst das Glück, nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu müssen und kann so selbst meinen Lebensabend planen. Ich hoffe, dass meine 3 Kinder ebenfalls davon befreit sein werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, damit sie eine gute Zukunft haben.
Rentner leben IMMER auf Kosten der Arbeitenden. Selbst wenn Sie Ihre Rente als Aktienanlage oder als Mietshaus planen, müssen für Ihre Rendite andere Menschen arbeiten.
Der Vorteil einer gesetzlichen Rente ist, dass sie einigermaßen krisenfest ist, denn Staaten sind in der Regel stabiler als Firmen. Ich arbeite in einer US-amerikanischen Firma und habe mitbekommen, was mit den für die Altersvorsorge eingeplanten Aktienanlagen von Kollegen auf der anderen Seite des Ozeans passiert ist.
Ich persönlich würde auch niemanden von der Verpflichtung befreien, in die gesetzliche Rentenkasse einzubezahlen und sich damit einen entsprechenden Anspruch zu erwerben.
Wenn Sie so stolz darauf sind, nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu müssen, dann müssen Sie, um sich 20 Jahre lang eine Rente von - sagen wir - mtl. 2500 Euro mit jährlicher Inflationsbereinigung zu gönnen, mindestens 500000 Euro angespart und mit guter Rendite angelegt haben. Man kann das schaffen, wenn man einer gut bezahlten Arbeit nachgeht, aber damit gehören wir beide wohl zu den wohlhabendsten 10% der Bevölkerung. Und was wird aus den anderen 90%?

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luny 16.06.2017, 20:26
9. Familie Normalverbraucher

Zitat von jujo
Da muss der "Otto Normalverbraucher" definiert werden. Wenn ich mich dazuzähle, kann ich/wir von unseren Renten sehr gut leben. Wie ich schon schrieb , es kommt nicht nur auf die Dauer der Beitragszahlungen sondern auch auf die Höhe der geleisteten Beiträge. Bei mir sind es 42 Jahre, davon 30 Jahre Verdienst über die Bemessungsgrenze. Wir haben auch auch vorgesorgt, Haus bezahlt, kein schickimicki Urlaub oder Auto u.s.w.
Hallo Jujo,

bei den ganzen Berechnungen, wer denn nun wieviel Rente im Jahre
X erhalten wird, fehlt nach meiner Auffassung die Betrachtung, wie
das denn in einem Haushalt aussieht, also bei Ehepartnern.

Bei Alleinstehenden ist die Kürzung auf 43% des durchschnittlichen
Nettoeinkommens als gesetzliche Rente meist eine mittlere
Katastrophe = Altersarmut, sofern der Alleinstehende nicht über
2.500 EUR brutto/Monat verdient hat, und das 35 Jahre lang.

Auch wenn die Ehegemeinschaft die Altersarmut abwendet, sofern
beide Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet haben,
ist es dennoch unredlich, die Modalitäten der gesetzlichen Rente
einfach zu ändern und zu sagen: "Tja, da müßt Ihr halt privat
vorsorgen, um die Lücke zu schließen, die durch unsere Absenkung
der gesetzlichen Rente zustande kommt!"

Viele können das nicht. Außerdem werden Riester & Co. bei der
gesetzlichen Rente angerechnet und bringen nur Rendite, wenn
man das biblische Alter von 120 oder so erreicht.

LUNY

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