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Debatte um Essener Tafel: Versagt hier der Sozialstaat?
DPA

Immer mehr Tafeln versorgen in Deutschland immer mehr Menschen. Doch heißt das wirklich, dass es bei uns immer mehr Arme gibt?

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kategorien 06.03.2018, 10:35
1. Nein

Die Menschen gehen aus Spaß bei der Tafel essen, weil es dort viel schöner als zu Hause ist.

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thunderflash 06.03.2018, 10:37
2. Was will der Auto also sagen?

Es braucht mehr Forschung?
Okay, wer soll mehr forschen?
Wie kann man unterstützen?
Wie muss die Forschung aussehen?
In der Form bringt mir der Artikel leider wenig, außer dem Gefühl "man kann ja eh nix machen"

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suburber 06.03.2018, 10:38
3. Ja

Ich wollte nur die Frage der Überschrift beantworten: Ja.
In einem Land, welches so etwas wie "Die Tafeln" braucht und in dem dann diese Institutionen vom Staat euphemistisch als "Eigeninitiative" oder wahlweise auch als "gesellschaftliches Engagement" bezeichnet werden, läuft etwas gründlich schief. Ich möchte nichts Schlechtes gegen "Die Tafeln" sagen. Gott sei Dank gibt es "DIe Tafeln". Aber es ist geradezu erbärmlich, dass ein derart reiches Land wie Deutschland so etwas braucht!

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Crom 06.03.2018, 10:44
4.

Die Tafeln existieren doch vornehmlich deswegen, weil die Discounter und Supermärkte dadurch bei der Entsorgung sparen. Die Leute gehen auch nicht zur Tafel, weil sie hungern sondern weil sie dadurch Geld sparen. Im schlimmsten Fall wird's dann für Alkohol und Zigaretten ausgegeben, im besten Fall für die Kinder.

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tommirf 06.03.2018, 10:47
5. Thema verfehlt!

Es geht nicht um die Motivationslage, warum sich "arme" Haushalte an Tafeln wenden. Es geht darum, daß solche Haushalte überhaupt existieren, und daß sie immer mehr werden. Und das nicht, weil durch Statistikeffekte die Armutsschwelle nach oben wandert, sonder weil z.B. immer mehr Rentner "entstehen", die ihr Leben lang in niedrigsten Lohnverhältnissen saßen und jetzt in Grundsicherung landen. Dann noch in München oder Stuttgart...

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lathea 06.03.2018, 10:48
6. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass......

.......bei so manchen Personengruppen das durch die Tafeln gesparte Geld in Haustiere, Alkohol und Zigaretten fließt. Bei Flüchtlingen wird sehr oft das für Lebensmittel erhaltene Geld in das Heimatland geschickt und die Lebensmittel kostenlos von den Tafeln geholt oder gleich zusammen mit Zigaretten (bei Räuchern) auch gestohlen. Davon kann jedes Lebensmittelgeschäft, das in der Nähe von Flüchtlingsheimen liegt, ein Lied singen und so mancher Flüchtling gab es bereits sogar vor einer Kamera offen zu ("da wir nur Essen bekommen, das nicht schmeckt, sind wir gezwungen (!!!), zu stehlen".) Am schlimmsten stehen jedoch die Rentner da, weil diese sich oft entscheiden müssen, ob sie Essen kaufen oder die Rezeptgebühr bezahlen können und dafür die Heizung noch mehr runterschrauben müssen. Denn für Rentner reichen Renten unter 1.000? in Deutschland nicht zum Leben und mir sind sogar Rentner bekannt, die mit weniger als 500? Rente auskommen müssen und die keinen Anspruch auf eine Grundsicherung haben. Eine Schande für Deutschland.

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rakoge 06.03.2018, 10:50
7. ...endlich mal ein differenzierter Artikel

ursprünglich war die Tafel gegründet worden, um zu verhindern das Lebensmittel nahe dem Ablaufdatum weggeworfen werden und dafür "Bedürftigen" überlassen werden. Mittlerweile ist die Tafel ein Selbstzweck geworden. Vor Supermärkten wird mittlerweile von Tafelmitarbeitern geworben, das man doch für die Tafel Lebensmittel käuft und sie diese überläßt.
Ursprünglich wollte man als "Kunden" die armen Rentner als Zielgruppe haben, wo bei vielen die Rente unter Hartz IV Niveau liegt und die sich schämen zum Sozialamt zu gehen.
Mittlerweile ist die Kundschaft die komplette Hartz 4 Klientel, wo mittlerweile auch viele Flüchtlinge gelandet sind. HartzIV Satz ist so berechnet das er Lebensmittel beinhaltet, Wohnung wird sowieso bezahlt.
Wenn mal als HartzIVler allerdings die Möglichkeit hat Lebensmittel kostenlos zu beziehen (Der Autor beschreibt es absolut treffend mit "Angebot"), hat man mehr Geld für anderes zur Verfügung. Und sicher wird es auch Flüchtlinge geben, die überschüssiges Geld ins Ausland transferieren.
Wenn wie von vielen gefordert die HartzIV-Sätze, bzw. Grundsicherung erhöht werden, wird das nur im geringen Maße dazu führen das die Tafel nicht mehr beansprucht wird. Leute werden trotzdem hingehen, da es immer noch qualitiativ gute Lebensmittel umsonst gibt. Alles andere wäre ein Trugschluss.

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Kuckuck rufts 06.03.2018, 10:52
8. Zynisch

Was Prof. Liebig da schreibt (dass die Datengrundlage für eine exakte Erhebung nicht reicht) ist streng wissenschaftlich gesehen richtig. Allerdings wäre es hier auch Aufgabe des Staates diese Daten zu erheben - das geschieht im Zweifelsfall schn deshalb nicht, weil dabei herauskommt (oder könnte), dass es tatsächlich in Deutschland "absolute Armut" gibt. Jedenfalls würde Ich die Rentnerin, der gerade mal 40-50 Euro nach Miete etc. fürs Essen bleiben dazu rechnen. Im übrigen ist es auch falsch, den "Armen" keinen Zugang uund kein Recht auf Kultur (dazu gehören auch Bücher!) zu gestatten - einfach nur "Überleben" reicht da nicht!

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klaiberwolfgang 06.03.2018, 10:56
9. Realitätsfremd

Ich empfehle dem Autoren dringend einfach mal zum Essen in eine Tafel zu gehen. Danach kann er entscheiden ob es realistisch ist, dass Menschen freiwillig in die Tafel gehen um sich das Geld für ein Buch zu sparen ... in diesem Fall dürfte der Ansatz " Angebot schafft Nachfrage" wohl ziemlich an der Realität vorbei gehen!

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